EU-Donauraumstrategie

Netzwerken im Donauraum

Das Schloss Sigmaringen am Ufer der Donau

Flüsse sind seit jeher Lebensadern der Menschen – attraktiv als Wohnraum und als Handelswege. Entlang der Donau reihen sich 14 Staaten, darunter neun EU-Mitgliedsstaaten (Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, Rumänien, die Slowakei, Slowenien die Tschechische Republik, und Ungarn) und fünf nicht-EU-Länder (Bosnien-Herzegowina, die Republik Moldau, Montenegro, Serbien und die Ukraine). Sie bieten Heimat für etwa 115 Millionen Menschen.

Karte der Länder, die zur Donauraumstrategie gehören

 

Für diesen wichtigen Raum entwickelte die Europäische Union die Donauraumstrategie (EUSDR) mit dem Ziel, die Lebensqualität durch nachhaltige Entwicklung in der Donauregion zu verbessern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken. Die Strategie befasst sich mit gemeinsamen Herausforderungen und schafft Synergieeffekte. Dadurch werden die Zusammenarbeit und Vernetzung aller Beteiligten gefördert und die verfügbaren Ressourcen effizient genutzt.

Die im Jahre 2011 verabschiedete Strategie basiert auf der Initiative mehrerer Landesregierungen und anderer lokaler und regionaler Gebietskörperschaften im EU-Teil des Donauraums, die mit Akteuren im Nicht-EU-Gebiet des Donauraums zusammenarbeiten und damit insbesondere die Hoffnung auf eine weitere Annäherung an die EU verbindet.

Baden-Württemberg beteiligt sich maßgeblich an der Donauraumstrategie. Das Bundesland, in dem die Donau entspringt, pflegt enge wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beziehungen mit den Ländern entlang des 3.000 Kilometer langen Stromes und hat ein großes Interesse daran, dass dieser Raum voran kommt und sich immer besser vernetzt.

Gemeinsam mit Kroatien koordiniert Baden-Württemberg den Prioritätsbereich 8 “Priority Area 8 (PA 8)” der Strategie, die sich mit der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im gesamten Donauraum befasst.

Im Rahmen der PA 8 widmen sich fünf Arbeitsgruppen den folgenden Themen:

  • Innovation- und Technologietransfer
  • Clusterkooperation
  • Digitalisierung
  • Künstliche Intelligenz
  • Frauen im Unternehmertum

Für die Förderung der Projekte innerhalb der Strategie stehen keine spezifischen Fonds zur Verfügung. Allerdings sollen die einschlägigen EU-Förderprogramme, insbesondere das Interreg Donauraumprogramm , die sog. Mainstream-Programme (EFRE, ESF) oder anderen thematischen EU-Programme (Horizon Europe; Erasmus+, LIFE…) zur Förderung der Donauraumstrategie beitragen.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
Neues Schloss, Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

Dr. Judit Schrick-Szenczi
Tel. +49 711 123-2402
judit.schrick-szenczi@wm.bwl.de

Svenja Stalf
Tel: +49 711 123-2360
svenja.stalf@wm.bwl.de