Förderprogramm

Überbrückungshilfe Corona

Symbolisches Bild: Ein weißer Kegel steht auf einer roten Brücke

Überbrückungshilfe III Plus

Für die Überbrückungshilfe III Plus kann ein Antrag nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberaterinnen und Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüferinnen und vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe III Plus umfasst die Fördermonate Juli bis Dezember 2021.

Die wesentlichen Eckpunkte der Überbrückungshilfe III Plus sind wie folgt:

  • Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, die in einem Monat des Förderzeitraums einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat erlitten haben.
  • Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von
    • bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
    • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent,
    • bis zu 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent und unter 50 Prozent

im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Referenzmonat.

  • Zusätzlich werden im Förderzeitraum Aufschläge von bis zu 40 Prozent der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gewährt, wenn in mindestens drei Monaten innerhalb des Zeitraums von November 2020 bis Dezember 2021 ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent vorliegt.

Anträge auf Überbrückungshilfe III Plus für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 können ausschließlich auf der Plattform des Bundes unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2021.

Neustarthilfe Plus

Soloselbständigen und Kleinstunternehmen mit weniger als einer Vollzeitkraft, die in der Überbrückungshilfe keine Fixkosten geltend machen, wird mit der Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale gewährt.

Die Neustarthilfe Plus beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes, maximal aber monatlich 1.500 Euro für die Fördermonate Juli bis Dezember 2021.

Anträge für die Neustarthilfe werden ausschließlich elektronisch über die Antragsplattform des Bundes gestellt. Die Neustarthilfe kann grundsätzlich sowohl direkt durch die Antragstellerin oder den Antragsteller als auch über prüfende Dritte beantragt werden.

Neustarthilfe und Überbrückungshilfe können nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Es wird entweder eine Förderung der Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe oder die Betriebskostenpauschale durch die Neustarthilfe gewährt. Da der landeseigene fiktive Unternehmerlohn an die Überbrückungshilfe gebunden ist, ist eine gleichzeitige Beantragung von Neustarthilfe und dem landeseigenen fiktiven Unternehmerlohn nicht möglich.

Im Rahmen der Neustarthilfe Plus sind für den Zeitraum Juli bis September 2021 und den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 jeweils gesonderte Anträge zu stellen. Die Antragsfrist für beide Förderzeiträume endet am 31. Dezember 2021.

Landesseitige Ergänzung der Bundesprogramme um den fiktiven Unternehmerlohn

Bereits seit der Soforthilfe Corona ergänzt das Land die Corona-Programme des Bundes um einen fiktiven Unternehmerlohn, der insbesondere Soloselbstständigen, Angehörigen der Freien Berufe sowie Inhaberinnen und Inhabern von Personengesellschaften und Einzelunternehmen eine bedeutende Stütze ist. Mit dem fiktiven Unternehmerlohn werden diese in Baden-Württemberg ergänzend zur Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis Dezember 2021 pauschal mit einem Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Monat unterstützt, wenn ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau für die Überbrückungshilfe zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen (PDF)

Die Antragstellung für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 ist seit dem 14. September 2021 möglich. Für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 ist die Antragstellung seit dem 5. November 2021 möglich.

Wurde die Überbrückungshilfe III Plus bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.