Energiewende

Power-to-Gas: Innovativer Anlagen- und Komponentenbau ebnet den Weg für die wirtschaftliche Herstellung grüner Kraftstoffe

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Gruppenbild bei der Übergabe des Förderbescheids
Übergabe des Förderbescheids (von links nach rechts): Dr. Frank Graf (DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Jörg Piskurek (Deutsches Luft- nd Raumfahrtzentrum in Stuttgart), Dr. Christopher Hebling (Fraunhofer-Institut für Solare Energie in Freiburg), Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid, Prof. Dr. Frithjof Staiß (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart), Dr. Michael Specht (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart), Wolfgang Köppel (DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)) und Thomas Anders (DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert von 2015 bis 2017 mit 4,5 Millionen Euro die Erforschung und Entwicklung einer Industrieanlage, die im Power-to-Gas-Verfahren aus regenerativ erzeugtem Strom klimaneutral Wasserstoff herstellen kann.

„Power-to-Gas kann ein entscheidendes Element in der Energiewende sein, vor allem wenn sich diese Anlagen in Zukunft für die Betreiber rechnen. Mit dem Bau dieser Anlagen bieten sich auch Chancen für die baden-württembergischen Anlagen- und Maschinenbauer, die sich so mit innovativen Produkten und Dienstleistungen auf dem Weltmarkt behaupten können“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nil Schmid bei der Übergabe des Förderbescheids im Neuen Schloss in Stuttgart.

Wasserstoff wird heute aus Erdgas und Erdöl gewonnen und überwiegend als Industriegas eingesetzt. Wasserstoff kann aber auch alternativ mit Strom durch Elektrolyse von Wasser erzeugt werden und ist der Kraftstoff für Fahrzeuge, die mit Brennstoffzellen fahren.

Vier führende Institute des Landes Baden-Württemberg wollen mit ihrer Forschung und Entwicklung im Industriemaßstab die Wirtschaftlichkeit der Power-to-Gas-Technologie erhöhen. Die Spezialisten kommen vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg und der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), einer Einrichtung des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. und des KIT. Das ZSW wird eine nach aktuellem Stand der Technik errichtete industrielle 1-Megawatt-Anlage zur Herstellung von regenerativem Wasserstoff (eH2) in Baden-Württemberg ausschreiben.

Die Unternehmen Daimler AG, e-mobil BW GmbH, Energiedienst AG, RBB Böblingen, Stadtwerke Sindelfingen GmbH und Air Liquide Advanced Technologies GmbH unterstützen als assoziierte Partner die Forschungsinstitute. Weiterhin sollen möglichst viele der spezialisierten Maschinen-, Anlagen- und Komponentenbauer eingebunden werden.

„Das Interesse der Unternehmen zeigt, dass die Herstellung von Wasserstoff aus regenerativen Stromquellen in Industrieanlagen eine wichtige Rolle auf dem Weltmarkt spielen wird. Die baden-württembergische Wirtschaft und Wissenschaft nutzen ihre Chancen, die sich aus der Energiewende und dem Klimaschutz ergeben“, so Schmid.

Fotos zum Download in der Mediathek

Weitere Meldungen

Ministerin Hoffmeister-Kraut in der Mitte mit einem symbolischen Förderscheck
Förderung

Land fördert Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS mit zehn Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert mit rund zehn Millionen Euro das Embodied AI Center als Teil des künftigen IPAI CAMPUS.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026

Gründerwasen 2026: Baden-Württembergs Start-up-Ökosystem in einem Festzelt vereint.

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Förderung

Land fördert Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vor-habens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro.

Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaftsgipfel Afrika

5. Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsgipfel Afrika stehen die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den Ländern Afrikas.

Auftaktveranstaltung Frauenwirtschaftstage 2026
Frauenwirtschaftstage

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial steht im Mittelpunkt.

Verleihung der Wirtschaftsmedaille
Wirtschaftsmedaille

Wirtschaftsmedaille des Landes für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Gründer und Inhaber der BeneVit Gruppe, Kaspar Pfister, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin dazu mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo
Industrial Accelerator Act (IAA)

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Pharmastandort

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Start-up BW Family Day: Land bringt Start-up Ökosystem zusammen

Rund 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren diskutierten beim ersten Start-up BW Family Day über Finanzierung, Venture Clienting und die Zukunft des Start-up-Ökosystems in Baden-Württemberg.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Förderung

Kümmerer-Programm wird bis 2028 fortgeführt

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus verlängert das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ („Kümmerer-Programm“) für 2027 und 2028.

Ein Mann mit einer Schutzbrille zeigt auf eine Maschine. Neben ihm ein junger Mann ebenfalls mit einer Schutzbrille der darauf schaut.
Praktikumswochen

Berufe praxisnah erleben: Praktikumswochen starten am 12. Oktober

Vom 12. Oktober bis zum 6. November 2026 finden wieder die Praktikumswochen Baden-Württemberg statt.

Digital Hub Neckar-Alb
Förderung

500.000 Euro für Digitalisierung der Unternehmen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Digital Hub Neckar-Alb in Reutlingen besucht und dabei einen Förderbescheid in Höhe von rund 500.000 Euro übergeben.

Verleihung Staatspreis Kunsthandwerk
Staatspreis

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ verliehen

Meisterhafte Unikate und überraschende Ideen: Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ verliehen.

Besuch von EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna
EU-Kommission

Baden-Württemberg im direkten Austausch mit der EU-Kommission

Industrie, KI und Wettbewerbsfähigkeit: Baden-Württemberg im direkten Austausch mit der EU-Kommission.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Hoffmeister-Kraut: Europa und Kanada müssen jetzt noch enger zusammenrücken

Ministerin Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine noch engere Anbindung Kanadas an die Europäische Union.