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Betriebliche Weiterbildung: Aufwärtstrend nach Corona-Einbruch setzt sich 2022 fort

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Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hat das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. am 13. Dezember den Bericht „Betriebliche Fort- und Weiterbildung in Baden-Württemberg 2022“ veröffentlicht.

Auf Grundlage des IAB‐Betriebspanels wird hierin die Weiterbildungsaktivität der Betriebe im Land analysiert.„In Zeiten der Transformation ist Weiterbildung für Unternehmen und Beschäftigte das A und O. Besonders in Zeiten des Wandels ist sie ein Schlüsselfaktor für die Zukunft unserer Betriebe, für die Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit. Dass sich der Aufwärtstrend nach dem Corona-Einbruch auch im vergangenen Jahr fortgesetzt hat, zeigt, dass unsere Betriebe sich dessen bewusst sind“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.


Der Anteil weiterbildungsaktiver Betriebe in Baden-Württemberg verzeichnete im 1. Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg um 13 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Der Anteil lag damit wieder über dem bundesweiten Durchschnitt von 42 Prozent, nachdem er im ersten Halbjahr 2020 zwischenzeitlich darunterfiel. Trotz des beachtlichen Anstiegs konnte das Niveau aus dem Jahr 2019 (56 Prozent) vor der Corona-Pandemie noch nicht wieder erreicht werden.

Nach wie vor am häufigsten wurden für die betriebliche Weiterbildung externe Kurse, Lehrgänge und Seminare mit 84 Prozent genutzt. Dahinter folgt die Weiterbildung am Arbeitsplatz mit 68 Prozent, die zuletzt deutlich stärker genutzt wurde. Vorträge, Fachtagungen, Messeveranstaltungen und ähnliches liegen mit 57 Prozent beinahe gleichauf mit internen Kursen (56 Prozent).

Besonders auffällig ist die sprunghafte Zunahme selbstgesteuerten Lernens gegenüber der Zeit vor der Corona-Pandemie. Lag der Anteil im Jahr 2019 noch bei 18 Prozent, stieg dieser um 28 Prozentpunkte auf 46 Prozent im Jahr 2022. Zurückgeführt werden kann dies unter anderem auf die stark gestiegene Nutzung von digitalen Weiterbildungsformaten während der Corona-Pandemie. Dieser Wandel zeigt sich besonders bei den Kleinst- und Kleinbetrieben.

Der Bericht zeigt auch, dass Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau weiterhin deutlich seltener an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen als Höherqualifizierte. Die Weiterbildungsquote der Frauen liegt, wie auch schon in den Jahren davor, leicht über jener der Männer.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die berufliche Weiterbildung im Land auf vielfältige Weise. So unterstützt das Ministerium Weiterbildungsteilnehmende durch Maßnahmen wie die Fachkursförderung, die Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) und die Meisterprämie. Gestärkt wird die berufliche Weiterbildung auch durch die Förderung des Netzwerk Fortbildung und der Regionalbüros, der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten sowie von innovativen Projekten. Das Wirtschaftsministerium pflegt und entwickelt zudem die zentrale Weiterbildungsplattform www.fortbildung-bw.de. Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium im Jahr 2022 rund 54 Millionen Euro in die berufliche Weiterbildung investiert.

Im Rahmen der gemeinsamen Weiterbildungsoffensive des Landes WEITER.mit.BILDUNG@BW führt das Wirtschaftsministerium eine Informations- und Werbekampagne für die berufliche Weiterbildung durch. Unter dem Slogan „Weiterbildung heißt in Baden-Württemberg THE CHÄNCE“ soll sie für die Weiterbildung sensibilisieren und über die damit verbundenen beruflichen und persönlichen Chancen informieren.

Die Studie zum kostenfreien Download

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