Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Chancengleichheit ist Standortfaktor

  • Mutter mit Baby (Quelle: Kurhan, Fotolia)

    Image: Kurhan, Fotolia

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine familienbewusste Personalpolitik für Männer und Frauen im Betrieb werden vor dem Hintergrund des demographischen Wandels immer mehr zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

Familienbewusste Personalpolitik ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch die Belange und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt und aufnimmt. Dabei ist die Einbeziehung sämtlicher Lebensphasen notwendig: Von Familien mit Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen bis hin zu Familien mit älteren Angehörigen.
Kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über die personelle Ausstattung eines Großunternehmens und benötigen schnelle, direkte und unbürokratische Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau unterstützt deshalb kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung familienbewusster Personalpolitik mit folgenden Maßnahmen:

familyNET 4.0

Mit dem Modellprojekt „familyNET 4.0“ werden Unternehmen über die Chancen der Digitalisierung für eine familienbewusste und lebensphasenorientierte Personalpolitik im Zeitraum Januar 2018 bis Dezember 2019 beraten und informiert. Die Digitalisierung ermöglicht eine höhere zeitliche und örtliche Flexibilität. Arbeitsmodelle wie mobiles Arbeiten oder Cloud-Working eröffnen dabei neue Potenziale für eine bessere partnerschaftliche Vereinbarkeit beruflicher Belange mit privaten Anforderungen.

Im Rahmen des neuen Modellprojekts sollen mit „Innovation Labs“ in vier Regionen Lösungsansätze erarbeitet werden, die es Unternehmen ermöglichen, die Digitalisierung zur Weiterentwicklung im Bereich „Familienbewusste Personalpolitik und Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zu nutzen und weiterführende Handlungsschritte in die Wege zu leiten.

Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für die Durchführung eines Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ zum Abschluss des Projekts. Die erarbeiteten Kriterien für eine Unternehmenskultur 4.0 werden zudem als Erweiterung in die Auswertung des familyNET-Prädikats um den Aspekt „Digitalisierung“ aufgenommen.

Das Modellprojekt „familyNET 4.0“ baut auf den Strukturen, Inhalten und Erfahrungen des ESF-Projektes familyNET auf. familyNET wird bereits seit 2008 durchgeführt und trägt zur Steigerung einer familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik in Unternehmen bei.

http://www.familynet-bw.de

Leitfaden „Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“

Unternehmen in Baden-Württemberg setzen vermehrt auf familienbewusste Maßnahmen und wollen sich dabei unter Anderem auch in der Betreuung der Kinder ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen engagieren. Dabei sollen die Unternehmen bei der Realisierung solcher Angebote unterstützt werden.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Unternehmen sich bei der betriebsnahen Kinderbetreuung engagieren können. Diese sind nicht zwangsläufig mit hohen Kosten verbunden. Manche Betriebe geben Zuschüsse für eine Kinderbetreuung an die Beschäftigten, andere kaufen Belegplätze in einer Kindertageseinrichtung.
Es gibt die Möglichkeit, Tagespflegepersonen zu beschäftigen oder eigene Betriebskindertagesstätten mit einem verlässlichen Betreuungsangebot für alle Altersstufen einzurichten.
Der Leitfaden „Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“ informiert über die Voraussetzungen, Finanzierung und Fördermöglichkeiten betrieblicher Kinderbetreuung. Er gibt Anregungen und praktische Beispiele, wie betrieblich unterstützte Kinderbetreuung von Unternehmen angeboten werden kann.


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Ansprechpartner

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Andreas Votteler
Referat "Wirtschaft und Gleichstellung"
Schlossplatz 4
Neues Schloss
70173 Stuttgart