Die Konzipierung des Projekts wird von einem Wissenschafts-Konsortium bis Ende 2026 umgesetzt.
Drohnen- und Drohnenabwehrtechnologien aus Baden-Württemberg
Vor dem aktuellen Hintergrund einer hochdynamischen Entwicklung bei Drohnen und Drohnenverbünden mit steigender Bedrohungslage, hohem Handlungsdruck und kurzen Innovationszyklen ist der Aufbau eines entsprechenden Kompetenz-Zentrums von strategischer Bedeutung.
Das geförderte Konsortium verfolgt einen ganzheitlichen End-to-End-Ansatz, bei dem das Produktsystem Drohne von der technologie- und anwendungsnahen Entwicklung über modulare Baukästen, skalierbare Produktions- und Lieferkettenkonzepte bis hin zu Erprobung, Demonstration, Transfer und Ausbildung gedacht wird.
Dazu Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung eigener Drohnenkompetenzen sowie eine entsprechende Abwehr dafür im militärischen und zivilen Einsatz sind dringend notwendig. Die aktuelle Kriegsführung inklusive der dafür notwendigen Aufklärung, sowie unterschiedlichste kriminelle Handlungen setzen massiv auf den Einsatz unterschiedlicher Drohnen, bei denen wir technologisch die Nase vorn haben müssen.“
Das Vorhaben bildet daher einen essentiellen Nukleus zur Errichtung eines nachhaltigen und zukunftsgerichteten Transfer-, Entwicklungs- und Umsetzungshubs, von dem viele Wirtschaftszweige in Baden-Württemberg profitieren können.
Zudem kann das geplante Vorhaben eine gewichtige Fähigkeitslücke schließen, da Baden-Württemberg bisher über keine landeseigene Initiative zu dieser Thematik verfügt. Dies wiederum kann perspektivisch einen großen Mehrwert für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Innovationen im Land haben.
Bei erfolgreichem Aufbau des geplanten Innovations- und Transferzentrums für Drohnen und Drohnenabwehr treibt dieses Vorhaben den Hochlauf der Sicherheits- und Verteidigungsbranche voran. Es bietet Mehrwerte bei der Entwicklung innovativer, kompetenter und benötigter Produkte im Verteidigungsbereich, was letztlich auch auf die Gesamtverteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit Deutschlands einzahlt.
Informationen zum Projekt
Das mit zirka 300.000 Euro geförderte Vorhaben verfolgt über eine Laufzeit von gut fünf Monaten die Umsetzung der Initialphase des eigentlichen Zentrums. Dabei sollen wichtige Vorarbeiten wie die Erarbeitung von Governance-, Transfer- und Vergabemodellen, die Konzeption und Ausarbeitung von modularen Baukästen für Drohnen und Drohnenabwehr, sowie der Aufbau und die Koordination des Industrie- und Anwendernetzwerks umgesetzt werden.
Übergeordnetes Ziel des zu errichtenden Innovations- und Transferzentrums ist es, die technologische Souveränität, die industrielle Resilienz sowie die sicherheits- und verteidigungsrelevanten Fähigkeiten des Landes im Bereich unbemannter Systeme signifikant zu stärken. Dafür soll in Karlsruhe mit den beteiligten Forschungseinrichtungen ein zentraler Transfer-, Entwicklungs- und Umsetzungshub für das Innovationsökosystem Drohne und Drohnenabwehr etabliert werden. Dabei wird die systematische Vernetzung, Integration und Überführung bestehender Kompetenzen in anwendungsfähige, industrielle und skalierbare Lösungen fokussiert.
Die Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal, sowie das wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

















