Denkmalförderung ist nachhaltige Stadtentwicklung

Einzigartige Denkmale zu erhalten, ist landespolitische Aufgabe und Verpflichtung.

Ein Restaurator bei seiner Arbeit (Bild: © Jürgen Fälchle - stock.adobe.com)

Mehr als bewahren und erforschen ...

Baden-Württemberg besitzt eine überaus reiche Kulturlandschaft mit etwa 82.000 archäologischen Denkmalen sowie etwa 96.000 Bau- und Kunstdenkmalen. Kulturdenkmäler schließen nicht nur Gebäude ein. Auch die Stoffmustersammlungen der Textildruckfirma Pausa in Mössingen oder die Fähre „Konstanz I“ auf dem Bodensee und vieles mehr sind denkmalgeschützt. Frühe Verhüttungsplätze zur Metallverarbeitung im Schwarzwald oder die Zeitkapsel von 1829 aus dem Grundstein der ehemaligen Stadtkirche Pforzheim sind unter anderem Gegenstand der archäologischen Denkmalpflege. Diese zu erhalten, ist eine landespolitische Aufgabe und Verpflichtung. Sie schafft und sichert Arbeitsplätze, da rund 80 Prozent der Gesamtkosten für die Erhaltung von Altbauten Personalkosten sind.

Schloss in Bad Urach (Quelle: © LAD, Irene Plein)
  • Überblick

Denkmalpflege - vom Land unterstützt

Eigentümer von Kulturdenkmalen werden durch Steuererleichterungen und einem Förderprogramm darin unterstützt, ihre Denkmale zu erhalten und zu pflegen.

 

Ehemaliges Schelztorgymnasium, heutiger Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege und des Referates Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Quelle: © RP Stuttgart, Felix Pilz)
  • Denkmalschutzbehörden

Ansprechpartner im Denkmalschutz

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart ist der zentrale Ansprechpartner im Land für die fachliche Denkmalpflege. Dienstsitz des Landesamtes ist Esslingen am Neckar; es unterhält Dienststellen in Karlsruhe, Freiburg und Tübingen.

Baden-Baden, Friedrichsbad, Carl Dernfeld (1869–1877) (Bild: © Michael Bauer)
  • UNESCO - Welterbe

UNESCO-Welterbe in Baden-Württemberg

Sechs Welterbestätten aus dem Land sind in die UNESCO-Liste eingetragen. Mit dem Welterbeantrag "Great Spas of Europe", bei dem die Kurstadt Baden-Baden beteiligt ist, könnte 2019 eine weitere hinzukommen.

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