Stadt Bürger Dialog

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Gute Beispiele für Bürgerbeteiligung

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Stadt Bürger Dialog - unter diesem Motto zeichnete das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau am 12. Mai 2015 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart 15 beispielhafte Kommunen aus, die beim gleichnamigen Projektaufruf ausgewählt worden waren.

Rund 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Vormittag zunächst von dem Künstlerensemble LAUTER LEISE aus Stuttgart mit Rezitationen und Sprechgesang auf das Thema der Veranstaltung - Bürgerbeteiligung und Mitgestalten einer Stadt - eingestimmt worden.

Prof. Dr. Markus Müller. Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg begrüßte alle Anwesenden mit grundsätzlichen philosophischen Gedanken zum Verhältnis von Stadt und Gesellschaft.

Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung und Vielfalt von Beteiligungsmöglichkeiten in einer Stadtgesellschaft und brachte hierbei auch ihre eigenen Erfahrungen als langjährige Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach ein.

Im ersten Impulsvortrag legte Prof. Dr. Klaus Selle von der RWTH Aachen seine Gedanken zur Bedeutung der Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung dar. Er definierte zunächst die verschiedenen Arten von Partizipation und wies unter den Stichworten "Placebo oder Partizipation?" auch auf die aus seiner Meinung kritischen Entwicklungen hin: Wenn Beteiligung ohne tatsächliche Entscheidungsspielräume durchgeführt werde, werde sie schnell zum "Particitainment", so seine These. Mit fünf Leitsätzen für eine "gute Beteiligung" schloss er seinen Vortrag, der auf großes Interesse stieß.

Karl Langensteiner-Schönborn, Baubürgermeister in Konstanz, stellte im zweiten Impulsvortrag die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung - abhängig vom städtebaulichen Kontext, Zielen und Zielgruppen - anhand konkreter Beispiele aus Konstanz vor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Jens Kuderer von der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Artur Maier von der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Sanierungsträger, Martin Müller vom Städtetag Baden-Württemberg und Ralph König aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Bedeutung von Bürgerbeteiligung heute und in Zukunft sowie die Verantwortung von Institutionen und Verbänden für die Etablierung einer Beteiligungskultur.

Die Mittagspause bot neben der Gelegenheit für eine vertiefte Diskussion der Wortbeiträge auch die Möglichkeit, die 15 ausgezeichneten Kommunen in einer Ausstellung kennenzulernen und an ihren Ständen mit den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern ins Gespräch zu kommen.

Höhepunkt des Kongresses war die Preisverleihung, bei der 15 Kommunen für besonders zielgruppenorientierte, kreative und wirksame Beteiligungsverfahren auszeichnet wurden.


Kontakt

Telefonhörer (Quelle: Fotolia, Brian Jackson)

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Referat 25 - Städtebauliche Erneuerung

Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

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