Ausbildung

Dritter Tag der Ausbildungsreise von Staatssekretärin Katrin Schütz

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Besuch der Firma Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA in Karlsruhe im Rahmen der Ausbildungsreise

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz besucht während ihrer dreitägigen Ausbildungsreise vom 3. bis 5. August insgesamt 13 Betriebe, um sich mit Geschäftsleitungen, Auszubildenden sowie Ausbilderinnen und Ausbildern auszutauschen. Stationen der Reise sind Betriebe aus Industrie, Handwerk, Hotel- und Gastgewerbe, aus dem Bereich Spedition und Logistik sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Betriebe standen und stehen angesichts der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen und haben dabei innovative Lösungen in der Ausbildung gefunden, um mit ihren Auszubildenden zu arbeiten und zu lernen.

Staatssekretärin Katrin Schütz macht sich vor Ort ein Bild davon, wie die Betriebe die Herausforderungen der Krise meistern. „Mit der Reise möchte ich meine hohe Wertschätzung zeigen für die vielen Betriebe, die auch während der Krise Verantwortung für die jungen Menschen übernehmen und weiter ausbilden. Zwischen Lock-down, Homeoffice und Konjunkturabschwung eine hochwertige Ausbildung weiterzuführen ist keine einfache Aufgabe. Umso beachtlicher finde ich, wie tatkräftig und innovativ unsere Betriebe in Baden-Württemberg bei der Ausbildung dabei sind. Hier wird wirklich alles getan, um in der jetzigen Situation die Ausbildung weiter zu gewährleisten und eine hohe Ausbildungsqualität sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Das zeigt deutlich: Eine Berufsausbildung ist für junge Menschen ein erstklassiger Grundstein für eine erfolgreiche und sichere berufliche Zukunft“, so Schütz heute (5. August).

An Tag drei ging es in die Regionen Mittlerer Oberrhein und Rhein-Neckar. Schütz besuchte einen Reifenhersteller, einen Lebensmittelmarkt, einen Gastronomiebetrieb und einen Pharmagroßhändler. Die Staatssekretärin zeigte sich beeindruckt von dem Ausbildungsengagement der Betriebe: „Systemrelevante Bereiche waren im Lock-down besonders gefordert. Die Auszubildenden wurden in neue Aufgaben und Strukturen einbezogen und konnten so wertvolle Erfahrungen sammeln. Beim Wiederanfahren der Berufsschule haben sich die Betriebe außerdem vorbildlich für die Vereinbarkeit von Ausbildung und Unterricht eingesetzt.“ Eine Besonderheit dieser Region ist die grenzüberschreitende Ausbildung für Auszubildende aus Frankreich. Die theoretischen Phasen finden in der Regel in Frankreich statt und die Praxisphasen in Deutschland. Der Berufsabschluss ist sowohl in Deutschland als auch in Frankreich anerkannt. „Die grenzüberschreitende Ausbildung ist ein wichtiges Element der Zusammenarbeit und des wirtschaftlichen Erfolgs für Baden-Württemberg und Frankreich. Wir setzen uns seit Beginn des Jahres intensiv für die Weiterführung dieser Zusammenarbeit ein und werden dies auch weiter tun“, so Schütz.

Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt schwer getroffen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Betriebe, um zu vermeiden, dass bestehende Ausbildungsverhältnisse unter der Krise leiden. Das Soforthilfe-Programm des Landes war ein erster wesentlicher Schritt, um die Auswirkungen der Corona-Krise auch für Ausbildungsbetriebe zu bewältigen. Im Programm „Azubi im Verbund“ wurde der bisherige Mindestzeitraum von 20 Wochen für kurzarbeitende Betriebe auf vier Wochen herabgesetzt, so dass eine Förderung der Verbundausbildung schneller möglich ist und mehr Betrieben offensteht. Und durch das Programm „Azubi transfer“ erhalten Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen, eine Übernahmeprämie von 1.200 Euro.

Grund zur Sorge sei der aktuell prognostizierte Rückgang bei den neuen Ausbildungsverträgen im Herbst. „Das vom Bund beschlossene Programm zur Ausbildungsplatzsicherung mit der Ausbildungsprämie ist ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes. Zudem ist es jetzt wichtig, dass schnell die ausgefallene Berufsorientierung und Ausbildungsvermittlung nachgeholt werden. Deshalb hat das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Partnern des Ausbildungsbündnisses auf Landesebene einen Maßnahmenkatalog beschlossen, der unter anderem die Stärkung der beruflichen Orientierung und der Vermittlung auch über virtuelle Formate vorsieht, zum Beispiel über virtuelle Speed-Datings und den Ausbau der Lehrstellenbörsen der Kammern. Auch jetzt gibt es noch offene Ausbildungsplätze für den Herbst. Junge Menschen, die eine Ausbildung in Erwägung ziehen, können sich immer noch bewerben“, hob die Staatssekretärin hervor. „Es liegt im Interesse der jungen Menschen, der Betriebe und im Interesse des Landes Baden-Württemberg, dass es uns gemeinsam gelingt, die Folgen der Corona-Krise für die berufliche Ausbildung zu bewältigen“, so Schütz.

Informationen zu den Aktivitäten und Förderprogrammen des Wirtschaftsministeriums zur beruflichen Ausbildung

Fotos der Ausbildungsreise finden Sie hier.

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