Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an die regionalen Digital Hubs Ostwürttemberg, Rhein-Neckar, Heilbronn-Franken und Schwarzwald-Baar-Heuberg übergeben. Die Digital Hubs erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von rund 500.000 Euro. Bis 2028 investiert das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus insgesamt rund sechs Millionen Euro in die regionalen Digitalisierungszentren an zwölf Standorten im Land.
„Die regionalen Digital Hubs ermöglichen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, digitale Innovationen voranzutreiben und die Chancen der Digitalisierung gezielt zu nutzen. Mit einem breit gefächerten Unterstützungsangebot machen sie Digitalisierung praxisnah erlebbar und begleiten Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Innovations- und Digitalisierungsmaßnahmen. In den vergangenen Jahren konnten auf diese Weise rund 1.400 Digitalisierungsprojekte initiiert werden. Dadurch leisten die Digital Hubs einen entscheidenden Beitrag, die Digitalisierung in die Fläche des Landes zu bringen. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft unserer baden-württembergischen Unternehmen ist das von großer Bedeutung“, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, anlässlich der Bescheidübergabe.
Digital Hub Ostwürttemberg: Als „digiZ“ bereits fest in der Wirtschaftsregion etabliert
Das digiZ Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine zentrale Anlaufstelle, um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und konkrete Vorhaben im Strukturwandel umzusetzen. Mit Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd ist das digiZ in der gesamten Region seit 2018 präsent. Unternehmen profitieren von den vielfältigen Schulungs- und Workshop-Angeboten der digiZ Lernwelt, interaktiven Demonstrationswelten vor Ort sowie umfassenden Beratungsdienstleistungen. Diese reichen unter anderem vom CyberSicherheitsCheck über die Integration immersiver Technologien in Geschäftsprozesse bis hin zur Digitalisierung in der Produktion, etwa durch den Einsatz von Robotik und Automatisierung. Das digiZ wird von der IHK Ostwürttemberg sowie dem Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis getragen und erhält für die dritte Förderphase eine Förderung von rund 500.000 Euro für zwei Jahre.
Digital Hub Rhein-Neckar: KI-Potenziale für KMU erschließen
Der Digital Hub Rhein-Neckar eröffnet KMU neue Wege, digitale Innovationen für ihre Geschäftsmodelle und Prozesse nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Angebote rund um KI, Industry Tech und Cybersicherheit. So können Unternehmen neue Technologien kennenlernen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten entwickeln. Über ein KI-gestütztes Matching bringt der neue Digital Hub zudem Unternehmen mit passenden Start-ups und Lösungsanbietern zusammen und schafft so wertvolle Impulse für den digitalen Strukturwandel in der Region.
Im Projektkonsortium sind neben dem Gründerzentrum innoWerft Walldorf GmbH, die Stadt Mannheim sowie die Innovationsplattform Digital Hub Rhein-Neckar GmbH beteiligt. Der Digital Hub wird für zwei Jahre mit rund 500.000 Euro gefördert.
Digital Hub Heilbronn-Franken: Unternehmen bei digitalen Strukturwandelprozessen begleiten
Seit 2019 begleitet der Digital Hub Heilbronn-Franken Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft und bietet praxisnahe Angebote für die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben. Mit Digitalisierungs-Checks, der Moderation von Strukturwandelprozessen und Formaten wie „KI zum Anfassen“ erhalten KMU Orientierung, Wissen und konkrete Impulse für den Einsatz neuer Technologien. Durch Barcamps und Hackathons bringt der Hub Unternehmen mit Start-ups und Technologieanbietern zusammen und schafft neue Möglichkeiten für Innovation und Zusammenarbeit in der Region.
Der Digital Hub wird vom Trägerunternehmen hfcon GmbH & Co. KG geführt. Ebenso sind das Innovationszentrum Futurelabs gGmbH sowie die Hochschule Heilbronn Teil des Konsortiums. Der Digital Hub wird für zwei Jahre mit rund 500.000 Euro gefördert.
Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg: Echtzeitdaten für effizientere Prozesse nutzen
Der Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg eröffnet Unternehmen in der Region vielfältige Möglichkeiten, digitale Technologien kennenzulernen und für die eigene Weiterentwicklung nutzbar zu machen. Mit Standorten in Tuttlingen, St. Georgen und Villingen-Schwenningen sowie ergänzenden Pop-up-Formaten bietet der Digital Hub in der ganzen Region Zugang zu Know-how und praxisnahen Lösungen rund um KI, Cybersicherheit und Robotik. Besonders im Bereich Edge-KI unterstützt der Digital Hub KMU dabei, Daten effizient in Echtzeit zu nutzen und neue Potenziale in Produktion, Wartung, Qualitätssicherung sowie Kunden- und Servicemanagement zu erschließen.
Der Digital Hub wird von der Clusterorganisation MedicalMountains GmbH, der Wirtschaftsinitiative bwcon GmbH sowie der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. getragen und für zwei Jahre mit rund 500.000 Euro gefördert.
Über das Digital Hub-Netzwerk Baden-Württemberg und die Initiative Wirtschaft digital BW
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus fördert seit 2018 branchenoffene Anlaufstellen für die Digitalisierung der Wirtschaft. Die sogenannten regionalen Digital Hubs unterstützen Unternehmen im Rahmen der Initiative Wirtschaft digital BW in der gesamten Fläche des Bundeslandes.
Die Digital Hubs sind eine der zahlreichen Anlaufstellen für die Digitalisierung der Wirtschaft in der Fläche des Landes. Durch das Digital Hub-Netzwerk Baden-Württemberg werden die Synergien der branchenoffenen regionalen Digital Hubs sowie der in Baden-Württemberg ansässigen themenspezifischen de:hubs des Bundes und der europäischen digitalen Innovationszentren (EDIH) bestmöglich für die Unternehmen eingesetzt. Alle Hubs erhalten eine Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg.

















