5G-Frequenzen

Zur heutigen Beratung über die Vergaberegeln der Versteigerung der 5G-Frequenzen im Frühjahr 2019

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat angesichts der fortdauernden Kritik am Vergabeverfahren der 5G-Lizenzen für die Zukunft eine Neuregelung der Vergabebedingungen gefordert: „Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist das A und O, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb in der ersten Liga mitspielt. Denn nur mit einer hervorragenden flächendeckenden Mobilfunkversorgung können unsere Unternehmen neue Geschäftsmodelle im Bereich Industrie 4.0 oder Mobilität erfolgreich verfolgen. Deshalb ist es gut, wenn die anstehende Vergabe rasch umgesetzt wird. Gleichzeitig müssen wir endlich ein deutliches Zeichen für eine bessere Mobilfunkversorgung in der Fläche setzen.“

Der Staat dürfe nicht allein auf Milliarden-Einnahmen durch die Ersteigerung von Frequenznutzungsrechten setzen, kritisierte die Ministerin. Sie forderte den Bund wie die Bundesnetzagentur dazu auf, schon jetzt die nächste Frequenzvergabe für die im Jahr 2025 verfügbaren Frequenzen ins Visier nehmen. Denn gerade diese Frequenzen eigneten sich besonders für die Versorgung in der Fläche. Über deren Vergabe und die damit verbundenen Versorgungsverpflichtungen soll bereits 2021/2022 entschieden werden. Hoffmeister-Kraut: „Über die Frage, in welcher Form diese Frequenzen dann vergeben werden, sollten wir bereits jetzt einen intensiven Diskussionsprozess starten. Ich bin sehr dafür, dass wir diese Diskussion ergebnisoffen führen und auch über alternative Vergabemodelle wie z. B. die Verlängerung der Frequenznutzungsrechte oder eine vorgeschaltete Negativversteigerung nachdenken.“

„Wir sollten prüfen, ob der Staat nicht besser die Kosten für den Frequenzerwerb senkt und dafür die Telekommunikationsanbieter zu einem deutlich intensiveren 5G-Ausbaus verpflichtet“, erklärte Hoffmeister-Kraut mit Verweis auf das französische Modell. „Diese Milliarden sind weit besser in den direkten Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen investiert. Damit könnten wir die Voraussetzungen für eine echte flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland schaffen.“

Die Wirtschaftsministerin wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es eine wichtige Voraussetzung für ein leistungsfähigeres Mobilfunknetz sei, die Akzeptanz in der Bevölkerung für zusätzliche Sendemastanlagen zu erhöhen. „Letztlich müssen wir die Mobilfunkunternehmen auch in die Lage versetzen, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Versorgungsauflagen auch erfüllt werden können.“

 

Weitere Meldungen

Ministerium für Wirtschaft
Verleihung

Ministerin Hoffmeister-Kraut verleiht Wirtschaftsmedaille des Landes

Ministerin Hoffmeister-Kraut verleiht Wirtschaftsmedaille des Landes für besondere Verdienste um die baden-württembergische Wirtschaft.

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop / ©Kobu Agency / Unsplash
Mentroinnen-Programm für Migrantinnen

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen: Erfolgreich auf dem Weg in den Beruf

Portrait von Michael Kleiner
Carbon-Management

Baden-Württemberg treibt Carbon Management voran

Baden-Württemberg treibt Carbon Management voran: Industrielle Wertschöpfung sichern, Klimaschutz ermöglichen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Auszeichnung

Auszeichnung FOCUS OPEN 2026 und Mia Seeger Preis

CREATE WHAT’S NEXT! Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger für FOCUS OPEN 2026 und Mia Seeger Preis.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Automobilstandort

Bedingungen für Investitionen und Beschäftigung in der Automobilwirtschaft

Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen jetzt Entscheidungen für die Zukunft unseres Automobilstandorts“.

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Hightech trifft Backstube

Modernisierung der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim abgeschlossen.

Logo
Start-up BW

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Frühe Finanzierung für Unternehmen: Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf.

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Zulieferertag Automobilwirtschaft BW 2026

Zwischen Kostendruck und Strukturwandel - Wie Baden-Württembergs Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Start-up BW Local
Start-up BW

„Start-up BW Local“ – der Landeswettbewerb für gründungsfreundliche Kommunen

„Start-up BW Local“ – der Landeswettbewerb für gründungsfreundliche Kommunen – zeichnet 23 Kommunen und Kommunalverbünde aus.

Delegationsreise China
Reise

Staatssekretär zu Reise nach China aufgebrochen

Staatssekretär besucht Empfang anlässlich Partnerschaftsjubiläum in Liaoning und informiert sich über wirtschaftspolitische Schwerpunkte Chinas.

Radarsatellit umrundet die Erde.
Förderung

Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro unterstützt

Baden-Württemberg unterstützt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Bundesrat

Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Jahrelanger Einsatz zahlt sich aus: Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit HANDWERK BW und baden-württembergischen Handwerksunternehmen nach Rumänien.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Berufliche Ausbildung

„Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird weiter ausgebaut

Das Ministerium für Wirtschaft Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg baut das Förderprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ weiter aus.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Zumeldung

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe – Klares Bekenntnis zum Standort in Baden-Württemberg.