Delegationsreise

Wirtschaftsministerin reist mit Handwerksdelegation nach Österreich

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Unter der Leitung von Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und des Präsidenten des baden-württembergischen Handwerkstags, Rainer Reichhold, reist heute (7. Februar) eine 45-köpfige Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern von Handwerksunternehmen, baden-württembergischen Handwerkskammern und Verbänden für zwei Tage nach Österreich.

„Österreich ist aufgrund der geografischen Nähe und einer ähnlich starken Wirtschaftsstruktur für baden-württembergische Unternehmen, gerade für das Handwerk, einer der wichtigsten Handelspartner. Jeder zweite im Ausland tätige Handwerksbetrieb macht auch in Österreich Geschäfte“, betonte die Ministerin zu Beginn der Reise. Neben der Schweiz und Frankreich sei Österreich damit einer der wichtigsten Zielmärkte baden-württembergischer Handwerksbetriebe.

„Die digitale Transformation, Smart City und innovative Stadtentwicklungskonzepte sind bedeutende Zukunftsthemen für Baden-Württemberg und für unsere Handwerksbetriebe. Durch den Austausch mit unseren österreichischen Partnern wollen wir unsere Kooperationen weiter ausbauen und neue Impulse mitnehmen“, sagte Hoffmeister-Kraut weiter. „Moderne Baukonzepte, nachhaltiges Bauen und neue Konzepte der Digitalisierung des Handwerks stehen für mich als baden-württembergische Wohnungsbau- und Wirtschaftsministerin ganz oben auf der Agenda“, betonte die Ministerin. Im Rahmen der Reise besucht die Delegation deshalb auch das im Bau befindliche Vorzeigeprojekt der Smart City Wien, die Seestadt Aspern. Sie umfasst unter anderem das international viel beachtete Projekt „HoHo Wien“– ein im Bau befindliches 24-stöckiges Hochhaus in Holz-Hybridbauweise. Weiteren Schwerpunktthemen widmen sich die Fachgespräche zum Wiener Wohnungsbau sowie zur Digitalisierung im Handwerk.

Der Präsident des Handwerkstages, Rainer Reichhold, sagte: „Österreich – neben Frankreich und der Schweiz – hat für das baden-württembergische Handwerk als Exportmarkt die größte Bedeutung: Knapp die Hälfte unserer exportierenden Handwerksbetriebe engagiert sich hier. Dieser Anteil wird in Zukunft wohl noch weiter wachsen. Durch die Digitalisierung werden deutlich mehr Anfragen aus dem Ausland die deutschen Betriebe erreichen. Wegen der besonderen Bedeutung eines freien EU-Binnenmarkts tritt der Handwerkstag seit langem für offene Märkte in Europa ein. Auch im zwischennationalen Austausch muss immer wieder ein gemeinsames Verständnis darüber erarbeitet werden, wie Dienstleistungen und Waren frei zirkulieren können.“

Ziele der von Handwerk International organisierten Delegationsreise sind die Anbahnung von geschäftlichen Kontakten der mitreisenden Handwerksunternehmen zu österreichischen Partnern und Einblicke in die städtebaulichen Konzepte Österreichs. Flankierend dazu finden politische Gespräche mit dem Ziel statt, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Österreich weiter zu verstärken. Dabei sollen auch Anliegen zur grenzüberschreitenden Arbeitnehmerentsendung angesprochen und Lösungsansätze diskutiert werden.

Weitere Hintergrundinformationen:

Österreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Baden-Württembergs. Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von rund 9,3 Milliarden Euro aus Baden-Württemberg nach Österreich exportiert. Damit belegt Österreich nach den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich den 7. Platz in der Exportstatistik des Landes. Im Zeitraum Januar bis November 2018 konnten die Exporte nach Österreich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sogar nochmals um 4,1 Prozent gesteigert werden.

Nach Baden-Württemberg wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von sieben Milliarden Euro importiert. Dies bedeutet Platz acht in der Importstatistik. Auch bei den Importen konnte im Zeitraum Januar bis November 2018 eine Steigerung um 8,4 Prozent verzeichnet werden.

Fotos der Reise finden Sie hier.

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