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Kloster Maulbronn seit 25 Jahren UNESCO-Weltkulturerbe

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UNESCO Kloster Maulbronn seit 25 Jahren UNESCO-Weltkulturerbe

„Das Kloster in Maulbronn ist ein Juwel unseres Landes und eng verwoben mit unserer baden-württembergischen Kultur. Es ist ein Stück Heimat. Und deswegen macht es uns stolz, dass dieser einmalige Ort nicht nur uns etwas bedeutet, sondern weit über die Region hinausweist“, so Ministerpräsident Kretschmann. „Die Anlage ist so vollständig erhalten wie kein anderes Zisterzienserkloster nördlich der Alpen. Sie fügt sich dabei sehr harmonisch in die Landschaft ein. Und die Zisterzienser, die das Kloster im 12. Jahrhundert gegründet haben, haben auch die Seele unseres Landes mitgeprägt – und die Europas. Die Geschichte der Zisterzienser zeigt uns, wie gut Nachhaltigkeit und Innovationskraft, Heimat und europaweit gültige Werte zusammen gehen können.

Allein 2018 haben mehr als 260.000 Gäste das Kloster besucht. Als es 1993 UNESCO-Welterbestätte wurde, waren es 90.000. „Es ist schön, dass Menschen aus aller Welt unser Welterbe sehen wollen“, stellte Finanzministerin Sitzmann fest. „Kloster Maulbronn ist ein lebendiges Denkmal. Über die Jahrhunderte wurde es kontinuierlich genutzt und mit Leben gefüllt – bis heute. Es ist ein historisches Erbe, das wir bewahren wollen.“ Sie wies darauf hin, dass das Land die Klosteranlage in den vergangenen 25 Jahren umfassend saniert habe: „Seit 1993 haben wir rund 57 Millionen Euro in die Klosteranlage investiert.“ Aktuell saniert das Amt Pforzheim des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg unter anderem das Herrenrefektorium, ein Hallenbau aus dem 13. Jahrhundert.

„Zum Welterbe-Jubiläum küren wir Maulbronn auch zum Kloster des Jahres 2019. Es freut mich sehr, dass wir das Kloster in diesem Jahr damit gleich doppelt feiern können“, so Sitzmann. Als Schloss, Kloster, Garten oder Burg des Jahres wird seit 2010 jährlich ein historisches Monument der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ausgezeichnet. Kloster Maulbronn steht damit in einer Reihe mit Monumenten wie dem Neuen Schloss Tettnang, dem Schloss Bruchsal, dem Garten Schwetzingen und der Festungsruine Hohentwiel.

„Die UNESCO-Welterbestätte Maulbronn stellt die besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen dar“, erklärte Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, das zugleich oberste Denkmalschutzbehörde des Landes ist. „Mein besonderer Dank an diesem Jubiläumstag gilt den Denkmalpflegerinnen und Denkmalpflegern, die in den zurückliegenden Jahrzehnten ihren wertvollen Beitrag zum Erhalt dieses herausragenden Kulturdenkmals in unserem Land geleistet haben und diese einzigartige Klosteranlage auch für kommende Generationen erlebbar machen.“

Die Welterbestätte Maulbronn besteht aus mehr als nur den Gebäuden innerhalb der 850 Meter langen Klostermauer. Zu ihr gehört auch das komplexe Wasserbewirtschaftungssystem der Zisterzienser-Mönche, das weit in die umgebende Landschaft ausgreift. Zum Schutz, zur Pflege und zur Erhaltung der gesamten Klosteranlage arbeiten eine Vielzahl von Expertinnen und Experten Hand in Hand: Allein bei der Landesdenkmalpflege umfasst das Team zahlreiche Disziplinen wie etwa Baudenkmalpfleger, Archäologen, Restauratoren und Inventarisatoren.

Neben Erhalt und Restaurierung steht in Maulbronn die Präsentation im Mittelpunkt. Dazu gehörte von Anfang an ein modernes Informationszentrum. Inzwischen bietet das UNESCO-Denkmal gleich mehrere Museen. Das neueste zeigt die Rolle Maulbronns und seiner Klosterschule für die Literatur und Geistesgeschichte. Außerdem soll ein Kindermuseum entstehen, wo ein spielerischer Zugang zu Mittelalter und Klosterleben vermittelt wird.

Weitere Informationen:

Im Dezember 1993 wurde Kloster Maulbronn von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Außergewöhnlich an Maulbronn ist, dass neben den Gebäuden der Klausur – wie etwa dem Kreuzgang und der Klosterkirche – die gesamte Klosterstadt erhalten ist. Auch Wirtschafts- und Verwaltungsbauten, Mauern und Befestigungen bestehen noch. Die Landschaft der Umgebung hat bis heute sichtbare Spuren der zisterziensischen Landwirtschaft mit Fischteichen, Bewässerungskanälen, Obstkultur und Weinbau

Kloster Maulbronn war 1993 das erste Welterbe-Denkmal in Baden-Württemberg. Seither sind weitere dazu gekommen: 2000 die Klosterinsel Reichenau im Bodensee, 2005 der obergermanisch-rätische Limes, 2011 die Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben, die Höhlen der Eiszeit auf der Schwäbischen Alb und 2016 die Weißenhofsiedlung in Stuttgart als Denkmal der Moderne.

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