Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

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Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte heute (27. Februar) anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die leichte saisonübliche Belebung gegenüber Januar reicht nicht aus, um die Arbeitslosenquote spürbar zu senken. Eine durchgreifende Erholung ist derzeit nicht erkennbar.“

Die Arbeitslosenquote bleibt im Februar 2026 unverändert auf 4,8 Prozent. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg sinkt im Februar 2026 leicht um 3.658 Personen beziehungsweise 1,2 Prozent auf insgesamt 306.758 Arbeitslose. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 4,6 Prozent und es gab 14.179 Arbeitslose weniger.

„Der Arbeitsmarkt steht weiterhin unter dem Einfluss von geopolitischen Spannungen und handelspolitischer Restriktionen. Gleichzeitig zeigen sich in zentralen Industriebereichen langfristige, strukturelle Anpassungsprozesse. Besonders die exportorientierte Industrie steht unter starkem Druck, was sich auf Investitionsentscheidungen und Beschäftigungsperspektiven auswirkt“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Im Februar 2026 steigt die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit leicht und lag bei 73.790. Gegenüber dem Vormonat waren dies 1.777 beziehungsweise 2,5 Prozent ausgeschriebene Stellen mehr. Im Vorjahresvergleich waren 242 (minus 0,3 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.

„Zwar ist gegenüber dem Jahresbeginn ein leichter Anstieg neu gemeldeter Stellen zu verzeichnen, doch eine tragfähige Perspektive für einen spürbaren Abbau der Arbeitslosigkeit ist derzeit nicht erkennbar. Vor allem der Maschinenbau und die Automobilindustrie zählen bundesweit zu den Branchen mit den höchsten erwarteten Beschäftigungsrückgängen. In Baden-Württemberg ist diese Entwicklung besonders relevant, da ein erheblicher Anteil der industriellen Wertschöpfung und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung an diesen Branchen hängt.“

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren lag im Februar 2026 bei 27.480. Im Vergleich zum Januar 2026 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 1.025 Personen beziehungsweise plus 3,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Jugendarbeitslosigkeit um 9,7 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote betrug im Februar 4,0 Prozent. Im Februar 2025 lag sie noch bei 3,6 Prozent und vor der Coronapandemie im Februar 2020 bei 2,7 Prozent.

„Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Junge Menschen sind von wirtschaftlichen Schwächephasen besonders betroffen, da Unternehmen bei unsicherer Auftragslage Neueinstellungen zurückstellen. Doch gerade in Baden-Württemberg sind stabile Ausbildungs- und Übernahmeangebote entscheidend, um die Substanz des Arbeitsmarktes langfristig zu sichern. Ebenso kommt es darauf an, Beschäftigte durch gezielte Weiterbildung und Qualifizierung in neue Tätigkeitsfelder zu integrieren und so die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken“, so Hoffmeister-Kraut.

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