Archäologie-Preis

Archäologie-Preis Baden-Württemberg geht an Preisträger aus Alb-Donau-Kreis und Landkreis Esslingen

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Verleihung des Archäologie-Preises durch Frau Staatssekretärin Katrin Schütz

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, überreichte heute (12. November) den Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2018 in Stuttgart.

„Im Namen der Landesregierung danke ich den Preisträgern herzlich für ihr enormes, breit aufgestelltes Engagement, das seit vielen Jahrzehnten andauert. Sie alle sind Vordenker, Organisatoren, Türöffner, Netzwerker und Kümmerer im Dienste der Landesarchäologie“, so Schütz. Das langjährige Engagement der Preisträger zur Erforschung des kulturellen Erbes sei herausragend. Sie seien eine wichtige Unterstützung für archäologische Untersuchungen und die Vermittlung archäologischer Inhalte.

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, machte die große Bedeutung der Auszeichnung deutlich: „Das Landesamt für Denkmalpflege, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern sowie der Förderkreis für Archäologie in Baden würdigen mit dem Preis herausragende ehrenamtliche Leistungen auf dem Gebiet der Landesarchäologie. Mein Dank gilt insbesondere auch der Wüstenrot Stiftung als Träger der hohen Auszeichnung. Die regelmäßige Anwesenheit zahlreicher Vorstandsmitglieder unterstreicht, welche Bedeutung die Stiftung dem ehrenamtlichen Engagement in der Denkmalpflege beimisst.“

Den mit 8.000 Euro dotierten Hauptpreis teilen sich Reiner Blumentritt aus Schelklingen und Georg Hiller aus Blaubeuren.
Reiner Blumentritt zählt zu den ersten ehrenamtlich Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege im Regierungsbezirk Tübingen. Mit seinem Namen verbindet man unter anderem die Entdeckung des bronzezeitlichen Hortfundes von Ringingen, einer frühmittelalterlichen Siedlung in Schelklingen, und der archäologischen Fundstelle des „Geißenklösterle“ bei Blaubeuren-Weiler. In den 1970er Jahren lenkte er das Interesse der Universität Tübingen auf Fundmöglichkeiten im Eingangsbereich des „Hohle Fels“. Anschließende Forschungsgrabungen brachten Funde wie die weltberühmte „Venus vom Hohle Fels“ hervor. Dank seiner tatkräftigen Unterstützung gehören das „Geißenklösterle“ und der „Hohle Fels“ seit dem letzten Jahr zum UNESCO-Weltkulturerbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Georg Hiller begleitete mit seinem Amtsantritt als Bürgermeister im Jahr 1978 die Ausgrabungen am „Hohle Fels“ und am „Geißenklösterle“. Die erste Erweiterung des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren 1984 und der Ausbau des museumspädagogischen Programms sind seine Verdienste. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Tourismus war er an der Antragstellung für das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ beteiligt.

Den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis überreichte die Staatssekretärin an Rainer Laskowski, der die Archäologie-AG Kirchheim unter Teck vertrat. In den 32 Jahren ihres Bestehens hat die Archäologie-AG mindestens 28 Baustellen in Augenschein genommen und dabei 250 Fundstellen entdeckt. Es handelte sich dabei um Notbergungen an Baustellen, darunter auch Plangrabungen zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Derzeit bearbeitet die Archäologie-AG die Funde aus den alamannischen Gräberfeldern „Rauner“, „Paradiesle“ und „Herdfeld“ sowie aus dem Areal Berger in Dettingen an der Erms.

Hintergrundinformationen
Der Archäologie-Preis wird seit 1981 alle zwei Jahre durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V. und den Förderkreis für Archäologie in Baden e. V. verliehen. Er zeichnet beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement auf dem Gebiet der Archäologie aus. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege. Der Preis wird seit dem Jahr 2000 von der Wüstenrot Stiftung gestiftet.

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