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Auszeichnung FOCUS OPEN 2026 und Mia Seeger Preis

CREATE WHAT’S NEXT! Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger für FOCUS OPEN 2026 und Mia Seeger Preis.

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Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne

Die Verleihung des Internationalen Designpreises Baden-Württemberg FOCUS OPEN fand am 5. November im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg statt. Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Leistungen wurden feierlich gewürdigt. Sie wurden zuvor von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. 

Mit dem Internationalen Designpreis Baden-Württemberg FOCUS OPEN macht das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus sichtbar, wie Design Innovationen voranbringt und Unternehmen im Wettbewerb stärkt. Das Ministerium finanziert den Wettbewerb, den das Design Center Baden-Württemberg auslobt und organisiert. Am 5. November wurden im Haus der Wirtschaft in Stuttgart 39 Auszeichnungen verliehen, darunter elfmal FOCUS Gold und der Sonderpreis FOCUS Meta. Parallel wurde der Mia Seeger Preis für den Designnachwuchs vergeben.

Susanne Bay, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Stuttgart, betonte: „Gutes Design verbindet kreative Ideen mit konkretem Nutzen. Es stärkt die Innovationskraft unserer Unternehmen, eröffnet neue Perspektiven und trägt dazu bei, Baden-Württemberg als Wirtschafts- und Kreativstandort zukunftsfähig aufzustellen.“

Prof. Dr. Schäfer, Leiter der Innovationsabteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg, hob hervor: „Auch im Designbereich stellen sich Aufgaben zum Teil neu, gerade an den an den Schnittstellen von Design zu Industrie, Services oder auch dem Handwerk. Zeitgemäße Designpraktiken erfordern daher das Aufzeigen von best practices auch in neuen Anwendungsfeldern sowie die verbindliche Ansprache und die Vernetzung mit den Zielgruppen.“ 

Elf Goldpreise zeigen die Bandbreite von Design

Die mit FOCUS Gold ausgezeichneten Arbeiten reichen von flexiblen Wohn- und Arbeitslösungen über industrielle Anwendungen bis zu barrierefreien Angeboten. An neun der elf Gold-Auszeichnungen sowie am FOCUS Meta sind Unternehmen oder Designbüros aus Baden-Württemberg beteiligt.

Wie sich Räume vielseitiger nutzen lassen, zeigen der Ess- und Arbeitstisch UDO TBL von UDO Design aus Leutkirch, gestaltet von Schuler Produktdesign, und das Raumsystem multistructure & flomo wall+ von Karl Westermann aus Denkendorf, gestaltet von wd3 aus Stuttgart. Der Tisch lässt sich in einen Arbeitsplatz mit zusätzlicher Tischebene und Monitor verwandeln; das Raumsystem ermöglicht flexible Aufteilungen mit verschiebbaren Wänden.

Vier Goldpreise gingen an Projekte für den öffentlichen Raum und die Gesellschaft: das multisensorische Leitsystem von Typenraum für das Betty-Hirsch-Schulzentrum der Nikolauspflege, die von B612 gestaltete Ausstellung „Der Fall Shmuel Dancyger“, die Wanderausstellung „Mehr Leben im Eigenheim“ von VISUELL Studio für Kommunikation im Auftrag des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen sowie das Möblierungssystem „Aufgelegt“ von CITY DECKS aus Mannheim.

Weitere Auszeichnungen erhielten das Lawinenverschütteten-Suchgerät nivia 3D Finder von Rosenberger, gestaltet von factor product, das Patiententerminal HiMed Cockpit 18 proX von Siemens und CaderaDesign sowie das Substratplattenspannsystem 2320 von Andreas Maier aus Fellbach. Es verbindet metallischen 3D-Druck mit der spanabhebenden Nachbearbeitung. Hinzu kommen das Aero-Rennrad Reacto von MERIDA und das Brühgruppenthermometer GBTPro-01 von Geisinger aus Bad Saulgau für klassische Siebträgermaschinen.

Sonderpreis für die Verbindung von Forschung und Gestaltung

Den FOCUS Meta für Produkte und Systeme mit ganzheitlicher Relevanz erhielt der Werkstoff FormLig. Er nutzt Lignin, das in der Papierindustrie als Nebenprodukt anfällt und üblicherweise verbrannt wird. Daraus entstehen biobasierte Gestricke, die sich unter Wärme dreidimensional formen und zu einem stabilen Verbundwerkstoff verarbeiten lassen. Mögliche Anwendungen reichen von Schuhen über Geotextilien bis zur Forstwirtschaft.

Entwickelt wurde das „gestrickte Holz“ in einem Gemeinschaftsforschungsprojekt der Initiative Bioökonomie BW: Beteiligt waren die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung in Denkendorf, TECNARO aus Ilsfeld, Buck aus Bondorf und das Stuttgarter Büro Spek DESIGN. Die Jury würdigte, dass Forschung und Gestaltung von Beginn an gemeinsam auf konkrete Anwendungen hinarbeiteten.

Mia Seeger-Preis 2026

Parallel zum FOCUS OPEN wurde der Mia Seeger Preis an junge Designerinnen und Designer vergeben, bei dem Ideen und Konzepte mit gesellschaftlicher Relevanz im Vordergrund stehen.

Neue Anwendungsfelder und Nachwuchs im Blick

Der FOCUS OPEN greift auch neue Entwicklungen auf: In diesem Jahr wurden die Kategorien „Immersive Medien, KI-Anwendungen“ und „Interior, Spatial Design“ neu zugeschnitten. Damit trägt der Wettbewerb unter anderem der wachsenden Bedeutung eigenständiger digitaler Produkte und Dienstleistungen Rechnung, deren Nutzbarkeit wesentlich von der Gestaltung abhängt.

Mit dem parallel vergebenen Mia Seeger Preis würdigt die Mia Seeger Stiftung Ideen und Konzepte junger Designerinnen und Designer mit gesellschaftlicher Relevanz. Unter dem Motto „Was mehr als einem nützt“ nominierte die Jury in diesem Jahr acht Arbeiten aus mehreren hundert studentischen Einreichungen.

Prämierte Arbeiten bis Januar im Haus der Wirtschaft zu sehen

Die Ausstellung „CREATE WHAT´S NEXT!“ präsentiert die ausgezeichneten Produkte, Dienstleistungen und Konzepte bis zum 25. Januar 2027 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Der Eintritt ist frei. Die Ergebnisse werden außerdem auf der Website des Design Center Baden-Württemberg und im erstmals digital erscheinenden Jahrbuch dokumentiert. Es stellt auch die Unternehmen und Gestaltenden hinter den Arbeiten sowie die Beiträge zum Mia Seeger Preis vor.

Hintergrund zum Wettbewerb

Der FOCUS OPEN wird vom Design Center Baden-Württemberg auf Non-Profit-Basis organisiert und vom Wirtschaftsministerium finanziert. Moderate Teilnahmegebühren ermöglichen auch Start-ups und kleinen Unternehmen, sich dem internationalen Vergleich zu stellen. Über die Auszeichnungen entscheidet eine unabhängige, jährlich wechselnde Fachjury. Das Design Center hat weder Stimmrecht noch Einfluss auf die Bewertung. Die Jury begutachtet die Einreichungen grundsätzlich im Original.

Der sechsköpfigen Jury gehörten 2026 an: Prof. Miriam Irle (interior & product design, München), Klara Kohler (EBO van Weel B.V., Rotterdam), Georg Fuhrmann (LIGHTSHAPE, Stuttgart), Markus Orthey (De’Longhi Braun Household, Neu-Isenburg), Daniel Rauh (SHIFT, Falkenberg) und Christine Zimmermann (Hahn+Zimmermann, Bern).

Ausstellung und öffentliche Führungen

Ort: Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, Ferdinand-von-Steinbeis-Saal, 1. OG, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr; geschlossen vom 24. Dezember 2026 bis einschließlich 3. Januar 2027.

Öffentliche Führungen: 19. November 2026, 3. Dezember 2026 und 21. Januar 2027, jeweils von 17 bis 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen und Pressematerial

Informationen und Bildmaterial: www.design-center.de

Digitales Jahrbuch: https://design-center.de/de/publikationen-337.html

Das Bildmaterial darf ausschließlich für die Berichterstattung über die Aktivitäten des Design Center Baden-Württemberg und unter vollständiger Angabe der jeweils ausgewiesenen Bildrechte verwendet werden. Bitte beachten Sie die Sperrfrist am 5. November 2026 um 19 Uhr.

Pressekontakte: Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart, Telefon 0711/904-10002, E-Mail: pressestelle@rps.bwl.de sowie Pressestelle des Wirtschaftsministeriums, E-Mail:
medien@wm.bwl.de .

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