Förderprogramm

Überbrückungshilfe Corona

Symbolisches Bild: Ein weißer Kegel steht auf einer roten Brücke

Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus

Der Bund verlängert die Überbrückungshilfe III sowie die Neustarthilfe über den 30. Juni 2021 hinaus. Die Überbrückungshilfe III Plus und die Neustarthilfe Plus umfassen die Fördermonate Juli bis September 2021.

Die Förderkonditionen der Überbrückungshilfe III Plus entsprechen weitgehend den bestehenden Regelungen der Überbrückungshilfe III.

Wesentliche Neuerungen gegenüber der Vorgängerphase sind:

  • Unternehmen, die im Zuge einer Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, wird für den Zeitraum Juli bis September 2021 eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) gewährt. Die Restart-Prämie kann als alternative Unterstützungsmöglichkeit zur bereits in den Überbrückungshilfen bekannten Personalkostenpauschale gewählt werden.
  • Gerichts- und Anwaltskosten für insolvenzabwendende Restrukturierungsmaßnahmen werden mit bis zu 20.000 Euro je Monat gefördert.
  • Die Neustarthilfe für Soloselbstständige erhöht sich von maximal 1.250 Euro auf bis zu 1.500 Euro pro Monat. Im Rahmen der Neustarthilfe Plus können so bis zu 4.500 Euro gewährt werden.

Direktanträge auf Neustarthilfe Plus können seit dem 16. Juli 2021 auf der Antragsplattform des Bundes unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Die Antragstellung für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften durch einen prüfenden Dritten folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Antragstellung in der Überbrückungshilfe III Plus ist am 23. Juli 2021 gestartet.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge endet in allen Programmen am 31. Oktober 2021.

Auch im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus fördert das Land Baden-Württemberg einen fiktiven Unternehmerlohn.

Nachdem der Ministerrat am 13. Juli 2021 die landesseitige Ergänzungsförderung bis Ende September 2021 beschlossen hat, wird der fiktive Unternehmerlohn voraussichtlich im September 2021 zur Verfügung stehen.

Ein fiktiver Unternehmerlohn wird pauschal mit einem Festbetrag von 1.000 Euro pro Monat für den Zeitraum Juli bis September 2021 gewährt, sofern ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe III Plus über die Plattform des Bundes gestellt werden. Wurde die Überbrückungshilfe III Plus bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau für die Überbrückungshilfe zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen (PDF)

 

Überbrückungshilfe III (Plus)

Anträge für die Überbrückungshilfe III können auf der Antragsplattform des Bundes www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de  gestellt werden.

Für die Überbrückungshilfe kann ein Antrag nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberaterinnen und Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüferinnen und vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe III umfasst die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021. Die Überbrückungshilfe III Plus umfasst die Fördermonate Juli bis September 2021.

Die wesentlichen Eckpunkte der Überbrückungshilfe III (Plus) sind wie folgt:

  • Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, die in einem Monat des Förderzeitraums einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.
  • Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von
    • bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 90 Prozent der Fixkosten),
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent,
    • bis zu 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent und unter 50 Prozent

im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

  • Zusätzlich werden Aufschläge von bis zu 40 Prozent der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gewährt, wenn in mindestens drei Monaten innerhalb des Förderzeitraums ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent vorliegt.

 

Neustarthilfe (Plus)

Soloselbständigen und Kleinstunternehmen mit weniger als einem Vollzeitbeschäftigten, die in der Überbrückungshilfe III keine Fixkosten geltend machen, wird in einem Förderzeitraum vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 mit der „Neustarthilfe“ eine einmalige Betriebskostenpauschale gewährt. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Der monatliche Höchstbetrag der Förderung in der Neustarthilfe Plus (Förderzeitraum Juli bis September 2021) wird von maximal 1.250 Euro auf bis zu 1.500 Euro pro Monat angehoben. Im Rahmen der Neustarthilfe Plus können so bis zu 4.500 Euro gewährt werden.

Anträge für die Neustarthilfe werden ausschließlich elektronisch über die Antragsplattform des Bundes gestellt. Sie kann sowohl durch die Antragstellerin oder den Antragsteller direkt als auch über prüfende Dritte über das Bundesportal beantragt werden.

Neustarthilfe (Plus) und Überbrückungshilfe III (Plus) können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Es wird entweder eine Förderung der Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III (Plus) oder die Betriebskostenpauschale durch die Neustarthilfe (Plus) gewährt. Da der landeseigene fiktive Unternehmerlohn an die Überbrückungshilfe gebunden ist, ist eine gleichzeitige Beantragung von Neustarthilfe und dem landeseigenen fiktiven Unternehmerlohn nicht möglich.

Der Bund wird den Antragstellenden beider Programme ein nachträgliches Wahlrecht zwischen der Neustarthilfe und der Überbrückungshilfe III einräumen. Die Antragstellenden können dann von der Neustarthilfe zur Überbrückungshilfe III wechseln und umgekehrt. Zum aktuellen Zeitpunkt ist ein Wechsel zwischen den Programmen noch nicht möglich. Der Bund und sein IT-Dienstleister arbeiten mit Hochdruck an der technischen Umsetzung. Nach Aussage des Bundes soll das nachträgliche Wahlrecht zeitnah innerhalb der Antragsfrist umgesetzt werden. Einzelheiten zum Vorgehen finden Sie auf der Antragsplattform des Bundes.