Förderprogramm

Überbrückungshilfe Corona

Symbolisches Bild: Ein weißer Kegel steht auf einer roten Brücke

Überbrückungshilfe III (Plus)

Für die Überbrückungshilfe kann ein Antrag nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberaterinnen und Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüferinnen und vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe III umfasst die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021. Die Überbrückungshilfe III Plus umfasst die Fördermonate Juli bis September 2021.

Die wesentlichen Eckpunkte der Überbrückungshilfe III (Plus) sind wie folgt:

  • Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, die in einem Monat des Förderzeitraums einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat erlitten haben.
  • Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von
    • bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent,
    • bis zu 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent und unter 50 Prozent

im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Referenzmonat.

  • Zusätzlich werden Aufschläge von bis zu 40 Prozent der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gewährt, wenn in mindestens drei Monaten innerhalb des Förderzeitraums ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent vorliegt.

Neustarthilfe (Plus)

Soloselbständigen und Kleinstunternehmen mit weniger als einer Vollzeitkraft, die in der Überbrückungshilfe keine Fixkosten geltend machen, wird mit der Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale gewährt.

Die Neustarthilfe umfasst die Fördermonate Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe Plus umfasst die Fördermonate Juli bis September 2021.

Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes, maximal aber monatlich 1.500 Euro.

Anträge für die Neustarthilfe werden ausschließlich elektronisch über die Antragsplattform des Bundes gestellt. Sie kann sowohl durch die Antragstellerin oder den Antragsteller direkt als auch über prüfende Dritte über das Bundesportal beantragt werden.

Neustarthilfe und Überbrückungshilfe können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Es wird entweder eine Förderung der Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe oder die Betriebskostenpauschale durch die Neustarthilfe gewährt. Da der landeseigene fiktive Unternehmerlohn an die Überbrückungshilfe gebunden ist, ist eine gleichzeitige Beantragung von Neustarthilfe und dem landeseigenen fiktiven Unternehmerlohn nicht möglich.

Der Bund hat den Antragstellenden ein nachträgliches Wahlrecht zwischen der Neustarthilfe und der Überbrückungshilfe eingeräumt. Die Antragstellenden können von der Neustarthilfe zur Überbrückungshilfe wechseln und umgekehrt.

Anträge auf Überbrückungshilfe und Neustarthilfe für den Zeitraum November 2020 bis September 2021 können nach wie vor unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Landesseitige Ergänzung der Bundesprogramme um den fiktiven Unternehmerlohn

Ein fiktiver Unternehmerlohn wird im Rahmen der Überbrückungshilfe III und III Plus pauschal mit einem Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für den Zeitraum Januar bis September 2021 gewährt, sofern ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat vorliegt.

Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe über die Plattform des Bundes gestellt werden. Wurde die Überbrückungshilfe bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Die Antragstellung im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus (Förderzeitraum Juli bis September 2021) ist seit dem 14. September 2021 möglich.

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus für die Überbrückungshilfe zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen (PDF)

Verlängerung Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus

Der Bund hat angekündigt, die Überbrückungshilfe sowie die Neustarthilfe über den 30. September 2021 hinaus bis zum Jahresende 2021 fortzuführen. Die Verlängerung der beiden Programme soll die Fördermonate Oktober bis Dezember 2021 umfassen.

Weitere Informationen zur Fortführung der Überbrückungshilfe und Neustarthilfe finden Sie auf der Seite des Bundes.

Die Förderkonditionen sollen auch im vierten Quartal 2021 weitgehend den bestehenden Regelungen der Programme entsprechen.

So wird unter anderem im Rahmen der Überbrückungshilfe der Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen über den September hinaus bis Dezember 2021 zur Verfügung stehen. Die sogenannte Restart-Prämie, die im dritten Quartal 2021 gewährt wurde und gezielt den Übergang vom Lockdown hin zur Wiederöffnung erleichtern sollte, läuft jedoch nach Angaben des Bundes im September 2021 aus.

Derzeit laufen die finalen Vorbereitungen für den Start der Antragstellung der verlängerten Überbrückungshilfe und Neustarthilfe. Informationen werden zeitnah auf der Internetseite des Bundes veröffentlicht.