Konjunktur

Konjunktur
  • 07.01.2019

Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

  • Großbaustelle bei Sonnenaufgang (Bild: © Smileus)

    Bild: © Smileus

.Zum Jahreswechsel zeigt sich die Konjunktur in Baden-Württemberg in robuster Verfassung. Nach aktuellem Kenntnisstand ist in Baden-Württemberg für das Jahr 2018 mit einem realen BIP-Wachstum zwischen 1,6 und 1,8 Prozent zu rechnen. Damit hat die Konjunktur sich erwartungsgemäß etwas abgeschwächt, allerdings liegt dieser Wert immer noch über dem langfristigen Trendwachstum. Für das Jahr 2019 dürfte sich die zyklische Abschwächung fortsetzen.

Die wirtschaftliche Entwicklung ruht dabei auf dem breiten Fundament einer kräftigen Inlands- und Auslandsnachfrage. Während der Hochkonjunktur der letzten Jahre setzte die boomende Weltwirtschaft starke Impulse für die Ausweitung der heimischen Produktionskapazitäten.

Starke Inlandsnachfrage 2018

Da sich die Wirtschaftsentwicklung zunehmend auf die Binnennachfrage stützt, dürfte sich die Anfälligkeit gegenüber möglichen außenwirtschaftlichen Verwerfungen etwas mildern. Besonders deutlich wird dies bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe: Hier ist das Volumen der Inlandsnachfrage in den ersten zehn Monaten des Jahres 2018 im Vorjahresvergleich mit +4,5 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Auslandsnachfrage mit +2,5 Prozent.

Die produktionsnahen Indikatoren (z.B. Produktion, Umsatz und Auftragseingänge) senden, soweit sie schon für das Jahr 2018 vorliegen, ein relativ einheitliches Signal: Im Vorjahresvergleich solide Wachstumsraten, allerdings Abschwächungen im Jahresverlauf. Die Industriekonjunktur wurde vor allem von der Nachfrage nach Investitionsgütern getragen: die Produktion lag bis Oktober um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Unter den Investitionsgütern entwickelte sich vor allem der Maschinenbau mit einem Produktionsplus von 4,8 Prozent überaus positiv.

Arbeitslosigkeit auf Tiefstand

Als Folge der seit 2010 anhaltenden Wachstumsphase weisen die Produktionsfaktoren in Industrie, Bauwirtschaft und Handwerk einen hohen Auslastungsgrad auf. Das setzt Anreize für Erweiterungsinvestitionen und beflügelt den Arbeitsmarkt. Der Aufbau der Erwerbstätigkeit wird sich auch im Jahr 2019 fortsetzen, wenngleich mit ebenfalls abgeschwächter Dynamik.

Die Anzahl der Arbeitslosen belief sich im Durchschnitt der Monate Januar bis November 2018 auf nur noch rund 196.000 Personen. Das waren immerhin 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im November belief sich die Arbeitslosenquote damit nur noch auf 3,0 Prozent. Entsprechend stieg auch die Erwerbstätigkeit, und zwar um 1,4 Prozent im ersten Halbjahr 2018 zum Vorjahr.

Wirtschaftsdaten für Baden-Württemberg und Deutschland