U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

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Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug

„Mit ‚U-Shift II‘ wird eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in autonomen, vernetzten und flexiblen Mobilitätskonzepten steckt. Das Projekt steht beispielhaft für die Innovationskraft Baden-Württembergs: Forschungseinrichtungen und Unternehmen haben gemeinsam Zukunftstechnologien entwickelt und erprobt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse stärken unseren Wirtschafts- und Innovationsstandort und schaffen wichtige Grundlagen für die Mobilität von morgen“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, bei der Abschlussveranstaltung.

Variable Einsatzmöglichkeiten

Das U-Shift-Projekt, an dem eine Vielzahl von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt und Bürgerinnen und Bürger eng eingebunden waren, konzentriert sich auf die Entwicklung und Erprobung von innovativen Technologien und Konzepten für eine umweltfreundliche und effiziente Mobilität vor allem im urbanen Raum. Im prototypisierten Fahrzeug sind zahlreichen Sensoren wie Kameras, Radar und Laser eingebaut, die dafür Sorge tragen, dass sich das autonom fahrende Fahrzeug auf der Fahrbahn und in der Umgebung zurechtfindet. Erforderlich ist dafür ein fein kalibriertes Zusammenspiel von Steuerung, Sensorik und Software.

Die fahrende Plattform, das sogenannte Driveboard, ist das Herzstück der Entwicklung. Beim Wechsel der darauf fahrenden austauschbaren Aufbauten, sogenannte Kapseln, ist kein menschliches Eingreifen erforderlich. So kann dasselbe Fahrzeug vielseitig und bedarfsgerecht eingesetzt werden und nach nur kurzen Wechseln eine rollende Kindertagesstätte, ein Medikamententransport oder eine mobile Arztpraxis sein. Damit entstehen neue Möglichkeiten für eine effiziente und nachhaltige Mobilität.

„Vernetztes, softwaregestütztes Fahren ist eine Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung der Zukunft. Wer die Technologien von morgen entwickeln will, muss heute den Mut haben, neue Wege zu gehen. Mit der Förderung des Projekts mit rund 10 Millionen Euro investiert das Land in die mobile Zukunft. Mit ‚U-Shift II‘ wurden wichtige technologische Grundlagen geschaffen und die Praxistauglichkeit innovativer Mobilitätskonzepte unter Beweis gestellt. Solche Projekte stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und tragen dazu bei, dass Wertschöpfung, Innovation und Arbeitsplätze auch künftig in Baden-Württemberg erhalten bleiben“, so die Wirtschaftsministerin.

Autonome, fahrerlose und elektrische Fahrzeugkonzepte ermöglichen eine neue Art der Modularität und damit auch neue Produkte und Geschäftsmodelle. Die Anschlussfähigkeit des Konzepts an andere Transportmodi wie Schiene, Seilbahnen und Lufttransport eröffnet fundamental neue Transportketten. Der Abschluss des „U-Shift II“ Projekts markiert nicht nur den erfolgreichen Endpunkt einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsphase, sondern stellt auch ein Auftakt zur weiteren Umsetzung dar. Die entwickelten Lösungen und Konzepte müssen nun kontinuierlich weiterentwickelt werden, um in der Praxis angenommen zu werden und ein skalierbares Geschäftsmodell aufzubauen.

Hintergrundinformationen

Forschungsbetrieb mit U-Shift bereits 2023 auf der Bundesgartenschau

„U-Shift II“ ist ein Leuchtturmprojekt des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg (SDA). Den ersten fahrbaren, noch ferngesteuerten Prototyp hatten die Projektpartner bereits im September 2020 beim Jahrestreffen des SDA vorgestellt. Im Rahmen des praxisnahen Forschungsbetriebs war ein Prototyp des Fahrzeugkonzepts für ein halbes Jahr auf dem Gelände der Bundesgartenschau (BUGA) 2023 in Mannheim unterwegs. Rund 10.000 Personen fuhren mit ihm auf einer speziellen Strecke über das Gelände der BUGA und legten insgesamt 2.800 Kilometer zurück.

Über das Projekt „U-Shift II“

Unter der Projektleitung und -koordination des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Standort in Stuttgart forschten und arbeiteten die Partner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) und das Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV), das Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik (MRM) an der Universität Ulm und das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) an innovativen Fahrzeugkonzepten. Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg förderte das Projekt „U-Shift II“ mit rund 10 Millionen Euro.

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