Wettbewerb

Heimische Unternehmen für Industrie 4.0-Projekte ausgezeichnet

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Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg"

Staatssekretär Peter Hofelich hat am 10. November 2015 die ersten Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. In der ersten Runde des Wettbewerbs wurden dreizehn Unternehmen ausgezeichnet, die wegweisende Impulse für die Produktion der Zukunft gesetzt haben.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0.

„Mit dem Wettbewerb wollen wir vorbildliche und praxisnahe Industrie 4.0-Lösungen in Industrie und Handwerk auszeichnen. Wir wollen besonders kleine und mittelständische Unternehmen im Land ermuntern, ihre Ideen zu präsentieren. Unser Mittelstand ist auch im Bereich Industrie 4.0 Vorreiter“ so Staatssekretär Peter Hofelich. „Alle heute prämierten Projekte und Lösungen zeigen, dass Baden-Württemberg ein starker Innovations- und Wirtschaftsstandort ist. Mit der Preisverleihung wollen wir tollen Ideen aus dem Land noch bekannter machen und auch andere Unternehmen und Institutionen motivieren, in der Industrie 4.0 aktiv zu werden.“

Die prämierten Projekte reichen von neuen Produkten, Komponenten, Maschinen und Anlagen über Software- und Vernetzungslösungen bis hin zu neuen Produktions- und Organisationsprozessen sowie neuen Leistungsangeboten für Industrie- und Privatkunden. Den ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen bietet der Wettbewerb eine breite Bühne, um so ihre Industrie 4.0-Lösungen noch stärker zu bewerben.

„Die ausgezeichneten Lösungen verdeutlichen, dass Industrie 4.0 schon heute keine abstrakte Zukunftsvision mehr ist, sondern vielerorts die gelebte Realität. Damit wird auch deutlich, dass digitale Lösungen sich zunehmend im Mittelstand durchsetzen und auch dort konkrete Mehrwerte schaffen. Baden-württembergische Unternehmen sind führend in der Umsetzung von Industrie 4.0.“, sagte Dr. Manfred Wittenstein, Sprecher der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde zur Auszeichnung als einer der 100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz präsentiert und in den Kompetenzatlas des Landes Baden-Württemberg aufgenommen.

Folgende Unternehmen und Organisationen wurden ausgezeichnet:

  • Elabo GmbH, Crailsheim: Vernetzung der Wertschöpfungsschritte entlang des Lebenszyklus
  • Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim: „iBin“ – ein intelligenter Behälter
  • BorgWarner Ludwigsburg GmbH, Ludwigsburg: Digitale Schichtplanung
  • SKALERO Gmbh, Freiburg: Mit der Softwareplattform „4tasks“ sehen, was im Betrieb los ist
  • Felss Systems GmbH, Königsbach-Stein: Datenerfassungs- und Kommunikationssystem zur durchgängigen Bauteilerfassung und Vernetzung der Prozessparameter
  • ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, Mulfingen: MES-System für die Vernetzung der Wertschöpfungsschritte
  • Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden: Neue Industrie 4.0-Montagelinie „Floor Care Zukunft”
  • Rota Yokogawa GmbH & Co. KG, Wehr: Digitale Feinsteuerung der Produktion und Vernetzung
  • digital worx GmbH, Stuttgart: Indoor-Navigation mit „iBeacons“
  • WAFIOS AG, Reutlingen: „iQControl“ – Prozesskontrolle zur Toleranz-Reduzierung
  • Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe: „Plug & Work Schnittstelle“ – Ein digitaler Dolmetscher
  • GEBHARDT Fördertechnik GmbH, Sinsheim: „FlexConveyor“ – Ein Fördertechnik-Baukasten für die Intralogistik
  • Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mosbach: „Digitale Lernfabrik“ – Aus- und Weiterbildung des Ingenieurs der Zukunft


weitere Informationen:
Wirtschaftsminister Nils Schmid hat die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Die Netzwerkinitiative will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Als Sprecher stehen der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg Dr. Manfred Wittenstein (Aufsichtsrat der Wittenstein AG) und Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl (Institutsleiter der Fraunhofer IPA) vor. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungsreinrichten sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen daher in erster Linie von der Allianz profitieren.

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