Projektförderung

Projektförderung

Große Palette der Forschungsförderung

  • Arbeit in einem Biochemielabor (Quelle: NMI, Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen)

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  • Testraum für Mikroelektronik (Quelle:IMS, Institut für Mikroelektronik Stuttgart)

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  • Forschungsauto mit Sensoren, Kamera und intelligenter Hard- und Software (Quelle: FZI, Forschungszentrum Informatik)

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Unternehmen suchen und entwickeln neue Produkte und bringen sie zur Marktreife. Vor allem aber kleine und mittlere Unternehmen können aufgrund ihrer größenbedingten Herausforderungen Hilfestellung im Innovationsprozess gut gebrauchen. Helfen können dabei zum Beispiel Forschungs- und Transfereinrichtungen und auf Risikominderung abzielende Finanzhilfen.

Zu unterscheiden sind folgende Förderarten:

Einzelbetriebliche Förderung

Sie wendet sich an einzelne Unternehmen als unmittelbare Empfänger staatlicher Hilfen. In Baden-Württemberg wird im Bereich der Innovationsförderung das Programm 'Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen' angeboten, das die Inanspruchnahme externer FuE-Leistungen durch Zuschüsse unterstützt.

Die L-Bank bietet im Rahmen der Innovationsfinanzierung für technologieorientierte Vorhaben zinsverbilligte Darlehen an, die über die Hausbank zugänglich sind.

Darüber hinaus gibt es auch auf Bundesebene Programme zur einzelbetrieblichen Technologieförderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wie zum Beispiel

  • das Zentrale Innovationsförderungsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi ) oder
  • "KMU-Innovativ" (KMU-orientierte Öffnung der Fachprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF ).

Europäische Forschungsförderung Horizont 2020

Das Europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "HORIZONT 2020" spiegelt die politischen Prioritäten der Strategie Europa 2020 wieder und bündelt alle forschungs- und innovationsrelevanten Programme der Europäischen Union. Es umfasst für die Jahre 2014 bis 2020 ein Fördervolumen von rund 80 Milliarden Euro und ist damit das weltweit größte Forschungsförderprogramm.

KMU können sich als Einzelantragsteller oder als Kooperationspartner in einem Verbundprojekt mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen an Ausschreibungen des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020 (2014-2020) beteiligen. Im Rahmen des KMU-Instruments werden größere FuE-Projekte und als Vorstufe dazu auch Machbarkeitsstudien gefördert. Die Förderung einzelner Unternehmen ist dabei möglich.

Als weitere Linie der Innovationsförderung wird als Pilotinitiative über zwei Jahre (2015/16) hin "Fast Track to Innovation (FTI)" getestet. FTI verfolgt das Ziel, bahnbrechende technologische oder dienstleistungsbezogene Innovationen mit einem interdisziplinären und transsektoralen Ansatz zeitnah in marktreife Produkte, Verfahren, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle umzusetzen. Das Instrument ist für alle Arten von Einrichtungen offen, u. a. Industrie (KMU und Großunternehmen), Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, welche ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten oder an Horizont 2020 assoziierten Ländern haben. Einzelförderung ist im Gegensatz zum KMU-Instrument grundsätzlich ausgeschlossen.

In Baden-Württemberg steht das Steinbeis-Europa-Zentrum bei allen Fragen zur EU-Forschungs- und Innovationsförderung zur Verfügung.

Förderung von Forschungsprojekten

Die Komplexität moderner Technologien und der Umstand, dass Innovationen häufig in den Schnittmengen verschiedener Technologiebereiche entstehen, macht es immer stärker erforderlich, dass Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen bei der Problemlösung enger zusammenarbeiten. Anreize für solche Kooperationen gibt die Förderung von Forschungsprojekten, der in der Innovations- und Technologiepolitik von Land, Bund, und EU eine besondere Bedeutung zukommt.

Beim Bund sind es vor allem die Fachprogramme des BMBF, aber auch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi. Die Europäische Union legt einen deutlichen Fokus auf die Einbeziehung europäischer Partner.

Die Innovationsberater von Kammern und Wirtschaftsorganisationen bzw. das Steinbeis-Europa-Zentrum beraten zu den einschlägigen Programmen.

Darüber hinaus fördert das Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Technologietransfermanagerinnen und -manager bei Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und regionalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen. Diese haben die Aufgabe, Unternehmen bei ihren Innovationsvorhaben zu unterstützen und ihnen bei der Suche nach geeigneten Forschungspartnern auf Seiten der Wissenschaft zu helfen. Bei folgenden Einrichtungen werden entsprechende Stellen gefördert:

  • Industrie- und Handelskammern: IHK Bodensee-Oberschwaben, IHK Nordschwarzwald, IHK Ostwürttemberg, IHK Reutlingen, IHK Rhein-Neckar, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, IHK Region Stuttgart, IHK Südlicher Oberrhein, IHK Ulm;
  • Handwerkskammern: HWK Karlsruhe, HWK Ulm;
  • Regionale Wirtschaftsförderungseinrichtungen: Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart.


Bei der Forschungsförderung durch das Land stehen vorwettbewerbliche Forschungsthemen im Mittelpunkt, aus denen Ergebnisse mit Breitenwirkung resultieren.

Ein Weg der Verbreitung erfolgt über Kurzberichte, aus denen Inhalt, Ergebnisse und Ansprechpartner zu entnehmen sind.

Aktuelle Förderprogramme und Förderprojekte

Technologischer Ressourcenschutz (Förderprogramm TeRess)

  • Gefördert werden 21 wirtschaftsnahe Forschungsprojekte zur Entwicklung innovativer Verfahren aus drei Themengebieten Metalle, Kompositwerkstoffe sowie neue Werkstoffe und Verfahren in den Jahren 2015 bis 2017. Ziel ist es, besonders versorgungskritische Metalle, wie seltene Erden, oder von Nutzungsbeschränkungen bedrohte Metalle, wie Nickel oder Beryllium, zu recyceln oder zu ersetzen. Die Fördersumme beträgt knapp 10 Millionen Euro.

Innovationen in der Gesundheitsindustrie

  • Im Rahmen der Projektförderung "Gesundheitsindustrie" werden drei große Verbundprojekte unter Beteiligung jeweils mehrerer Institute der Innovationsallianz mit ca. 10 Millionen Euro bis 2018 gefördert:

    • Intelligente Implantate
    • Schnellerer Nachweis antibiotikaresistenter Erreger im Krankenhaus
    • IT-Assistenzsystem zur Verbesserung der Händedesinfektion in deutschen Krankenhäusern

FastStorageBW

  • Die PowerCap-Technologie kann eine Alternative zu klassischen Lithium-Ionen-Technologien und Supercaps darstellen. Im Rahmen des vom Ministerium geförderten Verbundprojektes FastStorageBW wird mit Hochdruck an der Etablierung dieser Zukunftstechnologie „PowerCaps“ in Baden-Württemberg mit weltweiter Vorreiterschaft durch den Einsatz und die Kombination von Hochenergie-Superkondensatortechnologie und neuartiger Hochleistungsbatterietechnologie gearbeitet. FastStorageBW, ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft, investiert aktuell rund 60 Millionen Euro in die Entwicklung dieser Hybridspeicher. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert dieses Projekt mit rund 25 Millionen Euro.

    Mit dem Projekt FastStorageBW wird die Speichermöglichkeit von zurückgewonnener Energie verbessert und die Umsetzung der Energiewende vorangetrieben. In Baden-Württemberg sind alle notwendigen Voraussetzungen auf engstem Raum gebündelt. Es bestehen daher sehr gute Voraussetzungen, um bei dieser Zukunftstechnologie eine weltweit führende Rolle einzunehmen. Die ersten Forschungsergebnisse sind vielversprechend. Die neue Hybrid-Speichertechnologie eröffnet Unternehmen in Baden-Württemberg die Chance auf eine weltweite Marktführerschaft in diesem Gebiet. Selbst in Asien sind bis jetzt keine vergleichbaren Produkte auf dem Markt.

    Fraunhofer IPA - FastStorageBWII

     

Tech Center a-drive

  • Zur Stärkung der Forschung und Entwicklung im Bereich des autonomen Fahrens fördert das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium das Tech Center a-drive.

    Insbesondere zur Intensivierung der Forschung und Entwicklung im Bereich der methodischen Grundlagen wird das Tech Center a-drive einen strategischen Beitrag zur Weiterentwicklung des autonomen Fahrens leisten. Auf Basis bereits gewonnener Erkenntnisse wird die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Umfeld und in Vorbereitung des autonomen Fahrens weiter vorangetrieben und im partnerschaftlichen Zusammenwirken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft langfristige Forschungsthemen identifiziert und bearbeitet.


Banner zum Portal der Innovationsallianz Baden-Württemberg
Geförderte Forschungsprojekte - Kurzberichte

Bestimmung und Modellierung der Einflüsse auf den Reifenrollwiderstand (PDF)


Restwärmenutzung für mobile Anwendungen (PDF)


Entwicklung eines Multiphasenschichtsystems auf Kohlenstoffbasis für den Oberflächenschutz mit Funktionsgarantie» (MuKoFga) (PDF)


Simulationsgestützte Berücksichtigung von Varianten bei der Konzeption von Maschinen und Anlagen (SimVar) (PDF)


Wissensbasierte Engineering Systemumgebung für die Planung von Produktionssystemen (WiES-Pro) (PDF)


GNSS-gestützes LowCost-Multisensorsystem zur mobilen Plattformnavigation und Objektgeoreferenzierung (PDF)


Green Warehouse (PDF)


Voruntersuchungen zu einem Fahrzeugkonzept (PDF)


Integrations- und Demonstrationsplattform multimodale Elektromobilitätslösungen und -dienste (IDP) (PDF)


Entwicklung nanotechnologisch funktionalisierter Textilien unter Minimierung toxikologischer Risiken (TechnoTox) (PDF)


Bioverträgliche Schädelimplantate aus leichtem und wenig wärmeleitendem Keramikfaserverbundwerkstoff (FiberBone) (PDF)


Untersuchung der HCCI–Verbrennung für den Einsatz in einem Freikolbenlineargenerator (PDF)


Studie "Strukturanalyse von Automobilkomponenten für zukünftige elektrifizierte Fahrzeugantriebe" (PDF)


Berührungsloses, induktives und positionstolerantes Ladekonzept für elektrisch angetriebene Fahrzeuge (PDF)


Vermeidung von Oberflächenfehlern beim Pulverbeschichten von feuerverzinktem Stahl (PDF)


Gesamtfahrzeugsimulation eines batterieelektrischen Fahrzeugs (PDF)


Multimodales Mobilitätsmanagement zur Industriealisierung der Elektromobilität (PDF)


Entwicklung einer Systematik zur Bewertung von Verpackungsbereichen (PDF)


Reduzierung der Schallabstrahlung durch umformtechnisch optimierte Bauteile (PDF)


Entwicklung von entscheidungsunterstützenden und entscheidungstreffenden Hilfsmitteln zur Erstellung von Fahrstrategien mit dem Ziel der Unterstützung und Entlastung des Fahrers eines Kfz (PDF)


Erdgasmotor mit innerer Gemischbildung (EDI) (PDF)


Untersuchungen zur Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug im Hinblick auf die Auslegung aktiver Systeme zur Beeinflussung der Fahrzeugdynamik (PDF)


Entwicklung und Verifikation einer Composite-Simulationsmethodik zur Vorhersage des Crashverhaltens von hochbelasteten Fahrzeugstrukturen (CoSiCra) (PDF)


Innovative Technologien zur Gestaltung von Last tragenden Leichtbauteilen aus Kurzfaserverstärktem Thermoplast mit Endlosfaserverstärkungen am Beispiel eines CNG-Tanks (LLBT) (PDF)


Messung des Reifegrades von Technologien (PDF)


Studie zur Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsbedarf für vielstofffähige Kraftfahrzeugantriebe (PDF)