Förderung selbst genutzten Wohneigentums

Förderung selbst genutzten Wohneigentums

Eigengenutzer Wohnraum

  • Familie vor einem Neubau (Quelle: 77SG, Fotolia)

In diesem nach der Mietwohnraumförderung zweiten großen Förderbereich wird die Schaffung selbst genutzten Wohneigentums zugunsten einkommensschwächerer Familien mit mindestens einem Kind sowie schwerbehinderter Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen unterstützt.

Zielgruppen der Förderung sind

  • Ehepaare, Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaften (Paare) und Alleinerziehende mit mindestens einem haushaltsangehörigen Kind (§ 4 Abs.18 LWoFG),

     

  • schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnungsbedürfnissen (§ 4 Abs. 21 LWoFG).
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Kinderlose Paare und Alleinstehende werden nach Maßgabe der zur Ergänzungsförderung getroffenen Regelungen in die Förderung einbezogen.

Gefördert werden kann nur, wer die Einkommensgrenzen der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau Baden-Württemberg 2018/2019 einhält. Wer bereits über angemessenen Wohnraum verfügt, kann keine Förderung erhalten. Das gilt auch, wenn das vorhandene Vermögen ausreicht, um den Antragsteller angemessen mit Wohnraum zu versorgen, so dass eine sozial orientierte Förderung offensichtlich nicht gerechtfertigt wäre.

Gefördert werden Bau und Erwerb neuen selbstgenutzten Wohnraums sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung selbst genutzten Wohnraums. Nicht verlangt, sondern stattdessen zusätzlich honoriert wird im Rahmen der Förderung des Baus und des Erwerbs neuen Wohnraums insbesondere ein erhöhter und damit überobligatorischer KfW Effizienzhaus-Standard (mindestens KfW 55) sowie die eine barrierefreie Gestaltung entsprechend DIN-Norm.
Änderung- und Erweiterungsmaßnahmen werden nun einschließlich notwendiger Begleitmaßnahmen gefördert. Daneben wird insbesondere auch der Erwerb bestehenden Wohnraums zur Selbstnutzung, dies auch einschließlich erwerbsnaher Modernisierungen unterstützt.

Zusätzlich zu diesem Bestandserwerb kann innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des schuldrechtlichen Erwerbsvertrages unter Einbeziehung und Erweiterung der KfW-Angebote zum energieeffizienten Sanieren und altersgerechten Umbau ein für die Dauer von zehn Jahren zinsloses Darlehen in Anspruch genommen werden. Das Förderangebot zum altersgerechten Umbau selbst genutzten Wohneigentums besteht auch als eigenständige sogenannte Anpassungsförderung, d.h. ohne dass ein geförderter Erwerb des Wohnraums erfolgt sein muss.

Für Bau und Erwerb des Wohnraums zur Selbstnutzung sowie für Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung solchen Wohnraums kann grundsätzlich nur ein für die Dauer von 15 Jahren zinsverbilligtes Darlehen beantragt werden.

Die Darlehenshöchstbeträge variieren nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder. Haushaltsangehörige Kinder werden hierbei besonders berücksichtigt.

Die Darlehenshöchstbeträge sind als Festbeträge gestaltet. Soweit der Fremdkapitalbedarf unter dem für den Einzelfall vorgesehenen Darlehenshöchstbetrag liegt, wird der nicht ausgeschöpfte Subventionswert somit als Tilgungszuschuss gewährt.

Unverändert besteht die Möglichkeit, zur Erreichung der Mindesteigenleistungsquote von 15 % der Gesamtkosten (bei erstrangiger Absicherung des Förderdarlehens) einen sogenannten Direktzuschuss zu erhalten, der das Darlehen teilweise ersetzt.

Entsprechend der Dauer der Zinsvergünstigung beträgt die Dauer der Bindung zur Selbstnutzung 15 Jahre. Wird die Selbstnutzung vorher aufgegeben, besteht für den verbleibenden Zeitraum eine Bindung als sozial gebundener Mitwohnraum.

Empfänger eines Förderdarlehens, aber auch kinderlose Paare und Alleinstehende  die über ein Familienzuwachsdarlehen der L-Bank in die Förderung einbezogen werden können, haben die Gelegenheit, ggf. für ein oder mehrere später (innerhalb von sechs Jahren) zu dem Haushalt hinzukommende Kinder eine Ergänzungsförderung zu erlangen.

Hinweis:

Um einer vorzeitigen Einstellung dieser Förderangebote entgegen zu wirken, können die Darlehenshöchstbeträge und daraus abgeleitete Zuschussbeträge abgesenkt werden.

Weitere Informationen und Antragstellung

Nähere Informationen können der nebenstehenden Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau Baden-Württemberg 2018/2019 und den Internetseiten der L-Bank entnommen werden.

Die zuständige Wohnraumförderungsstelle des Landratsamts, bei Stadtkreisen des Bürgermeisteramts des Bauortes erteilt weitere Auskünfte und berät Antragsteller zu ihrem konkreten Vorhaben. Die Kontaktdaten der Wohnraumförderungsstellen finden sich in der nebenstehenden Übersicht.

Fragen zur Finanzierung können an die L-Bank unter der Telefonnummer 0800/150-3030 (kostenlos aus dem deutschem Festnetz oder mit deutschem Mobilfunknetz und -provider) oder per E-Mail an wohneigentum@l-bank.de gerichtet werden. Die L-Bank erteilt zudem Auskunft zu den KfW-Angeboten.

Antragsvordrucke der Bewilligungsstelle (L-Bank) sind auch bei den Wohnraumförderungsstellen erhältlich. Die ausgefüllten Förderanträge mit den erforderlichen Anlagen sind bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle einzureichen. Die vollständigen und förderfähigen Anträge werden durch die Wohnraumförderungsstelle der L-Bank als Bewilligungsstelle zur weiteren Bearbeitung zugeleitet.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht, soweit er nicht durch die Förderzusage der L-Bank begründet wird.


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