Förderung

23 Millionen Euro für Robotik- und KI-Zentrum in Stuttgart

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.

Mit rund 14 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise: Invest BW“ fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau den Ausbau des „KI-Fortschrittszentrums Lernende Systeme im Cyber Valley“ um weitere Angebote sowie einen neuen Forschungsschwerpunkt „Kognitive Robotik“. Die Fraunhofer-Gesellschaft stellt bis 2024 weitere 9 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung.

„Die Kombination von Künstlicher Intelligenz und Robotik eröffnet für die baden-württembergische Wirtschaft große Chancen. Mit dem Ausbau des Fortschrittszentrums tragen wir maßgeblich dazu bei, die Entwicklung und erfolgreiche Kommerzialisierung dieser Schlüsseltechnologien im Land nachhaltig zu stärken. Unser Ziel ist es, neuestes Knowhow aus der Forschung noch besser und schneller in innovative Produkte und Geschäftsmodelle umzusetzen. Damit wollen wir auch dazu beitragen, dass unsere Wirtschaft die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie möglichst rasch überwindet und gestärkt aus der Krise hervorgeht“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (25. Februar) in Stuttgart.

Baden-Württemberg ist bereits heute ein Hidden Champion in der Robotertechnik. Der Anteil des Landes an den Robotik-Herstellern in Deutschland beträgt 26 Prozent. Zunehmend neue Einsatzmöglichkeiten für Roboter liegen beispielsweise in der Produktion und Logistik, im Handel, im Gesundheitswesen oder in der Landwirtschaft. „In diesem stark wachsenden Markt an der Schnittstelle von digitaler und physischer Welt kann Baden-Württemberg eine führende Rolle als Entwicklungs- und Wertschöpfungsstandort einnehmen. Dieses Potenzial wollen wir nutzen, indem wir die Verzahnung von KI- und Robotik-Forschung sowie von Wissenschaft und Wirtschaft gezielt vorantreiben“, so die Ministerin weiter.

Seit Oktober 2019 unterstützt das „Fortschrittszentrum Lernende Systeme im Cyber Valley“ Unternehmen dabei, die Potentiale der Künstlichen Intelligenz (KI) wirtschaftlich zu nutzen. Dieses Zentrum für wirtschaftsnahe KI-Forschung und Technologietransfer wird mit der aktuellen Förderung stark ausgebaut. Mit den zusätzlichen Mitteln werden einerseits die Unterstützungsangebote für Firmen deutlich ausgeweitet und das Zentrum andererseits um einen neuen Forschungsschwerpunkt, die „Kognitive Robotik“, erweitert. Hierbei geht es um die Entwicklung von Robotern, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz beispielsweise in der Lage sind, Aufgaben in unbekannter Umgebung selbständig durchzuführen oder von anderen Robotern zu lernen.

Die Nachfrage nach den verschiedenen Unterstützungsangeboten des Fortschrittszentrums ist bisher deutlich größer als das verfügbare Angebot. „Deshalb zünden wir beim Technologietransfer jetzt den Nachbrenner und stocken die Kapazitäten für die Unterstützung der Unternehmen deutlich auf. Außerdem werden wir auch ganz neue Transferformate ausprobieren. Damit wollen wir erreichen, dass möglichst viele Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen von den Unterstützungsangeboten profitieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Weitere Informationen

Das KI-Fortschrittszentrum wurde gegründet, um bei der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz die Brücke von der Grundlagenforschung in die kommerzielle Anwendung zu schlagen. Es wird von den Stuttgarter Fraunhofer-Instituten IAO und IPA betrieben und ist Teil des Cyber Valley, einer der größten Forschungskooperationen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Europa.

Die Unterstützungsangebote des KI-Fortschrittszentrums richten sich insbesondere an den Mittelstand und an Startups. Die Fraunhofer-Forscher haben zusammen mit Unternehmen in den vergangenen Monaten unter anderem 44 Machbarkeitsstudien für konkrete KI-Innovationen in der Produktion und im Dienstleistungssektor durchgeführt. Diese Studien sollen den Weg für die Entwicklung neuartiger KI-Produkte und -Dienstleistungen ebnen.

Interessierte Unternehmen können sich über die Internetseite www.ki-fortschrittszentrum.de noch bis 18. März mit ihren Anwendungsfällen um eine Machbarkeitsstudie bewerben. Im Sommer 2021 wird eine weitere Bewerbungsrunde durchgeführt.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit HANDWERK BW und baden-württembergischen Handwerksunternehmen nach Rumänien.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Berufliche Ausbildung

„Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird weiter ausgebaut

Das Ministerium für Wirtschaft Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg baut das Förderprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ weiter aus.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Zumeldung

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe – Klares Bekenntnis zum Standort in Baden-Württemberg.

Start-up WOW Challenge 2026
Start-up BW

BLACKPIN.IOT GmbH agewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026"

Bühne frei für Innovation: BLACKPIN.IOT GmbH aus Aalen/Hüttlingen gewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2026/27“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Ministerin Hoffmeister-Kraut in der Mitte mit einem symbolischen Förderscheck
Förderung

Land fördert Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS mit zehn Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert mit rund zehn Millionen Euro das Embodied AI Center als Teil des künftigen IPAI CAMPUS.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026

Gründerwasen 2026: Baden-Württembergs Start-up-Ökosystem in einem Festzelt vereint.

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Förderung

Land fördert Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vor-habens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro.

Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaftsgipfel Afrika

5. Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsgipfel Afrika stehen die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den Ländern Afrikas.

Auftaktveranstaltung Frauenwirtschaftstage 2026
Frauenwirtschaftstage

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial steht im Mittelpunkt.

Verleihung der Wirtschaftsmedaille
Wirtschaftsmedaille

Wirtschaftsmedaille des Landes für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Gründer und Inhaber der BeneVit Gruppe, Kaspar Pfister, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin dazu mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo
Industrial Accelerator Act (IAA)

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Pharmastandort

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Start-up BW Family Day: Land bringt Start-up Ökosystem zusammen

Rund 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren diskutierten beim ersten Start-up BW Family Day über Finanzierung, Venture Clienting und die Zukunft des Start-up-Ökosystems in Baden-Württemberg.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Förderung

Kümmerer-Programm wird bis 2028 fortgeführt

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus verlängert das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ („Kümmerer-Programm“) für 2027 und 2028.

Ein Mann mit einer Schutzbrille zeigt auf eine Maschine. Neben ihm ein junger Mann ebenfalls mit einer Schutzbrille der darauf schaut.
Praktikumswochen

Berufe praxisnah erleben: Praktikumswochen starten am 12. Oktober

Vom 12. Oktober bis zum 6. November 2026 finden wieder die Praktikumswochen Baden-Württemberg statt.