Flächenmanagement

Flächenmanagement

Auf unterschiedliche Weise Flächen gewinnen

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Flächenverbrauchsuhr für Baden-Württemberg (Bild: Manfred Grohe, aus dem Bildband „LAND – Natur und Umwelt in Baden-Württemberg“)

Der effiziente Umgang mit Fläche und der Vorrang der Innenentwicklung dienen der Weiterentwicklung bestehender Quartiere und Siedlungsstrukturen, der Stärkung der Innenstädte und Ortskerne sowie der Attraktivität des Lebens- und Wirtschaftsraums, gleichermaßen unterstützen sie den Erhalt der Kulturlandschaft, der Biodiversität und des Naturhaushalts.

Die Fläche unseres Landes ist endlich. Allein in Baden-Württemberg wurden im Jahr 2015 täglich rund 5,2 Hektar naturnaher und land- bzw. forstwirtschaftlich genutzter Flächen für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen in Anspruch genommen, der sogenannte Flächenverbrauch. Das entspricht rund sieben Fußballfeldern. Landesweit summiert sich die Flächenneuinanspruchnahme auf jährlich rund 1.899 Hektar. Die Folgen sind vielfältig:

  • Innenstädte und Ortskerne werden unattraktiv und veröden
  • Gebäude oder ganze Areale fallen brach und bleiben ungenutzt
  • öffentliche Infrastrukturen werden nicht ausgelastet
  • zusätzliche Verkehrsbelastungen werden erzeugt
  • oftmals hohe Folgekosten entstehen
  • die Zersiedelung der Landschaft wird verstärkt
  • natürliche Lebensräume werden zerstört
  • landwirtschaftliche Nutzfläche geht verloren.


Dagegen stehen ein an dem Leitbild „Innen- vor Außenentwicklung“ ausgerichtetes Flächenmanagement und eine nachhaltige kommunale Flächenpolitik für:

  • funktional und sozial gemischte Quartiere mit hochwertigen Außenräumen
  • die Qualifizierung bestehender Gewerbeareale
  • Flächenrecycling und die Revitalisierung innerstädtischer Brachflächen
  • attraktive und vitale Innenstädte und Ortskerne
  • bessere Grundversorgung für Familien sowie ältere Menschen und eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts
  • niedrigere Kosten für die öffentliche Hand sowie Bürgerinnen und Bürger
  • geringerer Energieverbrauch infolge effizienterer Versorgungsstrukturen
  • die Stadt der kurzen Wege
  • sowie die Sicherung ökologisch hochwertiger Freiräume und das Offenhalten von Gestaltungsspielräumen für die nachfolgenden Generationen.


Auch und gerade in Zeiten hoher baulicher Dynamik und hohen Wohnraumbedarfs ist der effiziente Umgang mit Flächen notwendig. Vielerorts bestehen Konkurrenzen um die zur Verfügung stehenden Flächen. Andernorts führen der demografische Wandel und zersiedelte Landschaften zu großen Herausforderungen. Das vorrangige Aktivieren und Nutzen von Flächenpotenzialen im Innenbereich, damit das angemessene Weiterentwickeln der bestehenden Siedlungsstrukturen, sind vor diesem Hintergrund umso wichtiger. Viele Kommunen sind hier schon aktiv. Doch Innenentwicklung ist und bleibt eine herausfordernde Aufgabe und ein stetiger Prozess, der unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure dauerhaftes Engagement, Bewusstsein und Unterstützung erfordert.


Programm Flächen gewinnen

Ausschreibung des Förderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung 2017“ Ausschreibungsunterlagen 2017 (PDF)


Antragsvordruck Teil A (DOC)


Antragsvordruck Teil B (DOC)

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