Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen

Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen

Chancen in technischen Berufen

  • Zwei Frauen im Labor (Quelle: Alexander Raths, Fotolia)

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  • Frau mit Schutzhelm auf Baustelle (Quelle: ArTo, Fotolia)

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  • Junge Frau mit Schieblehre (Quelle: Gina Sanders, Fotolia)

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  • Mädchen mit Pipette und Reagenzglas (Noam, Fotolia)

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Die Karriere- und Zukunftschancen für gut qualifizierte Frauen in den MINT-Berufen sind in Baden-Württemberg besser als je zuvor: Unternehmen suchen verstärkt nach Fachkräften in den Arbeitsbereichen rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Laut VDI-Ingenieurmonitor 2015/II gibt es in den Ingenieurberufen ca. 12.300 zu besetzende Stellen in Baden-Württemberg.

Die Landesregierung möchte Frauen motivieren, diese hervorragenden Möglichkeiten im MINT-Bereich in Baden-Württemberg stärker zu nutzen. Denn bislang sind Frauen hier stark unterrepräsentiert: Nur rund vier Prozent der berufstätigen Frauen im Land sind in einem technisch-naturwissenschaftlichen Beruf tätig, nur neun Prozent wählen bisher eine duale MINT-Ausbildung.

Ziele der Landesinitiative:

  • mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe gewinnen
  • die Attraktivität der MINT-Berufe für Frauen steigern
  • die Wiedereinstiegs- und Karrierechancen für Frauen erhöhen
  • die strukturellen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern
  • die Ausstiegs- und Abbruchquoten verringern.

Projekte und Maßnahmen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau:

 

Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau baut ein landesweites Partnernetz auf und schloss im Juli 2011 das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“. Mittlerweile haben 52 Partner aus Arbeitgeber-, Berufs und Branchenverbänden, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Stiftungen, den Kontaktstellen Frau und Beruf und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit das Bündnis unterzeichnet. Dadurch wird eine Koordinierung und Zusammenarbeit der maßgeblichen MINT-Akteure im Land entlang einer gemeinsamen Strategie erreicht.

Landesweites Aktionsprogramm

Alle Maßnahmen der Landesinitiative und ihrer Partner sind im Aktionsprogramm „Förderung von Mädchen und Frauen im MINT-Bereich“ gebündelt.

Kampagne

Eine Kampagne begleitet die Aktivitäten der Landesinitiative und des Partnernetzes öffentlichkeitswirksam und soll die Attraktivität der MINT-Berufe für junge Frauen steigern. Aus diesem Grund wurde ein zentrales Dachportal im Internet errichtet, um alle Aktivitäten der Landesinitiative und der Partner zu bündeln, transparent zu machen und eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen.

Broschüre "Wie MINT-Projekte gelingen!

Die Broschüre „Wie MINT-Projekte gelingen! Qualitätskriterien für gendersensible MINT-Projekte in der Berufs- und Studienorientierung“ unterstützt Durchführende von MINT-Projekten darin, mehr Mädchen und junge Frauen für ihre Projekte zu gewinnen. Denn bestimmte Qualitätskriterien haben einen großen Einfluss darauf, ob Schülerinnen sich für eine MINT-Maßnahme interessieren und anmelden und ob die vorgestellten Berufe als attraktiv wahrgenommen werden.

Projekt "Girls´ Digital Camps"

Um Schülerinnen auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten und sie für alle damit verbundenen Themen und zukunftsweisende Berufe zu begeistern, werden von Oktober 2018 bis Oktober 2020 Girls` Digital Camps in den Wirtschaftsregionen Rhein-Neckar, Ostwürttemberg, Stuttgart und Esslingen, Südlicher Oberrhein/Ortenau und Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe pilothaft erprobt und durchgeführt.

Mädchen und junge Frauen ab Klassenstufe 6 bis Klasse 10 erhalten konkrete Einblicke in digitale Anwendungen und Berufsfelder. Die Teilnehmerinnen stärken durch das praktische Erleben ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit und in der Gestaltung von digitaler Technik und erleben, wie vielfältig, kreativ, zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant digitale Anwendungen und Berufe sind.

Die Girls‘ Digital Camps werden als modulares Angebot in Kooperation mit Schulen und Unternehmen angeboten. Dabei sollen insbesondere auch Schülerinnen erreicht werden, die bislang noch nicht mit der Digitalisierung und den Treiberberufen der Digitalisierung in Berührung gekommen sind. Die Inhalte der Camps orientieren sich dabei gezielt an der Lebenswelt und den Interessen der jungen Frauen.