Förderung selbst genutzten Wohneigentums

Eigengenutzer Wohnraum

Familie am Esstisch mit Hund (Bild: © rhone)

Mit diesem Förderbereich wird die Bildung selbst genutzten Wohneigentums durch einkommensschwächere Haushalte unterstützt.

Zuwendungsempfänger können sein

  • Ehepaare, Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaften (Paare) und Alleinerziehende mit mindestens einem haushaltsangehörigen Kind,
  • schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnungsbedürfnissen,

wenn diese Haushalte das geförderte Objekt ausschließlich selbst nutzen möchten.

Gefördert werden kann nur, wer die Einkommensgrenzen der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau BW 2020 / 2021 einhält. Keine Förderung kann erhalten, wer bereits über angemessenen Wohnraum verfügt. Das gilt auch, wenn das vorhandene Vermögen ausreicht, um den Antragsteller angemessen mit Wohnraum zu versorgen, so dass eine sozial orientierte Förderung offensichtlich nicht gerechtfertigt wäre.

Kinderlose Paare und Alleinstehende können nach Maßgabe der zur Ergänzungsförderung getroffenen Regelungen in die Förderung einbezogen werden.

Förderfähige Maßnahmen sind:

a) Gefördert wird neben dem Neubau auch der Erwerb neuen Wohnraums. Zudem können Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums einschließlich notwendiger Begleitmaßnahmen unterstützt werden.
Der Standard KfW-Effizienzhaus 55 ist regelmäßige Fördervoraussetzung. Sollen Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen gefördert werden, müssen die verwendeten Einzelteile den Anforderungen der förderfähigen Einzelmaßnahmen entsprechend der Programmatik der KfW genügen.

b) Eine Wohnraumförderung setzt auch hier nicht notwendig eine unmittelbar vorausgegangene bauliche Tätigkeit voraus. Förderfähig ist deshalb auch der Erwerb bestehenden Wohnraums.

Das geförderte Objekt muss für die Förderempfänger geeignet, d.h. je nach Antragsteller familiengerecht und / oder barrierefrei oder zumindest barrierearm gestaltet sein. Es reicht jedoch aus, dass diese Eignung herbeigeführt werden kann und auch soll.

Für die vorgenannten Maßnahmen nach a) und b) wird ein für die Dauer von 15 Jahren zinsloses Darlehen, angeboten. Diese Basisförderung beträgt z. B. für Haushalte mit einem minderjährigen Kind bis zu 200.000 Euro und erhöht sich mit steigender Zahl haushaltsangehöriger minderjähriger Kinder.
Beim Erwerb bestehenden Wohnraums können Kosten für erwerbsnahe Modernisierungen bis zum jeweiligen Darlehenshöchstbetrag der Basisförderung in die Finanzierung einbezogen werden.

Die Basisförderung kann jeweils mit Zusatzförderungen verbunden werden. So für die Erreichung überobligatorischer Effizienzhaus-Standards nach Maßgaben der KfW, die Herstellung von Barrierefreiheit oder Barrierearmut sowie für innovative Bauausführungen bei neu geschaffenem Wohnraum (a).

Zusätzlich zu einem Bestandserwerb kann innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des schuldrechtlichen Erwerbsvertrages unter Einbeziehung und Erweiterung der KfW-Angebote zum energieeffizienten Sanieren und altersgerechten Umbau ein für die Dauer von zehn Jahren zinsloses Darlehen in Anspruch genommen werden (b).

c) Das Förderangebot zum altersgerechten Umbau besteht auch als eigenständige, sogenannte isolierte Anpassungsförderung, d.h. dass keine Förderung für Bau oder Erwerb des Wohnraums vorausgegangen oder begleitend erfolgt sein muss. Die Förderung erfolgt auch insoweit durch ein zinsloses Darlehen, mit dem das KfW-Angebot zum altersgerechten Umbau mit einer weiteren Zinsabsenkung strukturell verbessert wird.

d) Schließlich haben die Empfänger eines Förderdarlehens, aber auch Haushalte, die für ein solches Förderdarlehen nicht in Betracht kommen, jedoch Wohneigentum begründen wollen, die Möglichkeit einer Ergänzungsförderung. Sie kann gewährt werden, wenn nachträglich Kinder in den Haushalt aufgenommen werden und der Haushalt zu diesem Zeitpunkt die maßgebliche Einkommensgrenze einhält.

Entsprechend der Dauer der Zinsvergünstigung beträgt die Dauer der Bindung zur Selbstnutzung 15 Jahre. Bei der Anpassungsförderung des altersgerechten Umbaus gilt der Wohnraum ab Förderzusage der L-Bank für die Dauer der Selbstnutzung, längstens jedoch für fünf Jahre, als zur Selbstnutzung gebunden. Die Bindungsdauer bei der Ergänzungsförderung für ein Familienzuwachsdarlehen beginnt mit Auszahlung der ersten Ergänzungsförderung und endet 15 Jahre nach Gewährung des Familienzuwachsdarlehens.

Empfänger eines Förderdarlehens, aber auch kinderlose Paare und Alleinstehende, die ein Familienzuwachsdarlehen der L-Bank in die Finanzierung einbeziehen, haben die Gelegenheit, ggf. für ein oder mehrere später (innerhalb von zehn Jahren) zu dem Haushalt hinzukommende Kinder eine Ergänzungsförderung zu erlangen.

Weitere Informationen und Antragstellung

Fragen zur Finanzierung können auch an die L-Bank unter der Telefonnummer 0800/150-3030 (kostenlos aus dem deutschem Festnetz oder mit deutschem Mobilfunknetz und –provider; Mo. – Fr. 8.00 bis 16.30 Uhr) oder per E-Mail an wohneigentum@l-bank.de gerichtet werden.

Die L-Bank erteilt zudem Auskunft zu dem Förderangebot der KfW.