Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird der modernisierten Campus und das neuen Technologiezentrums heute (31. Oktober 2026) gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierlich eröffnet.
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg fördert die umfassende Modernisierung und Erweiterungsmaßnahmen für die Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim mit 3,3 Millionen Euro. Eingebettet ist dieser Zuschuss in ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 13,3 Millionen Euro. Neben dem Land haben sich auch der Bund und der Träger selbst beteiligt.
„Heute wird das Ergebnis einer zukunftsgerichteten Investition präsentiert, die den Mittelstand stärkt, die Qualität der Beruflichen Aus- und Weiterbildung sichert und die Fachkräftequalifizierung voranbringt: ein klarer Wachstumsschub für das Land“, erklärt Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Dörflinger. Die erweiterte Infrastruktur – von den optimierten Lehr-Backstuben bis hin zu den neuen Multifunktionsräumen – zeige, wie Hightech in der Backstube eingesetzt werden kann. Sei es durch modernste Sensorik, digitale Steuerungssysteme oder energieeffizienten, smarten Öfen. Dörflinger: „Weinheim beweist: Hightech und Handwerk sind keine Gegensätze, sie bedingen einander.“
„Mit der modernisierten Bundesakademie schaffen wir einen Zukunftscampus für das Bäckerhandwerk: mit modernster Backtechnologie, digitalen Möglichkeiten und energieeffizienter Infrastruktur. Hier verbinden wir handwerkliches Können mit neuen Ideen und fachlichem Austausch. Unser Ziel ist es, Fachkräfte des Bäckerhandwerks bestmöglich auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten und die Zukunftsfähigkeit unserer Branche zu stärken. Für die Förderung dieses wichtigen Projekts und die Unterstützung bei seiner Umsetzung danken wir dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ausdrücklich“, so Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.
Im Zuge der Baumaßnahme wurden das Technologiezentrum und das bestehende Gästehaus an aktuelle technische und energetische Standards angepasst. Die Akademie dient als operative Geschäftsstelle des Deutschen Brotinstituts, als Meisterschule und als offizielles Bundesleistungszentrum. Der Fokus lag auf verbessertem Brandschutz, Wärmedämmung, sommerlichem Wärmeschutz, Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Schadstoffminderung und Nachhaltigkeit. Zusätzlich wurde das Technologiezentrum um eine Hightech-Backstube, einen Mehrzweckraum, Lehrerbüros und weitere Nebenräume erweitert. Ein neuer Parkplatz erfüllt die baurechtlich vorgeschriebenen Stellplatzanforderungen.
Die Gesamtkosten des Neubaus betragen etwa 13,3 Millionen Euro. Das Ministerium stellt rund 3,3 Millionen Euro bereit (25 Prozent), der Bund beteiligt sich mit 45 Prozent und die Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks übernimmt 30 Prozent.
Über Überbetriebliche Ausbildungsstätten (ÜBS):
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus fördert die berufliche Aus- und Weiterbildung im Land auf vielfältige Weise, so auch durch die Förderung der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS). Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind aufgrund ihrer Betriebsgröße oder ihrer Spezialisierung häufig nicht in der Lage, alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte in ihrem Betrieb abzudecken. Daher werden bestimmte Ausbildungsinhalte in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) vermittelt. Diese haben sich zu multifunktionalen Bildungszentren weiterentwickelt und sind in hohem Maße in der Fort- und Weiterbildung aktiv. Darüber hinaus engagieren sie sich unter anderem in der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sowie auf vielfältigen anderen Gebieten wie zum Beispiel der Erschließung neuer Zielgruppen. Ein Beispiel hierfür ist die Gewinnung ausländischer Fachkräfte. Damit leisten die Bildungsstätten einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräftebedarfs in Baden-Württemberg.

















