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30. September 2026
Gruppenbild mit EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna (5. von links) und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (4. von rechts)
© Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg

Der Industriestandort Baden-Württemberg steht beispielhaft für viele der wirtschaftspolitischen Fragen, die derzeit auf europäischer Ebene entschieden werden: Wie bleibt industrielle Produktion wettbewerbsfähig? Wie können neue Technologien schneller in die Anwendung kommen? Und wie gelingt es, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa zu halten und neue zu schaffen? Der zweitägige Besuch von EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna bot die Gelegenheit, diese Fragen unmittelbar mit Unternehmen, Verbänden und der Landespolitik zu diskutieren und Erfahrungen aus Baden-Württemberg in die europäische Debatte einzubringen.

Ein Mann mit einer Schutzbrille zeigt auf eine Maschine. Neben ihm ein junger Mann ebenfalls mit einer Schutzbrille der darauf schaut.
© stock.adobe.com/industrieblick

Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse können unkompliziert in verschiedene Unternehmen hineinschnuppern und erleben, welche Berufe am besten zu ihnen passen.

Zum Start des diesjährigen Aktionszeitraumes betont Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Viele Unternehmen zeigen auch in herausfordernden Zeiten ein außerordentliches Engagement in der beruflichen Ausbildung. Sie geben mittels Praktika Schülerinnen und Schülern die Chance, Berufe selbst kennenzulernen und in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern. Der beste Einstieg in den Beruf und einen Betrieb ist das persönliche Kennenlernen. Mit den Praktikumswochen bieten wir jungen Menschen dazu die ideale Gelegenheit. Mit direkten Einblicken können sie sich besser für einen Beruf entscheiden, und auch eine Bewerbung für ein längeres Praktikum oder auf einen Ausbildungsplatz fällt viel leichter, wenn man ein Unternehmen bereits kennt.“

 

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Digital Hub Neckar-Alb in Reutlingen besucht und dabei einen Förderbescheid in Höhe von rund 500.000 Euro übergeben.

Damit ist der Digital Hub auch in der dritten Förderphase weiter Anlaufstelle für den digitalen Strukturwandel von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus investiert bis 2028 insgesamt rund sechs Millionen Euro in die regionalen Digitalisierungszentren an zwölf Standorten im Land.

 
Verleihung Staatspreis Kunsthandwerk
© Ingo Rack

Mit der Verleihung der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ wurde die diesjährige Landesausstellung des Kunsthandwerks eröffnet. 137 ausgewählte Arbeiten zeigen, wie vielfältig, innovativ und überraschend modernes Kunsthandwerk in Baden-Württemberg sein kann.

Staatssekretär Thomas Dörflinger vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg überreichte gemeinsam mit Erwin Promoli, Bürgermeister der Stadt Bad Schussenried, die Auszeichnungen. „Wir zeichnen nicht einfach schöne Dinge aus, sondern Ideen, Können, Qualität und Mut, etwas Neues zu wagen“, betonte Dörflinger bei der Preisverleihung. Unternehmertum finde schließlich nicht nur in großen Firmenzentralen statt, sondern ebenso in Werkstätten und Ateliers. „Baden-Württemberg kann stolz sein, solch kreative Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker im Land zu haben.“

 
Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
© fizkes - stock.adobe.com

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus verlängert das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ („Kümmerer-Programm“) für 2027 und 2028. Gefördert werden 36 Vollzeitstellen bei 20 Kammern, Bildungsträgern und Landkreisen mit rund 3,2 Millionen Euro.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betont „Die wirtschaftliche Dynamik und Innovationskraft Baden-Württembergs hängen unmittelbar von einem starken Ausbildungssystem ab. Gerade angesichts des Fachkräftebedarfs setzen wir seit zehn Jahren konsequent auf das Kümmerer-Programm, um vorhandene Potenziale im Land besser auszuschöpfen. Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bringen Talente, Motivation und Leistungsbereitschaft mit – genau das braucht unsere Wirtschaft.“