Holz- und Papierindustrie

Holz- und Papierindustrie

Wichtiger Standort

  • Holzstapel (Quelle: sablin, Fotolia)

Durch den Waldreichtum und die Nähe zum Rohstoff Holz ist Baden-Württemberg für die Holz- und Papierindustrie einer der wichtigsten Standorte. Die Holzverarbeitungsindustrie ist in Baden-Württemberg durch eine sehr tief gestaffelte Wertschöpfungskette und ihre mittelständische Struktur mit einem hohen Anteil kleiner und mittlerer Betriebe gekennzeichnet. Diese sind überwiegend im Ländlichen Raum angesiedelt.

Die Holzindustrie Baden-Württembergs erwirtschaftet mit rund 85.000 Beschäftigten einen Umsatz von über 11 Milliarden Euro. In der Möbelindustrie (Umsatz 3,6 Milliarden Euro) und im Holz verarbeitenden Baugewerbe (Umsatz 2,2 Milliarden Euro) sind mit jeweils 25.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg die meisten Beschäftigten tätig. An dritter Stelle folgt die Sägeindustrie mit ca. 10.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. In den übrigen Holzindustriebranchen, hierzu zählen unter anderem das industrielle Holzbauwesen und die Holzverpackungsherstellung, sind im Land rund 25.000 Beschäftigte tätig.

In der Papierindustrie, mit ihren Branchen Zellstofferzeugung sowie Papierherstellung und -verarbeitung, arbeiten in Baden-Württemberg rund 28.000 Beschäftigte. Sie erwirtschaften einen Umsatz von etwa 8,2 Milliarden Euro.

Die Weiterentwicklung der Wirtschaftszweige rund um die Veredelung des Rohstoffes Holz ist gerade für die Wirtschaftsentwicklung des Ländlichen Raums von herausragender Bedeutung. Mit dem Biomasse-Aktionsplan will die Landesregierung den Anteil von Holz im Bauwesen und den Pro-Kopf-Verbrauch an Schnittholz steigern. Zur Unterstützung des Clusters Forst und Holz in Baden-Württemberg fördert das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum unter anderem ein landesweites Netzwerkmanagement, regionale Clusteraktivitäten, F+E-Projekte sowie Studien und Gutachten, die sich mit der Weiterentwicklung des Clusters befassen.


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