Förderprogramm

Überbrückungshilfe Corona

Symbolisches Bild: Ein weißer Kegel steht auf einer roten Brücke

Überbrückungshilfe IV

Mit der Überbrückungshilfe können Unternehmen aller Branchen, die monatliche, Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent erleiden, einen Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten erhalten. Unternehmen und Selbstständige, die über einen mehrmonatigen Zeitraum hinweg besonders schwere Umsatzeinbußen verzeichnen, wird zusätzlich ein Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung gewährt.

Die Überbrückungshilfe IV umfasst die Fördermonate Januar bis Juni 2022.

Die wesentlichen Eckpunkte der Überbrückungshilfe IV sind wie folgt:

  • Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, die in einem Monat des Förderzeitraums einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat erlitten haben.
  • Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet im jeweiligen Fördermonat einen Anteil in Höhe von
    • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent,
    • bis zu 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent und unter 50 Prozent
  • Zusätzlich werden im Förderzeitraum Aufschläge von bis zu 30 Prozent der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gewährt, wenn in mindestens drei Monaten innerhalb des Zeitraums von November 2020 bis Dezember 2021 ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent vorliegt.

Anträge auf Überbrückungshilfe IV für den Zeitraum Januar bis Juni 2022 können ausschließlich über einen prüfenden Dritten auf der Plattform des Bundes unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 15. Juni 2022.

Neustarthilfe Plus

Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen mit weniger als einer Vollzeitkraft, die in der Überbrückungshilfe keine Fixkosten geltend machen, wird mit der Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale gewährt.

Die Neustarthilfe 2022 beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes, maximal aber monatlich 1.500 Euro für die Fördermonate Januar bis März 2022 sowie April bis Juni 2022.

Anträge für die Neustarthilfe werden ausschließlich elektronisch über die Antragsplattform des Bundes gestellt. Die Neustarthilfe kann grundsätzlich sowohl direkt durch die Antragstellerin oder den Antragsteller als auch über prüfende Dritte beantragt werden.

Neustarthilfe und Überbrückungshilfe können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Es wird entweder eine Förderung der Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe oder die Betriebskostenpauschale durch die Neustarthilfe gewährt. Da der landeseigene fiktive Unternehmerlohn an die Überbrückungshilfe gebunden ist, ist eine gleichzeitige Beantragung von Neustarthilfe und dem landeseigenen fiktiven Unternehmerlohn nicht möglich.

Im Rahmen der Neustarthilfe 2022 sind für den Zeitraum Januar bis März 2022 und den Zeitraum April bis Juni 2022 jeweils gesonderte Anträge zu stellen. Die Antragsfrist für beide Förderzeiträume endet am 15. Juni 2022.

Landesseitige Ergänzung der Bundesprogramme um den fiktiven Unternehmerlohn

Bereits seit der Soforthilfe Corona ergänzt das Land die Corona-Programme des Bundes um einen fiktiven Unternehmerlohn, der insbesondere Soloselbstständigen, Angehörigen der Freien Berufe sowie Inhaberinnen und Inhabern von Personengesellschaften und Einzelunternehmen eine bedeutende Stütze ist. Mit dem fiktiven Unternehmerlohn werden diese in Baden-Württemberg ergänzend zur Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Juni 2022 pauschal mit einem Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Monat unterstützt, wenn ein Corona-bedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus für die Überbrückungshilfe zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen (PDF)

Die Antragstellung für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2022 ist noch bis zum 15. Juni 2022 möglich.

Wurde die Überbrückungshilfe IV bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.