Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse können unkompliziert in verschiedene Unternehmen hineinschnuppern und erleben, welche Berufe am besten zu ihnen passen.
Zum Start des diesjährigen Aktionszeitraumes betont Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Viele Unternehmen zeigen auch in herausfordernden Zeiten ein außerordentliches Engagement in der beruflichen Ausbildung. Sie geben mittels Praktika Schülerinnen und Schülern die Chance, Berufe selbst kennenzulernen und in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern. Der beste Einstieg in den Beruf und einen Betrieb ist das persönliche Kennenlernen. Mit den Praktikumswochen bieten wir jungen Menschen dazu die ideale Gelegenheit. Mit direkten Einblicken können sie sich besser für einen Beruf entscheiden, und auch eine Bewerbung für ein längeres Praktikum oder auf einen Ausbildungsplatz fällt viel leichter, wenn man ein Unternehmen bereits kennt.“
Kultusminister Andreas Jung ergänzt: „Die Praktikumswochen Baden-Württemberg bieten Schülerinnen und Schülern eine interessante Gelegenheit, die Vielfalt der verschiedenen Berufe kennenzulernen und ihre beruflichen Interessen zu entwickeln. Durch die Praktika können sie wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen, die ihnen bei ihrer beruflichen Orientierung helfen. Ich danke den Unternehmen dafür, dass sie den Schülerinnen und Schüler den praktischen Einblick in ihre Betriebe ermöglichen. Ich bin davon überzeugt, dass Schülerpraktika ein Gewinn für die Schülerinnen und Schüler, aber gleichermaßen auch für die Betriebe in unserem Land sind.“
Die Vermittlungsplattform der Praktikumswochen Baden-Württemberg unterstützt landesweit junge Menschen ab der 8. Klasse bei der Suche nach Tagespraktika in verschiedenen Branchen. Eine Teilnahme steht auch Jugendlichen offen, die nicht mehr die Schule besuchen. Um erste berufliche Kontakte zu knüpfen und daran längere Praktika sowie Ausbildungsverhältnisse anzuschließen, sind die Praktika ein unkomplizierter Weg. Die Anmeldung erfolgt unter https://praktikumswoche.de/regionen/baden-wuerttemberg mit einem kurzen Profil – ohne Lebenslauf und ohne Noten. Auf der Plattform gibt es zudem auch Erklärvideos und weitere Einzelheiten zum Ablauf der Praktika. Für ein Praktikum während der Schulzeit können Schülerinnen und Schüler eine Befreiung vom Unterricht bei der Schule beantragen. Die Registrierung für Jugendliche wie auch für Unternehmen ist geöffnet und für alle kostenfrei.
Statements der Partner der Praktikumswochen Baden-Württemberg
Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, sagt: „Ein oder mehrere Praktika zu absolvieren hilft enorm bei der Berufswahlentscheidung. Man sammelt erste Erfahrungen und Eindrücke, die Berufswelt wird erfahr- und erlebbar. Hinzu kommt, dass die Jugendlichen selbst das Praktikum als eines der wichtigsten Bausteine für ihren Berufswahlprozess bewerten – das wissen wir aus Studien. Des Weiteren können Betriebe sich ihren Nachwuchs sichern, indem sie attraktive Praktika bereitstellen und den Jugendlichen Eindrücke der Arbeits- und Berufswelt vermitteln. Die Unternehmen leisten, indem sie Praktika-Plätze anbieten, einen wertvollen, unverzichtbaren Beitrag für die Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung junger Menschen im Land. Ich bitte sie, in diesem Engagement nicht nachzulassen. Baden-Württemberg braucht jeden jungen Menschen.“
Claus Paal, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag, sagt: „Entscheidend für eine gute Berufsorientierung ist, dass junge Menschen Betriebe und Berufe tatsächlich erleben. Viele wissen gar nicht, welche spannenden Chancen direkt vor ihrer Haustür auf sie warten. Deshalb müssen wir die Türen der Unternehmen weiter öffnen und den Einstieg so einfach wie möglich machen. Die Praktikumswochen schaffen hier eine wichtige Verbindung: ausprobieren statt nur informieren, Menschen kennenlernen statt Broschüren lesen – und vielleicht schon an einem einzigen Tag den Beruf finden, der zu einem passt.“
Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold betont: „Fachkräfte gewinnt man nicht erst mit dem Ausbildungsvertrag. Man muss junge Menschen vorher für einen Beruf begeistern. Gerade im Handwerk gelingt das am besten dort, wo gearbeitet wird: in der Werkstatt, auf der Baustelle oder im Salon. Wer selbst mit anpackt, erlebt unmittelbar, wie vielseitig, anspruchsvoll und sinnstiftend unsere Berufe sind. Die Praktikumswochen schaffen genau diese Begegnungen und sind damit ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel langfristig zu begegnen.“
Peter S. Krause, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall: „Wer nur Berufsbeschreibungen liest, weiß noch lange nicht, welcher Beruf wirklich zu ihm passt. Junge Menschen müssen berufliche Praxis erleben, Aufgaben im Betrieb ausprobieren und ihre eigenen Talente entdecken können. Genau dafür sind die Praktikumswochen ideal: Die Tagespraktika sind unkompliziert, praxisnah und geben Jugendlichen Orientierung. Gleichzeitig ermöglichen sie den Unternehmen, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber persönlich kennenzulernen. Und nicht selten wird aus einem ersten Praktikum später ein Ausbildungsverhältnis.“















