Wohnraumoffensive BW

Innovativ Wohnen BW - beispielgebende Projekte

Grafik mit den Worten Quartier - Gebäude - Mensch
Garagenaufstockung
Beispiel für innovatives Wohnen
Beispiel für Innovatives Wohnen in Tübingen

Im Bereich Innovativ Wohnen BW  wurden in einer ersten Fördertranche drei Projekte ausgewählt, deren Umsetzung finanziell unterstützt wird. Gefördert wird in den Kategorien Quartier – Gebäude – Mensch. Derzeit laufen die Planungen für eine weitere Fördertranche, Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Quartier

Die Volkswohnung GmbH in Karlsruhe beabsichtigt, auf bestehenden Garagenhöfen in einer Nachkriegssiedlung zunächst zwölf Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen aufzustocken und somit schnell realisierbaren, kompakten und überwiegend sozial geförderten Wohnraum für Studierende und Alleinerziehende zu schaffen. Damit wird das Quartier um interessante städtebauliche Akzente ergänzt und durch neue Bewohnergruppen wie Studenten oder Alleinerziehende sozial durchmischt. Das Wohnen „über den Garagen“ ist auf zeitlich begrenzte Lebensabschnitte ausgelegt. Daneben sollen – auch in Abhängigkeit von der langfristigen Quartiersentwicklung – die Versetzbarkeit der Aufbauten sowie die spätere sortenreine Trennbarkeit der Baustoffe erprobt werden. So kann soziale Wohnraumförderung „auf Reisen“ gehen.

Studie zum beispielgebenden Projekt "Quartier" (PDF)

Gebäude

Unter dem Titel „MehrRaum“ plant die Stat Laupheim die Aufstockung einer bestehenden Kindertagesstätte mit 24 sozial geförderten 1-, 2- und 3- Zimmerwohnungen. Das Gebäude ist sehr kompakt und wird in flexibler Modulbauweise aus Massivholz errichtet. Die Besonderheit des Gebäudes liegt in der Parallelnutzung: Durch eine geschickte tageszeitabhängige Mehrfachnutzung von Gemeinschaftsräumen werden Flächen gleichzeitig für die unterschiedlichsten Gruppen nutzbar und können so an anderer Stelle eingespart werden: Ein Mehrzweckraum dient der Kita, dem Jugendtreff oder als Treffpunkt für Abendveranstaltungen. Ein Wintergarten ist nicht nur Erschließungsfläche, sondern auch geschützter Aufenthaltsraum für die Bewohner und regelt nebenbei die Klimatisierung – „MehrRaum“ ist ein ganzes Quartier in einem Gebäude.

Mensch

Die Universitätsstadt gründet die Dachgenossenschaft Wohnen Tübingen, um ein flexibles und lebensphasengerechtes Wohnangebot zu schaffen und gemeinschaftliche Wohnformen zu ermöglichen. Die Genossenschaft „als Dach“ für individuelle Wohnprojekte und Initiativen übernimmt Gründungs-, Bau- sowie Verwaltungsaufgaben und stellt so ein professionelles Management sicher. Über einen Sozialfonds bietet sie Menschen mit geringem oder keinem Vermögen Zugang durch Übernahme der notwendigen Genossenschaftsanteile. Dieser langfristig revolvierende Fonds wird eingangs, um das anfängliche Risiko abzusichern und erste Projekte anzuschieben, aus öffentlichen Mitteln der Universitätsstadt Tübingen und des Landes gespeist.

Studie zum beispielgebenden Projekt "Mensch" (PDF)