Initiative Wirtschaft 4.0 BW

Digitalisierung: Eine Chance für Baden-Württemberg

Digitalisierung: Eine Chance für Baden-Württemberg

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Der Begriff Wirtschaft 4.0“ meint die Digitalisierung und Vernetzung aller Branchen. Die baden-württembergische Wirtschaftspolitik bezieht explizit sämtliche Branchen in ihr Engagement zur Digitalisierung der Wirtschaft mit ein – von der Industrie über den Mittelstand sowie Handwerk und Handel bis hin zu Dienstleistungen und der Informations-, Kommunikations- und Datenwirtschaft (IKT). Die Digitalisierung verändert die Art, wie wir leben und wie wir arbeiten. Sowohl auf die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommen große Veränderungen zu. Deshalb ist  Wirtschaft 4.0“ das Thema der Wirtschaftspolitik der kommenden Jahre.

 

Auf Initiative von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut haben Anfang Mai 2017 mehr als 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ gestartet. Damit wollen die beteiligten Partnerinnen und Partner die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer machen. Das Wirtschaftsministerium setzt damit einen zentralen Auftrag aus der Koalitionsvereinbarung um.

Insbesondere der Mittelstand muss noch stärker und konsequenter beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung unterstützt werden, um seine Stellung als starker Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern. Ein gemeinsam im Partnerkreis erarbeitete „Roadmap Wirtschaft 4.0“ zeigt neben zentralen Handlungsfeldern auch erste konkrete Aktivitäten auf, um die Digitalisierung der Wirtschaft voranzubringen. Dafür investiert das Wirtschaftsministerium in einem ersten Schritt rund 16 Millionen Euro.

Neue Projekte „Wirtschaft 4.0 BW“

Zu diesen Aktivitäten gehört die beabsichtigte Förderung regionaler „Digital Hubs“, die modellhafte Erprobung einer Digitalisierungsprämie für kleinere mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, den neuen Innovationsgutschein Hightech Digital sowie die Stärkung des digitalen Wissenstransfer.  Alle Projekte, Förderprogramme, Ansprechpartner und Beispiele aus der Praxis sind auf dem Portal Wirtschaft-digital-bw zu finden.

Wirtschaft 4.0: Baden-Württembergs Ausgangslage

 

Baden-Württemberg hat als Hochtechnologieland mit starken industriellen Branchen und hervorragend qualifizierten Fachkräften ausgezeichnete Startvoraussetzungen für die digitale Zukunft. Eine wichtige Bedeutung haben die insgesamt rund 492.000 kleinen und mittleren Unternehmen, die etwa 62 Prozent der Arbeitsplätze und 58 Prozent des steuerbaren Umsatzes der baden-württembergischen Wirtschaft erwirtschaften. Auch wegen seiner Stärken sowohl im Maschinenbau und in der Automatisierungstechnik als auch bei den Ausrüstern von industriellen Informations- und Kommunikationssystemen ist das Land mittlerweile führend im Bereich der Industrie 4.0-Systeme.

 

Einige baden-württembergische mittelständische Unternehmen sind bei der Digitalisierung schon sehr fortgeschritten, andere stehen noch ganz am Anfang. Wie bei den Konsumenten gibt es auch bei den Unternehmen „Digital Natives“, die sich ganz selbstverständlich mit digitalen Technologien befassen. Andere Unternehmen wollen sich jetzt auf den Weg machen. Einige sehen die Digitalisierung eher skeptisch und bilden die Gruppe der digitalen Neulinge. Auch bei den Branchen gibt es Unterschiede. Die baden-württembergische Industrie hat bundesweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Andere Branchen haben noch Nachholbedarf, wie etwa Teile des Handwerks, des Handels oder bei den Dienstleistungen.

 

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