Förderung selbst genutzten Wohneigentums

Förderung selbst genutzten Wohneigentums

Eigengenutzer Wohnraum

  • Familie vor einem Neubau (Quelle: 77SG, Fotolia)

In diesem nach der Mietwohnraumförderung zweiten großen Förderbereich wird die Schaffung selbst genutzten Wohneigentums zugunsten einkommensschwächerer Familien mit Kind und schwerbehinderter Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen unterstützt.

Zielgruppen der Förderung sind

  • Ehepaare, Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaften (Paare) und Alleinerziehende mit mindestens einem haushaltsangehörigen Kind (§ 4 Abs.18 LWoFG),
  • schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnungsbedürfnissen (§ 4 Abs. 21 LWoFG).

Kinderlose Paare werden nach Maßgabe der zur Ergänzungsförderung getroffenen Regelungen in die Förderung einbezogen.

Gefördert werden kann nur, wer die Einkommensgrenzen der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau BW 2017 einhält. Wer bereits über angemessenen Wohnraum verfügt, kann keine Förderung erhalten.

Gefördert werden der Bau und Erwerb neuen selbstgenutzten Wohnraums sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung selbst genutzten Wohnraums. Zusätzlich gefördert werden können beim Bau und Erwerb neuen Wohnraums insbesondere ein erhöhter Effizienzhaus-Standard und die Barrierefreiheit entsprechend DIN-Norm.

Daneben wird insbesondere auch der Erwerb bestehenden Wohnraums zur Selbstnutzung (einschließlich erwerbsnaher Modernisierungen) gefördert. Als Zusatzförderung kann ansonsten innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des schuldrechtlichen Erwerbsvertrages in struktureller Erweiterung der KfW-Angebote zum energieeffizienten Sanieren und altersgerechten Umbau ein für die Dauer von zehn Jahren zinsloses Darlehen beantragt werden. Die Förderangebote zum energieeffizienten Sanieren und altersgerechten Umbau selbst genutzten Wohneigentums bestehen auch als eigenständige sogenannte Anpassungsförderung.

Für den Bau und Erwerb neuen Wohnraums, Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung selbst genutzten Wohnraums sowie den Erwerb bestehenden Wohnraums kann grundsätzlich nur ein für die Dauer von 15 Jahren zinsverbilligtes Darlehen beantragt werden. Die Darlehenshöchstbeträge hängen vor allem von der Anzahl der Haushaltsangehörigen ab. Unverändert besteht dabei die Möglichkeit, einen sogenannten Direktzuschuss zu erhalten. Entsprechend der Dauer der Zinsvergünstigung beträgt die Dauer der Bindung zur Selbstnutzung 15 Jahre.

Empfänger eines Förderdarlehens und kinderlose Paare, die für das Vorhaben ein Familienzuwachsdarlehen der L-Bank erhalten, haben die Chance, für ein oder mehrere später in den Haushalt hinzugekommene Kinder gegebenenfalls eine Ergänzungsförderung zu erhalten.

Hinweis:
Um einer vorzeitigen Einstellung dieser Förderangebote entgegen zu wirken, können die Darlehenshöchstbeträge und daraus abgeleitete Zuschussbeträge abgesenkt werden.

Weitere Informationen und Antragstellung


Nähere Informationen finden Sie in der nebenstehenden Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau BW 2017 und auf den Internetseiten der L-Bank.

Die zuständige Wohnraumförderungsstelle des Landratsamts oder bei Stadtkreisen des Bürgermeisteramts des Bauortes erteilt weitere Auskünfte und berät Antragsteller zu ihrem konkreten Vorhaben. Die Kontaktdaten der Wohnraumförderungsstellen finden Sie in der nebenstehenden Übersicht.

Bei Finanzierungsfragen und Auskünften zu den KfW-Angeboten wenden Sie sich bitte an das Expertentelefon der L-Bank unter der Telefonnummer 0800/150-3030 (kostenlos aus dem deutschem Festnetz oder mit deutschem Mobilfunknetz und -provider) oder per E-Mail an wohneigentum@l-bank.de.

Antragsvordrucke der L-Bank erhalten Sie auch bei den Wohnraumförderungsstellen. Die ausgefüllten Förderanträge mit den erforderlichen Anlagen sind bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle einzureichen. Die vollständigen und förderfähigen Anträge werden durch die Wohnraumförderungsstelle der L-Bank als Bewilligungsstelle zur weiteren Bearbeitung zugeleitet.

Der Antragsteller kann mit der Maßnahme nach Eingang des vollständigen und prüffähigen, unterschriebenen Antrags bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle auf eigenes Risiko beginnen; maßgeblich ist das Datum des Posteingangsstempels.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht, soweit er nicht durch die Förderzusage der L-Bank begründet wird.


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