Regional-Dialog

Regional-Dialog

Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit durch regionales Denken und Handeln

  • Wort-Bild-Marke des Regional-Dialogs Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen. Dazu gehören der demografische Wandel, die Globalisierung der Wirtschaft und der anhaltende Innovationsdruck, der Klimawandel, die Verknappung der Ressourcen und die weltweiten Krisenherde. Das hat Konsequenzen für die Qualität der Standortfaktoren in den einzelnen Wirtschaftsräumen und deren Wettbewerbsfähigkeit. Die Dynamik und die Komplexität dieser Herausforderungen erfordern ein konzertiertes Vorgehen aller Partner in der regionalen Strukturpolitik.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau will regionale Entwicklungsprozesse in den Wirtschaftsräumen des Landes begleiten und im Rahmen der Struktur- und Wirtschaftsförderprogramme unterstützen.

Regional-Strategie

Dazu hat das Ministerium eine klare Regionalstrategie entwickelt, die es in einem engen "Regional-Dialog" mit den Multiplikatoren der Regionalentwicklung umsetzen will. Denn integrierte, nachhaltige regionalökonomische Verbesserungsprozesse erfordern die Mitwirkung aller regionalpolitischen Partner auf allen staatlichen Ebenen, um die positiven Standortfaktoren zu stärken.

Die regionalen Akteure haben große Chancen vor Ort diesen wichtigen Prozess mitzugestalten, in dem sie im regionalen Diskurs  in eigener Initiative und Verantwortung die Stärken und Schwächen ihres Wirtschaftsraumes analysieren, das heißt

  • zukunftsfähige Clusterbildungen und Engpässe/Standortdefizite herausfinden,
  • Ziele, Strategien, Maßnahmen und Projekte zur weiteren Entwicklung ihres Wirtschaftsraumes, d.h. zur (weiteren) Entfaltung von Clusterbildungen und Überwindung von Standortnachteilen im Konsens miteinander entwickeln und
  • in einem regionalen Strategie- und Entwicklungskonzept zusammenfassen.

In Baden-Württemberg haben sich in diesem wichtigen Bereich der regionalen Strukturpolitik in den letzten Jahren Ansatzpunkte in den Wirtschaftsräumen entwickelt. In der Regel hat eine Mehrzahl von regionalen Akteuren in mehreren Arbeitsgruppen Maßnahmen zur Verbesserung der regionalen Standortsituation – zum Teil mit externer Expertenunterstützung – diskutiert und in einem regionalen Entwicklungskonzept zusammengeführt. Jede Initiative entwickelt dabei ihre eigene Dynamik und Ausprägung.

Aus den Erfahrungen dieser Prozesse wurde ein Impulspapier "Schritte zur Durchführung von regionalen Entwicklungsprozessen" erstellt, das wir Ihnen nebenstehend zum Download anbieten.

Wettbewerb RegioWIN

Das Wirtschaftsministerium hatte RegioWIN als zweigleisigen regionalen Wettbewerb im Februar 2013 in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz aufgelegt. Regionen, Landkreise, Städte und Gemeinden wurden aufgefordert, sich mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit den Stärken und Schwächen ihrer Region auseinanderzusetzen. Dabei sollten im Hinblick auf Innovation, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung Zukunftschancen identifiziert und ein gemeinsames regionales Strategiekonzept erarbeitet werden.

Für den Wettbewerb haben in der ersten Phase 527 kommunale Akteure zusammen mit 987 Unternehmen, Hochschulen und Verbänden in 14 Regionen rund 190 Projekte zur weiteren Entwicklung ihrer Region mit einem geschätzten Investitions- und Ausgabevolumen von 660 Millionen Euro entwickelt. Eine unabhängige Jury hat Mitte Dezember 2013 aus fünf Landkreisen oder Kreisverbünden und neun Regionen elf Projekte für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt.

Die Strategiekonzepte zur zukunftsfähigen Regionalentwicklung sind so unterschiedlich wie die Regionen: Die Themen reichen von intelligenter Mobilität oder nachhaltigen Innovationen über neue Formen der logistischen Verteilung und Produktion bis hin zu umfassenden Konzepten zur Gestaltung der Energiewende auf der regionalen Ebene. In der jetzt abgeschlossenen Phase stand die Strategie für die Regionen im Vordergrund, die im Konsens der Akteure zusammengestellt wurde. Erstmals wurden mit RegioWIN flächendeckend strategische Konzepte für die regionale Entwicklung in Baden-Württemberg erarbeitet.

In der zweiten Phase waren die teilnehmenden Regionen und Kreise aufgefordert, ein Regionales Entwicklungskonzept einzureichen. Darin müssen die Maßnahmen konkretisiert, priorisiert und für Leuchtturmprojekte Detailplanungen vorgelegt werden. Der Wettbewerb endete mit der Prämierung der Regionalen Entwicklungskonzepte und der Leuchtturmprojekte durch eine Jury Ende 2014. Weitere Informationen unter www.regiowin.eu

Regional-Forum

Mit dem 1. Regional-Forum am 26.11.2012 wurden die Grundinformationen für den im Februar 2013 gestarteten Wettbewerb RegioWIN vermittelt. Im 2. Regional-Forum am 16.01.2014 wurden die von einer unabhängigen Jury ausgewählten elf Regionen prämiert, die damit in die zweite Wettbewerbsphase weiterkamen. Am 23. Januar 2015 wurden auf dem 3. Regional-Forum in Stuttgart die RegioWIN Preisträger - elf regionale Entwicklungskonzepte mit 21 Leuchtturmprojekten - ausgezeichnet.

Mehrer hundert Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Regionen, Landkreisen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Cluster-Initiativen nahmen teil und diskutierten regionale Entwicklungsstrategien, hörten von den Erfahrungen und erarbeiteten Perspektiven.


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