Wirtschaftsforum

Wirtschaftsforum „Digitale Zukunft“ stellt Unternehmenskultur 4.0 und Chancengleichheit in der digitalen Arbeitswelt in den Mittelpunkt

Vor rund 500 Teilnehmenden hat Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz am Freitag (5. Oktober) im Stuttgarter Haus der Wirtschaft das Zweite Wirtschaftsforum Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ eröffnet, das Unternehmen und Beschäftigte über die Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Digitalisierung und Chancengleichheit informierte.

„Die digitale Transformation ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung – sie erfasst zunehmend unsere gesamte Wirtschaft und auch die Unternehmen in ihrer gesamten Organisation. Um ihre Chancen umfassend zu nutzen, müssen wir daher die kollektive Intelligenz und Perspektivenvielfalt aller Menschen im Land und in den Unternehmen aktivieren“, erklärte Schütz. Dies betreffe Prozesse, Organisations- und Führungskonzepte, Geschäftsmodelle sowie Standards bei Datenschutz und Mitbestimmung.

Von 5,85 Millionen erwerbstätigen Menschen in Baden-Württemberg seien 2,69 Millionen Frauen. Da die Digitalisierung früher oder später jeden tangieren und die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Organisation verändern werde, sei es zentral, auch die Perspektiven von Frauen in diesem Prozess einzubeziehen.

Neue Tätigkeitsprofile und veränderte Berufsbilder böten neue Perspektiven, betonte die Staatssekretärin. Zugleich erfordere die digitale Arbeitswelt in den Unternehmen eine neue, agile Arbeits- und Teamkultur anstelle einer hierarchischen und in sich abgeschlossenen technisch-rational geprägten Fach- und Expertenkultur. Entlang von vier Leitfragen diskutierte die Wirtschaftsstaatssekretärin die Herausforderungen einer chancenreichen und chancengleichen digitalen Zukunft mit Kongress-Teilnehmenden. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand dabei das Aktivieren von Fähigkeiten und Talenten sowie das Einbringen soziokultureller und familial geprägter Werte-Vorstellungen.

Katrin Schütz: „Ich sehe enorme Potenziale in einer modernen, offeneren Arbeits- und Unternehmenskultur 4.0, die den Menschen noch stärker in den Blick nimmt und der Vielfalt gerecht wird.“ Dazu gehörten die Zusammenarbeit auf Augenhöhe über Hierarchiestufen hinweg, mehr Interdisziplinarität sowie partnerschaftliche Rollen und Karrierechancen von Männern und Frauen. Ebenso wichtig seien altersgemischte Teams aus erfahrenen Älteren und jungen Menschen, die innovatives Know-how aus Hochschulen mitbringen, sowie die Öffnung für die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. „Transparenz und Kollaboration, kreative Intelligenz und das Teilen des eigenen Wissens im Team sind im Zuge der Digitalisierung stärker gefragt denn je“, so Katrin Schütz. Dies seien Eigenschaften, die insbesondere Frauen für die Unternehmenskultur 4.0 mit einbringen könnten.

Im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ gab die Staatssekretärin zudem den Startschuss für sechs Modellprojekte zur Entwicklung von „Girls Digital Camps“ in Baden-Württemberg, für die das Wirtschaftsministerium für zwei Jahre Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro bereitstellt. Ziel der Projekte ist es, digitale Kompetenzen frühzeitig zu entwickeln und die Chancen digitaler Kompetenzen und der IT-Berufe zielgruppengerecht an Mädchen zu vermitteln.

Bilder vom Wirtschaftsforum finden Sie hier

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Im Zentrum des Zweiten Wirtschaftsforum Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ stand die Frage, wie die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt genutzt werden können.

Martina Koederitz, Global Industry Managing Director der IBM Deutschland GmbH, gab mit ihrem Vortrag zu „Society 5.0 – warum Industrie 4.0 nur ein Anfang sein kann“ einen Impuls für den Kongresstag. Interaktiven und interdisziplinären Austausch boten drei Zukunftsforen zu „Digitales Mindset“, „Kreative Intelligenz“ und „Mindful Leadership 4.0“. Als „Workplace 4.0“ wurde die interaktive Messe-Ausstellung mit digitalen Anwendungsbeispielen umgesetzt.

Den Nachmittag krönte die Auftaktveranstaltung für die diesjährigen 14. Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg mit dem landesweiten Motto „Digitale Zukunft mit Frauen gestalten“. Hier präsentierten sich Frauen, die bereits in baden-württembergischen Unternehmen die digitale Zukunft gestalten. Im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsforums fand zudem das Siebte Bilanzgespräch der Landesinitiative und des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ statt.

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Sommerreise durch den Gründungsstandort Baden-Württemberg

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Gründerszene im Land ist innovativ und vielfältig. Jetzt gilt es, den Start-ups in der Corona-Krise den Rücken zu stärken und sie passgenau zu unterstützen“

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Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die besichtigten Projekte belegen eindrücklich, welche vielversprechenden Handlungsspielräume wir den Kommunen mit unseren Instrumenten eröffnen“

Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
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Online Landesfinale von „Start-up BW Young Talents“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierte heute (23. Juli) im Rahmen einer Online-Veranstaltung den Preisträgerinnen und Preisträgern des Landesfinales des Wettbewerbs „Start-up BW Young Talents“.

Goeppingen, Schlossplatz
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Wirtschaftsministerium fördert auch in den Jahren 2021 und 2022 kommunale Gestaltungsbeiräte

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Gestaltungsbeiräte können einen wichtigen Beitrag zu langfristig tragfähigen Lösungen beim Planen und Bauen leisten“

Staatssekretärin Katrin Schütz
  • Denkmalschutz

Präsentation Tagungsband „Zwischen Heilung und Zerstreuung – europäische Kurparks und Kurgärten des 19. Jahrhunderts“

Staatssekretärin Katrin Schütz: „Der Tagungsband trägt dazu bei, die Forschung zur Bedeutung europäischer Kurparks und Kurgärten des 19. Jahrhunderts und damit auch den aktuellen UNESCO-Welterbeantrag Baden-Badens zu stärken.“

Roboter und Mensch begrüßen sich, in dem Sie die Faustknöchel gegeneinanderdrücken
  • Künstliche Intelligenz

Wirtschaftsministerium startet KI-Innovationswettbewerb für mehr „KI made in BW“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert mit insgesamt 10 Millionen Euro einen „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg“.