DIGIPEG

Wirtschaftsministerium fördert innovatives, digitales und bundesweit einzigartiges Projekt „DIGIPEG“ zur Integration älterer Arbeitsloser

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„Wir müssen die Arbeitsmarktintegration Älterer und deren Chancen, wieder in Arbeit zu kommen, noch weiter verbessern“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (13. August) in Stuttgart. „Wenn ältere Menschen arbeitslos werden, haben sie oftmals größere Schwierigkeiten eine erneute Anstellung zu finden als jüngere Menschen. Da Ältere häufig ein hohes Bildungsniveau und wertvolle Berufserfahrung aufweisen, sind sie wichtige und dringend benötigte Fachkräfte“, so Hoffmeister-Kraut.

„Unser Ziel ist es, älteren Arbeitslosen durch ein digitales Unterstützungsformat dabei zu helfen, ihren Weg in Beschäftigung erfolgreich zu gehen. Unser Projekt ‚DIGIPEG‘ ist innovativ, digital und bundesweit einzigartig“, betonte Hoffmeister-Kraut. Im Rahmen des Projekts „DIGIPEG“, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit 195.500 Euro gefördert wird, werden an der Universität Ulm digital vernetzte und anonyme Peer-Gruppen mit Arbeitslosen ab 50 Jahren aufgebaut. Neben persönlichen Beratungsgesprächen durch die Fachkräfte der Arbeitsagenturen und Jobcenter, können sich Betroffene in vergleichbaren Lebenslagen über einen Messenger-Dienst austauschen und von der gegenseitigen Unterstützung profitieren. Der gegenseitige Austausch, beispielsweise über Jobmessen, Erfahrungen mit Jobportalen, Bewerbungen oder Weiterbildungen, soll für die Betroffenen sowohl eine informative als auch eine emotionale Stütze darstellen.

„Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass aufgrund des zusätzlichen Austauschs von Tipps und Informationen durch die digitale Peer-Group in den persönlichen Beratungsgesprächen mehr Zeit für komplexere individuelle Probleme bleibt“, so die Arbeitsministerin weiter. Das Onlineformat beseitige außerdem räumliche und zeitliche Hindernisse. „Und Menschen, deren digitale Kenntnisse bisher eher gering waren, werden so gleichzeitig an moderne Informations- und Kommunikationstechnologien herangeführt“, hob Hoffmeister-Kraut hervor. Das Projekt sei eine wertvolle Ergänzung zum Landesarbeitsmarktprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“.

Die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm untersucht, ob sich – wie bei anderen Peer-Group-Projekten auch – durch diesen vielversprechenden, modernen und innovativen Ansatz Erfolge erzielen lassen. Nach Einschätzung der Universität Ulm können mit dem Projekt bis zu 2.000 ältere Arbeitslose erreicht werden. Das baden-württembergische Projekt mit einer Laufzeit von Februar 2019 bis Dezember 2020 ist bundesweit einzigartig und wird auch von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt.

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