Börse

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Handelsplatz für Wertpapiere

  • Händler an der Börse Stuttgart (Bild: © Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau)

    Bild: © Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Unter dem Begriff Börse versteht man die organisierte Zusammenführung von Angebot und Nachfrage in vertretbaren (fungiblen) Gegenständen, etwa Wertpapieren, Devisen, Waren oder darauf bezogene Rechte und Indizes. Das Börsenwesen ist grundlegend im Börsengesetz geregelt. Ziel ist es, Vertragsabschlüsse nach einheitlichen Geschäftsbedingungen zwischen den zum Handel zugelassenen Personen zu ermöglichen.

Entsprechend den vertretbaren Gegenständen gibt es verschiedene Börsentypen, etwa Waren-, Devisen- oder Wertpapierbörsen. Auf alle findet das Börsengesetz Anwendung. Danach übt die zuständige oberste Landesbehörde als Börsenaufsichtsbehörde die Aufsicht über die öffentlich-rechtlichen Börsen aus. Für Baden-Württemberg nimmt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau diese Aufgabe wahr. So bedarf etwa die Errichtung einer Börse der Genehmigung durch das Ministerium für  Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Mit der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse in Stuttgart verfügt das Land über eine der bedeutendsten Börsen in Deutschland. Sie ist neben den international tätigen Kreditinstituten, den großen Versicherungsunternehmen sowie den Bausparkassen wichtigster Akteur am Finanzplatz Baden-Württemberg.

Im hybriden Marktmodell der Börse Stuttgart sind Handelsexperten in den elektronischen Handel eingebunden. Sie spenden bei Bedarf zusätzliche Liquidität und sorgen für eine zuverlässige und schnelle Orderausführung. Für den Anlegerschutz und Transparenz der Handelsgeschäfte greifen alle Regulierungs- und Kontrollmechanismen einer öffentlich-rechtlichen Börse.