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14,25 Millionen Euro für die Erforschung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien

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Zapfpistole für Wasserstoff

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mit rund 14,25 Millionen Euro für ein Neubauvorhaben sowie für den Ausbau der Geräteinfrastruktur in der Erforschung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. „Mit der Förderung des ZSW können wir einen gezielten Beitrag zur Erforschung von Wasserstoff-Technologien und damit auch zum Klimaschutz leisten“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 23. Februar bei der Übergabe der Förderbescheide in Ulm.

Die Mittel stammen aus dem Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zur Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und zur Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft (REACT-EU)“ der Europäischen Union. „Mit den Mitteln aus REACT-EU können wir gezielte Investitionen in die Leistungsfähigkeit unserer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen tätigen. Das ermöglicht den Ausbau des Technologietransfers und dadurch die Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen“, so die Ministerin weiter.

Das ZSW zählt zum Kreis der führenden Institute der wirtschaftsnahen Forschung für erneuerbare Energien und Energiespeichertechnologien und forscht auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. Bei diesen Technologien deckt das ZSW die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Materialforschung über die Entwicklung von Prototypen und Produktionsverfahren bis hin zu Anwendungssystemen, Qualitätstests und Marktanalysen. Auch die Konzepte und Analysen, die das Institut für Politik und Wirtschaft erstellt, tragen dazu bei, die Technologien in den Markt zu bringen.

7,75 Millionen Euro Förderung zur Brennstoffzellen-Forschung in Ulm

Mit 7,75 Millionen Euro wird der Standort des ZSW in Ulm unterstützt. Dort soll ein Neubau für die zweite Ausbaustufe des sogenannten HyFab-Projektes für Brennstoffzellen-Forschung errichtet werden. In diesem Neubau, dessen anlagentechnische Ausstattung großteils vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird, werden Produktionsprozesse zur Hochskalierung der Prozesse in industrielle Produktionsstandards im Rahmen einer für interessierte Industrieunternehmen offenen Plattform erforscht. Im angeschlossenen Seminartrakt werden regelmäßige Seminare und Fortbildungen für Industrie- und Handwerksunternehmen zu Brennstoffzellen-Themen angeboten.

Der Spatenstich für dieses Projekt erfolgte ebenfalls am 23. Februar im Beisein von Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Mit dem HyFab-Konzept baut das ZSW seinen Status als Leuchtturm für die Brennstoffzellen-Forschung in Deutschland aus und bietet interessierten Unternehmen im Rahmen einer offenen und flexiblen Plattform Unterstützung beim Aufbau von Produktionskapazitäten an“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Zudem erhält der Standort Stuttgart des ZSW eine Förderung in Höhe von 4 Millionen Euro zum Ausbau der bestehenden Laborinfrastruktur im Bereich der Erforschung von Wasserstofftechnologien. Damit sollen die Voraussetzungen für eine Hochskalierung der Wasserstoff-Erzeugungstechnologien sowie der Technologien zur CO2-Bereitstellung aus der Luft in den Multi-Megawatt-Maßstab geschaffen werden.

Mit weiteren 2,498 Millionen Euro wird am Standort Stuttgart eine bauliche Erweiterung realisiert, um die räumlichen Voraussetzungen für einen Ausbau der Perowskit-Forschung im Forschungsbereich „Photovoltaik“ sowie bei der Industrialisierung bei den Themen „Elektrolyse“ und „CO2-Gewinnung aus Luft“ zu schaffen.

EU-Mittel für den Übergang zu einer klimafreundlichen, digitalen und resilienten Wirtschaft

„Die Corona-Pandemie hat unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt hart getroffen. Herausforderungen wie die Beschleunigung der Digitalisierung, die Nutzung der Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und die Transformation von Industrie und Gesellschaft hin zu einer CO2-freien Wirtschaft haben sich durch die Krise nochmals stark verdeutlicht. Für die Mittel der EU sind wir sehr dankbar. Sie helfen uns entscheidend dabei, Projekte für den Übergang zu einer klimafreundlichen, digitalen und resilienten Wirtschaft auf den Weg zu bringen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die Mittel aus REACT-EU erlaubten es, Vorhaben umzusetzen, die ansonsten nur schwer oder gar nicht möglich wären, etwa weil Bundes- oder Landesmittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Die Förderung aus REACT-EU sei umso hilfreicher, als keine ergänzende Finanzierung seitens des Landes oder der geförderten Forschungseinrichtungen nötig sei, so die Ministerin. „Mit diesen Vorhaben setzen wir zielgerichtet Impulse mit möglichst hoher Multiplikator-Wirkung für eine stabile Erholung der Wirtschaft im Sinne des European Green Deal. Zugleich unterstützen wir die Innovationsfähigkeit insbesondere unserer kleinen und mittleren Unternehmen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Weitere Informationen

REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Eu-rope“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas) und ist Teil des Aufbauinstruments „NextGenerationEU“, mit dem die EU 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen bereitstellt. REACT-EU wird in Baden-Württemberg unter anderem über das Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) umgesetzt, an dem das Wirtschaftsministerium beteiligt ist. Dem Wirtschaftsministerium stehen aus REACT-EU zirka 47 Millionen Euro zur Förderung von Forschungsinfrastruktur mit Ausrichtung auf den Übergang zu einer digitalen und grünen Wirtschaft zur Verfügung.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wassersoff-Forschung ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg e.V. Die 12 Institute der Innovationsallianz sind wichtige Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen. Sie forschen erfolgreich in den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die neue Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Das fachliche Spektrum der Forschungsarbeit reicht von Mikroelektronik, Informatik, Biotechnologie und Medizintechnik bis hin zu Lasertechnik und Erneuerbaren Energien. Die Institute werden durch das Wirtschaftsministerium jährlich in ihrer Grundfinanzierung mit insgesamt rund 35 Millionen Euro gefördert.

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