Wohnraumoffensive

Kompetenzzentrum Wohnen BW startet Beratungsangebote für Kommunen

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Kommunen, die bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen, können ab sofort die Beratungsangebote des Kompetenzzentrums Wohnen BW in Anspruch nehmen. Das Kompetenzzentrum Wohnen BW ist eines der wesentlichen Elemente der Wohnraumoffensive und bei der Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH angesiedelt.

„Mit dem Kompetenzzentrum stehen wir den Kommunen, die bezahlbaren und an sozialen Kriterien ausgerichteten Wohnraum schaffen wollen, mit Beratung, Vernetzung und ergänzender Förderung zur Seite. Damit wollen wir neue und spürbare Impulse für die Gewinnung von Flächen, für eine gute Planungspraxis, für Innovationen im Bau und für die Aktivierung bestehenden Wohnraums setzen“, erklärte Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Unser Angebot ist vielfältig, umfassend und bedarfsorientiert: Interessierte Kommunen erhalten eine kostenfreie Basisberatung und können anschließend zur vertiefenden Beratung auf insgesamt sieben Pools mit qualifizierten Unternehmen zugreifen.“ Diese Leistungen werden mit einem attraktiven Fördersatz in Höhe von 80 Prozent bis zu Maximalgrenzen je Beratungspool gefördert.

„Das umfassende Paket soll den Kommunen Hilfestellung geben, passgenaue Umsetzungskonzepte mit einem auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnittenen und an sozialen Maßstäben orientierten Wohnungsmix zu entwickeln. Mit unseren Beratungsleistungen können sie die dafür notwendigen Abläufe und Planungsprozesse schneller durchlaufen und effizienter gestalten“, so Hoffmeister-Kraut. Das Kompetenzzentrum unterstützt die Kommunen flankierend während des gesamten Prozesses als Lotse, um den Durchlauf durch die einzelnen Beratungsbausteine zeitlich zu optimieren und insgesamt die Beratungsleistungen zielorientiert zu organisieren.

Die konkreten Beratungsleistungen decken alle wesentlichen Schritte auf dem Weg hin zum tatsächlichen Baubeginn ab: von der begleitenden Kommunikation und Bürgerbeteiligung und der Grundlagenermittlung über die Überführung in städtebauliche Rahmensetzungen und die Entwicklung bedarfsgerechter und wirtschaftlich leistbarer Umsetzungskonzepte bis hin zur entsprechenden Flächenentwicklung. Auch besondere Detailfragen, die Kommunen in diesem Kontext immer wieder beschäftigen, wie die Ausübung des Vorkaufsrechts, die Durchführung bestimmter Verfahren zur Grundstücksvergabe - wie Konzeptvergaben oder die Anwendung des Erbbaurechts - sind mit umfasst. Das Wirtschaftsministerium hatte diese Beratungsleistungen in einer offenen europaweiten Vergabe von Rahmenverträgen ausgeschrieben. „Ich freue mich, dass zahlreiche Unternehmen ihre Leistungen angeboten haben, sodass wir den Kommunen individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratungsdienstleister zur Seite stellen können“, so Hoffmeister-Kraut.

„Mit unserem ganzheitlichen Ansatz gehen wir bewusst neue Wege, indem wir die Kommunen über alle Projektphasen und Problemlagen hinweg begleiten und ihnen somit eine ganzheitliche Unterstützung anbieten. Es ist mir wichtig, dass sich die Kommunen auf das Wesentliche – nämlich die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – konzentrieren können“, betonte die Ministerin.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Um diese schwierige Aufgabe zu meistern, setzen wir auch auf neue und innovative Ansätze. Mit dem Kompetenzzentrum geht nun der letzte zentrale Baustein an den Start. Ich bin überzeugt, dass wir den Kommunen mit unserem vielfältigen Angebot wichtige Hilfestellung bieten, damit am Ende mehr bezahlbarer Wohnraum im Land entstehen kann“, so Hoffmeister-Kraut abschließend.

Für das Beratungssystem des Kompetenzzentrum Wohnen stehen Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro zur Verfügung, die in den Wohnungsbauprogrammen 2017 und 2018 nicht verausgabt wurden.

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