Energiewende

Grenzach-Wyhlen für Reallabor der Energiewende ausgewählt

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute (18. Juli) den Vorschlag „H2 Wyhlen“ der Energiedienst AG als Gewinner im Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende‘‘ ausgezeichnet. Mit den Reallaboren werden zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab erprobt. „Das ist ein großer Erfolg für Baden-Württemberg, dass unser Projektvorschlag den Zuschlag erhalten hat. Mit unserem Leuchtturmprojekt Power-to-Gas konnten wir die wesentlichen Grundlagen für das neue Reallabor in Grenzach-Wyhlen schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Das Wirtschaftsministerium fördert das Leuchtturmprojekt mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.

„Um unsere Bemühungen für den Klimaschutz zu verstärken, müssen wir auch neue Wege gehen. Der verstärkte Einsatz regenerativer, synthetischer Kraftstoffe wie Wasserstoff kann hierbei eine zentrale Rolle spielen“, sagte Hoffmeister-Kraut in Stuttgart. „Für die Sichtbarkeit und Wirtschaftlichkeit neuer Technologien ist eine Erprobung im realen Betrieb unverzichtbar. Der Mut und die Entschlossenheit der Energiedienst AG, hier in neue Technologien zu investieren, verdient Anerkennung. Das zeigt aber auch, dass Power-to-Gas keineswegs mehr eine Technologie nur für das Labor ist‘‘, so die Ministerin weiter.

In der Elektrolyse-Anlage in Grenzach-Wyhlen wird mit Ökostrom aus dem dortigen Wasserkraftwerk sogenannter „grüner“ Wasserstoff erzeugt. Mit dem neuen Reallabor soll die bereits bestehende Infrastruktur mit dem angrenzenden Quartier und Industrieareal zu einem Testraum weiter ausgebaut werden. Zentrales Thema im Wettbewerb ist die Erzeugung von CO2-armem Wasserstoff. Der in Grenzach-Wyhlen erzeugte Wasserstoff ist so rein, dass er auch als Kraftstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge genutzt werden kann.

Hoffmeister-Kraut hatte an der Einweihung der Power-to-Gas Anlage im vergangenen Jahr selbst teilgenommen. „Ich freue mich, dass die Arbeiten nun im Rahmen eines Reallabors fortgeführt werden und wir die nächste Stufe der industriellen Wasserstofferzeugung und Anwendung erreichen können.‘‘

Hintergrundinformationen:

Die „Reallabore der Energiewende“ bieten Unternehmen die Gelegenheit, technische sowie nicht-technische Innovationen umzusetzen und in einem realen Umfeld in Zusammenarbeit mit Forschern zu testen. Damit sollen innovative Energietechnologien und Konzepte, die ein großes Potenzial für wirksamen Klimaschutz bei der Umgestaltung des Energiesystems aufweisen, jedoch eine Marktdurchdringung noch nicht erreicht haben, vorangebracht werden.

 

 

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