EU-Donauraumstrategie

EU-Donauraumstrategie

Netzwerken im Donauraum

  • Ulm an der Donau (Quelle: © arsdigital, Fotolia)

    Bild: © arsdigital, Fotolia

Flüsse sind seit jeher Lebensadern der Menschen – attraktiv als Wohnraum
und als Handelswege. Entlang der Donau reihen sich 14 Staaten, darunter EU-Länder und Beitrittskandidaten. Sie bieten Heimat für etwa 115 Millionen Menschen. Für diesen wichtigen „Donauraum“ entwickelte die Europäische Union eine Strategie mit dem Ziel, neue Impulse für nachhaltiges Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung zu setzen.

Baden-Württemberg beteiligt sich maßgeblich an dieser Donauraumstrategie der EU. Das Land, in dem die Donau entspringt, pflegt enge wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beziehungen mit den Ländern entlang des 3.000 Kilometer langen Stromes und hat ein großes Interesse daran, dass dieser Raum voran kommt und sich immer besser vernetzt.

Gemeinsam mit Kroatien koordiniert Baden-Württemberg im Auftrag der Europäischen Union die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im gesamten Donauraum. Dabei geht es auch darum den Clustergedanken immer stärker zu verbreiten. In Clustern arbeiten unterschiedliche Branchen, forschende und produzierende Einrichtungen locker zusammen – ganz unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“.

Ziel der EU-Strategie ist eine makroregionale Wirtschaftsförderung nach dem Subsidiaritätsprinzip. Danach darf die EU nur tätig werden, wenn die Maßnahmen der Mitgliedstaaten nicht ausreichen und wenn die politischen Ziele besser auf der Gemeinschaftsebene erreicht werden können. Institutionen und Organisationen aus privatem und öffentlichem Sektor in der gesamten Donauregion sind also eingeladen, gemeinsam nachhaltige Projekte zu initiieren. So werden beispielsweise unter Mitwirkung des Steinbeis-Europa-Zentrums sogenannte Donau-Transferzentren errichtet, mit deren Hilfe Forschung und Innovation stärker miteinander verzahnt werden und neue Produkte und Dienstleistungen schneller in den Markt gelangen sollen. Weitere Projekte fördern die berufliche Bildung oder die Qualifizierung von Unternehmern.


Donauraum-Strategie
Weitere Informationen

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 17. Februar 2011 zur Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum Europäisches Parlament


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