Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Europaflagge / ©Harald Richter

„Der Industrial Accelerator Act kann Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken – wenn er klar fokussiert, verhältnismäßig ausgestaltet und sauber in den bestehenden EU-Rechtsrahmen eingebettet wird. Der jetzige Vorschlag weist jedoch in die falsche Richtung“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte und steigender Kosten könne der IAA ein wichtiger Impuls für die europäische Wettbewerbsfähigkeit sein. „Wenn er jedoch falsch ausgestaltet wird, droht das Gegenteil“, warnte die Ministerin. Strategische Souveränität und Resilienz müssten in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gestärkt werden. Europa dürfe nicht den Eindruck von Abschottung vermitteln. Kritisch sieht Hoffmeister-Kraut auch die vorgesehenen Local-Content-Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung. Diese dürften nur als Ultima Ratio zum Einsatz kommen und nur dann, wenn keine gleich wirksamen Alternativen zur Verfügung stehen. Zudem müsse verhindert werden, dass es zu Widersprüchen mit der anstehenden Reform des europäischen Vergaberechts kommt.

Auch beim Bürokratieabbau bleibe der Entwurf hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Neue Verpflichtungen, zusätzliche Kontaktstellen und erweiterte Nachweis- und Berichtspflichten drohten Unternehmen und Verwaltung weiter zu belasten. „Entscheidend ist mehr Praktikabilität und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aufwand und tatsächlichem Mehrwert“, betonte die Ministerin und forderte Bund und EU auf, dies im weiteren Gesetzgebungsverfahren konsequent einzubringen.

„Für eine zukunftsfähige Industriepolitik reicht es nicht aus, Symptome zu adressieren. Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit entsteht vor allem durch bessere Rahmenbedingungen: wettbewerbsfähige Energiepreise, investitionsfreundliche Regulierung, gezielte Förderung von Forschung und Innovation, den Abschluss und die Vertiefung von Handelsabkommen sowie marktwirtschaftliche Anreize zur Förderung nachhaltiger Technologien“, so die Ministerin.

Kontakt

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Hoffmeister-Kraut: Europa und Kanada müssen jetzt noch enger zusammenrücken

Ministerin Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine noch engere Anbindung Kanadas an die Europäische Union.

unsplash / kendall ruth
Pro Beruf

Praxisnahe Berufsorientierung von Jugendlichen für 2027 und 2028 gefördert

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg verlängert das Programm „ProBeruf“ für 2027 und 2028.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen

Sicherheit ist Wirtschaftspolitik: Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Ausbildung

Unternehmen setzen auch in herausfordernden Zeiten auf berufliche Ausbildung

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die guten beruflichen Perspektiven, die eine Ausbildung eröffnen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
BW-Capital

BW-Capital investiert in HyImpulse

BW-Capital investiert in HyImpulse / Starkes Signal für den Raumfahrtstandort Baden-Württemberg.

Autos auf einem Parkplatz
Audi-Werk

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Hoffmeister-Kraut fordert von Vorstand und Aufsichtsrat klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung, Industrie und Handel mit 1,1 Millionen Euro.

Tourismussommerreise der Ministerin
Tourismus

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf Tourismusreise im Schwarzwald

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut besuchte im Rahmen der diesjährigen Sommerreise zum Thema Tourismus zwei Institutionen im Schwarzwald.

Junge blonde Frau mit Handy in der Hand.
AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW stärkt Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Staatssekretär Thomas Dörflinger steht auf einem Kran udn wird in die Luft gehoben. Der Himmel ist blau.
Sommertour

Viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg gestartet

Staatssekretär Thomas Dörflinger startet viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg.

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Pressemitteilung

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine

Das Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine zeigt Chancen auf für die baden-württembergische Wirtschaft.

Bescheidübergabe Digital Hubs
Pressemitteilung

Baden-Württemberg fördert Digitalisierung der Wirtschaft mit rund 6 Millionen Euro

Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an regionalen Digital Hubs übergeben.

Bescheidübergabe Hahn-Schickard
Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Stärkung resilienter Lieferketten: Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Bescheidübergabe FZI und HdM
Förderung

Baden-Württemberg fördert Robotik-Innovation mit rund 1 Million Euro aus EU-Mitteln

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erhalten für das Projekt „Roboter-Simulacrum“ einen symbolischen Förderscheck in Höhe von einer Million Euro.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsförderung

Neue Zeitrechnung für Risikokapital-Förderung in Baden-Württemberg

Landesgesellschaft: BW-Capital startet operativen Betrieb