Video

„Baden-Württemberg darf den Einstieg in die 5G-Technologie nicht verpassen“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärt im Video die wichtige Bedeutung des Mobilfunkausbaus zur Zukunftssicherung von Baden-Württemberg.
Weitere Videos zum Thema Mobilfunk und 5G

Weshalb  hat der Ausbau des Mobilfunknetzes für Sie eine so große Bedeutung?

Der Ausbau des Mobilfunknetzes ist immens wichtig. 5G ist eine Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation. Mobile Datenübertragung wird damit schneller, zuverlässiger und energieeffizienter als bisher. Unsere Unternehmen im Land können hiervon massiv profitieren. Doch was den 5G-Netzausbau betrifft, sind wir im internationalen Vergleich nur Mittelmaß. Das kann nicht genug sein. In Asien, den USA aber auch in Skandinavien ist man uns teilweise weit voraus.
Unser Ziel muss es sein, hier weltweit führend zu werden.
Wenn sich Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort auch weiterhin international behaupten will, müssen wir beim Ausbau schnell Fortschritte erzielen.

Was versprechen Sie sich ganz konkret von der Einführung des 5G-Mobilfunkstandards?

5G eröffnet ganz neue Chancen für unsere Wirtschaft und Industrie, aber auch für die Verbraucher. Für jeden einzelnen von ihnen. Die Vernetzung von Maschinen, intelligente Energieversorgungssysteme und autonomes Fahren sind nur einige Beispiele. Dank intelligenter Verkehrslenkung findet man in der Stadt schneller einen Parkplatz oder steht weniger im Stau. 

Aber auf dem Weg dorthin müssen aber noch einige Funklöcher geschlossen werden?

Dafür müssen bestehende Funklöcher geschlossen werden. Wir sind ein waldreiches Land mit vielen Tälern und Bergen – wunderschön. Aber schon allein das stellt die Mobilfunkunternehmen beim Mobilfunkausbau vor größere Herausforderungen als beispielsweise in der norddeutschen Tiefebene. Wir erkennen aber auch, dass die Suche nach geeigneten Mobilfunksendeanlagen - nach Standorten- in Baden-Württemberg viel mehr Zeit erfordert als anderswo. Die Menschen wünschen sich zwar alle besseren Mobilfunk, eine bessere Versorgung -wehren sich aber häufig gegen zusätzliche Sendemasten. Mit dieser Einstellung werden wir niemals Funklöcher schließen können.

Ein Grund dafür ist, dass in Teilen der Bevölkerung befürchtet wird, dass von Mobilfunk und speziell von 5G Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen. Wie gehen Sie mit diesen Sorgen um?

In Teilen der Bevölkerung wird befürchtet, dass von Mobilfunk und speziell von 5G Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen. Wir nehmen diese Sorgen sehr ernst. Doch momentan verbreiten sich zahlreiche Verschwörungstheorien, die massiv zur Verunsicherung unserer Bevölkerung beitragen.
Fest steht: Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand gehen von den bislang verwendeten Mobilfunkfrequenzen und auch von den schon bisher für 5G-Anwendungen verwendeten Frequenzen keine gesundheitlichen Risiken aus.

Gilt dies auch für die hohen Mobilfunkfrequenzen?

Für die hohen Mobilfunkfrequenzen besteht weiterer Forschungsbedarf. Deshalb hat das Bundesamt für Strahlenschutz bereits weitere Studien in Auftrag gegeben. Sollten sich Hinweise ergeben, dass diese Frequenzen sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken, müssten wir natürlich umgehend handeln.


Was versprechen Sie sich von der von Ihnen gestarteten Informations- und Kommunikationsinitiative? 

Mit unserer Informations- und Kommunikationsinitiative wollen wir die Diskussion um 5G in konstruktive Bahnen lenken und vor allem über den großen Nutzen der Technologie informieren. Baden-Württemberg darf den Einstieg in diese Technologie nicht verpassen. Um die Chancen der Digitalisierung und 5G zu nutzen, brauchen wir eine breite gesellschaftliche Unterstützung. Hier sind alle gefragt – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.