Innovation

Konsortium aus Baden-Württemberg erhält rund 7,9 Millionen Euro für Test- und Erprobungszentrum für KI in der Produktion

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Übergabe des Förderbescheids an Vertreter des Netzwerks AI-Matters in Stuttgart.

Das Netzwerk AI Matters konnte sich in einem von der Europäischen Kommission durchgeführten Wettbewerb um eine Förderung für die Errichtung von Test- und Experimentierinfrastrukturen für KI im Bereich Produktion erfolgreich durchsetzen und erhält nun rund 7,9 Millionen Euro für ein Test- und Erprobungszentrum für KI in der Produktion.

„Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftstechnologie, sie verändert bereits heute fast alle Branchen. Auch für das produzierende Gewerbe gilt es, die Chancen von KI jetzt zu ergreifen und für sich zu nutzen. Uns geht es vor allem um unsere kleinen und mittleren Unternehmen: Sie wollen wir unterstützen, die eigenen KI-Lösungen in Produktionsprozesse zu überführen und zur Marktreife zu bringen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, heute (20. April) anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids an Vertreter des Netzwerks AI-Matters in Stuttgart. „Mit noch mehr ‚KI made in BW‘ wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Baden-Württemberg leisten und gleichzeitig unsere digitale Souveränität in Europa sichern“, so die Ministerin weiter. 

Das Netzwerk AI Matters konnte sich in einem von der Europäischen Kommission durchgeführten Wettbewerb um eine Förderung für die Errichtung von Test- und Experimentierinfrastrukturen für KI im Bereich Produktion erfolgreich durchsetzen. Es besteht aus 25 Einrichtungen aus acht EU-Ländern. Insgesamt erhält das Netzwerk 60 Millionen Euro an Förderung, davon 30 Millionen Euro von der EU und 30 Millionen Euro aus den beteiligten Mitgliedstaaten. Das Konsortium aus Baden-Württemberg, bestehend aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, dem Institut für Elektrische Energiewandlung und der ARENA2036 der Universität Stuttgart, ist zentraler Partner des Netzwerks und erhält rund 3,95 Millionen Euro von der EU. Das Land Baden-Württemberg stellt mit dem heute übergebenen Förderbescheid eine Kofinanzierung in gleicher Höhe.

 „Mit dem Test- und Erprobungszentrum für KI entsteht für die baden-württembergische Wirtschaft eine in Deutschland einmalige Infrastruktur, mit der Unternehmen bei der Einführung von zuverlässiger KI begleitet werden“, sagte der Institutsleiter des Fraunhofer IPA, Prof. Dr. Thomas Bauernhansl, heute bei der Bescheidübergabe in Stuttgart. „Über das mit dem heutigen Förderbescheid vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit der EU kofinanzierte Gesamtprojekt AI-Matters erhalten Unternehmen aus der Region und Deutschland insgesamt zusätzlichen Zugriff auf das geballte Know-how der führenden europäischen Forschungs- und Transferorganisationen für KI, Robotik und Automatisierung“, so Bauernhansl mit Blick auf das europäische Gemeinschaftsprojekt.

Netzwerk AI-Matters

Das Netzwerk AI-Matters wird Unternehmen aus ganz Europa ab 2024 voraussichtlich an sieben Standorten Test- und Experimentieranlagen zur Verfügung stellen. Das Fraunhofer IPA wird die deutschen Partner des Projekts (Fraunhofer IPA, Institut für Elektrische Energiewandlung und ARENA2036 der Universität Stuttgart sowie Physikalisch-Technische Bundesanstalt) koordinieren. Ab Mitte 2024 können Anbieter von KI-basierten Komponenten für das produzierende Gewerbe ihre Leistungen an den AI-Matters-Standorten in realistischer Umgebung testen, bewerten und gegebenenfalls zertifizieren lassen. Gerade auch kleine und mittlere Unternehmen mit Produktionsprozessen sollen ihre konkreten Einsatzszenarien für KI experimentell erproben können. Die Förderphase dauert bis Ende 2027.

Hintergrund zum EU-Wettbewerb

Im Rahmen ihres Programms „Digital Europe“ startete die Europäische Kommission am 15. Februar 2022 den Förderaufruf Cloud Data and TEF (DIGITAL-2022-CLOUD-AI-02). Insgesamt vier als „Testing and Experimentation Facility“ (TEF) bezeichnete Netzwerke in den Bereichen Produktion, Gesundheit, Agrarwirtschaft/Ernährung sowie Smarte Städte sollen mit EU-Mitteln in Höhe von insgesamt 110 Millionen Euro gefördert werden. Diese Förderung wird von den Mitgliedsstaaten in selber Höhe kofinanziert. Zentrales Anliegen aller „Testing and Experimentation Facility“ ist es, KI-Forschungsergebnisse in den genannten Bereichen zu marktfähigen KI-Lösungen weiterzuentwickeln. Weitere Informationen finden Sie unter Testing and Experimentation Facilities under the Digital Europe Programme | Shaping Europe’s digital future (europa.eu). Für eine Bewerbung haben sich Forschungseinrichtungen aus verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten bereits im Vorfeld zu grenzüberschreitenden Netzwerken zusammengeschlossen. Im Bereich Produktion haben sich die deutschen Partner (neben den genannten Einrichtungen ist auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt Projektpartner) mit den international renommierten Forschungseinrichtungen CEA-LIST (Frankreich), DTI-Robotics (Dänemark), Brainport-Industries (Niederlande), CIIRC-CTU (Tschechien), Tecnalia (Spanien), MADE (Italien) und LMS (Griechenland) zum Netzwerk „AI-Matters“ vereint.

Kontakt

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen

Sicherheit ist Wirtschaftspolitik: Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Ausbildung

Unternehmen setzen auch in herausfordernden Zeiten auf berufliche Ausbildung

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die guten beruflichen Perspektiven, die eine Ausbildung eröffnen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
BW-Capital

BW-Capital investiert in HyImpulse

BW-Capital investiert in HyImpulse / Starkes Signal für den Raumfahrtstandort Baden-Württemberg.

Autos auf einem Parkplatz
Audi-Werk

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Hoffmeister-Kraut fordert von Vorstand und Aufsichtsrat klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung, Industrie und Handel mit 1,1 Millionen Euro.

Tourismussommerreise der Ministerin
Tourismus

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf Tourismusreise im Schwarzwald

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut besuchte im Rahmen der diesjährigen Sommerreise zum Thema Tourismus zwei Institutionen im Schwarzwald.

Junge blonde Frau mit Handy in der Hand.
AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW stärkt Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Staatssekretär Thomas Dörflinger steht auf einem Kran udn wird in die Luft gehoben. Der Himmel ist blau.
Sommertour

Viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg gestartet

Staatssekretär Thomas Dörflinger startet viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg.

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Pressemitteilung

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine

Das Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine zeigt Chancen auf für die baden-württembergische Wirtschaft.

Bescheidübergabe Digital Hubs
Pressemitteilung

Baden-Württemberg fördert Digitalisierung der Wirtschaft mit rund 6 Millionen Euro

Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an regionalen Digital Hubs übergeben.

Bescheidübergabe Hahn-Schickard
Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Stärkung resilienter Lieferketten: Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Bescheidübergabe FZI und HdM
Förderung

Baden-Württemberg fördert Robotik-Innovation mit rund 1 Million Euro aus EU-Mitteln

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erhalten für das Projekt „Roboter-Simulacrum“ einen symbolischen Förderscheck in Höhe von einer Million Euro.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsförderung

Neue Zeitrechnung für Risikokapital-Förderung in Baden-Württemberg

Landesgesellschaft: BW-Capital startet operativen Betrieb

Zu sehen ist eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne zur 40-jährigen Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Liaoning
Wirtschaftsrepräsentanz

40 Jahre Partnerschaft: BW und Liaoning setzen auf Kontinuität und Zukunft

Baden-Württemberg und die chinesische Provinz Liaoning feiern am 20. Juli 2026 im Stuttgarter Rathaus das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft.

Elevator Pitch Landesfinale - alle Start-ups
Start-up BW

Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“

Start-up Linq Photonics GmbH aus Heidelberg gewinnt Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“.