Konjunktur

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Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

  • Großbaustelle in der Nacht (Quelle: Eisenhans, Fotolia)

Der Aufschwung der baden-württembergischen Wirtschaft hat 2017 an Stärke und Breite gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 2 Prozent zulegen und die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen.

Die Auftriebskräfte in der baden-württembergischen Wirtschaft sind stärker geworden. In der ersten Jahreshälfte beschleunigte sich das Expansionstempo deutlich – die wirtschaftliche Leistung ist um 2,1 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 gestiegen. Neben den Konsumausgaben tragen nun auch das Auslandsgeschäft und die Investitionen zur Expansion bei. Die Exporte zogen in der ersten Jahreshälfte an, und die privaten und staatlichen Investitionsausgaben nahmen kräftig zu. Die Bautätigkeit wurde weiterhin von niedrigen Zinsen und einem erhöhten Bedarf an Wohnraum angeregt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert, allerdings wird sich der Beschäftigungsaufbau verlangsamen, da sich in einigen Bereichen der Wirtschaft der Mangel an geeigneten Arbeitskräften bemerkbar macht. Die Inflation ist im Laufe der letzten Monate deutlich gestiegen, da die Ölpreise nicht mehr zurückgehen und sich vermehrt auch der heimische Preisdruck bemerkbar macht.

Auch in der zweiten Jahreshälfte dürfte die gesamtwirtschaftliche Expansion kräftig ausfallen, wobei das Tempo gegenüber dem ersten Halbjahr nur leicht nachgeben dürfte. Die Geschäftslage und die Erwartungen der Unternehmen liegen immer noch nahe an ihrem Höchststand. Für eine Fortsetzung des Aufschwungs sprechen auch die hohen Auftragsbestände in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Auch die Exporte dürften weiterhin mit hohen Zuwachsraten zulegen. Alles in allem ist zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2017 um 2 Prozent steigen wird.


Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

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