Vermögen und Bau

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft favorisiert neuen Standort für die Hochschule Esslingen

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Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Esslingen haben sich auf die Verlagerung des Campus Flandernhöhe der Hochschule Esslingen in einen Neubau in der Neuen Weststadt verständigt.

Grundlage ist eine vom Land in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, die anstelle einer aufwändigen und teuren Sanierung der Bestandsgebäude in der Flandernstraße den Neubau favorisiert. Die Verständigung zwischen dem Land und der Stadt steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Landtages und des Gemeinderates. Dies teilten Staatssekretär Ingo Rust vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger am 24. Juli 2014 in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Stuttgart mit.

„Am bisherigen Standort Flandernstraße besteht nach 40-jähriger Hochschulnutzung ein erheblicher Sanierungsbedarf. Ein maßgeschneiderter Neubau in der Neuen Weststadt bringt erhebliche Synergieeffekte für den Hochschulbetrieb“, erklärte Staatssekretär Ingo Rust. „Durch die zentrale innerstädtische Lage und die hervorragende Verkehrsanbindung schaffen wir beste bauliche Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Hochschule“, so Rust weiter.

Die Hochschule Esslingen hat an ihrem Standort in der Flandernstraße einen erheblichen Sanierungs- und Instandsetzungsstau. Mit einem Neubau kann die bisherige Fläche um ein Viertel reduziert werden. Zudem können energetische Einsparpotentiale optimal erschlossen werden. Bei einer Lebenszyklusbetrachtung liegt die Summe aus Investitions- und Betriebskosten eines Ersatzneubaus in der Weststadt nur unwesentlich über den Kosten einer Gesamtsanierung. Voraussetzungen hierfür sind die Übernahme des vom Land nicht mehr benötigten Geländes Flandernstraße durch die Stadt Esslingen und die Erstellung eines Parkhauses mit etwa 360 Parkplätzen. Darüber hinaus trägt die Stadt die Kosten für die Beseitigung von möglichen Altlasten am neuen Standort, der auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände liegt. Die verbleibende Differenz kann weitgehend durch geringere Betriebskosten kompensiert werden.

„Das Land und die Stadt wollen aktiv und partnerschaftlich die Chance einer Verlegung des Hochschul-Campus Flandernhöhe in die Neue Weststadt nutzen. Gemeinsam mit den Firmen, Verbänden sowie zwei Studentenwohnheimen wollen wir zum Nutzen der Gesamtstadt ein innovatives Milieu schaffen. Der Neubau bringt Campus-Atmosphäre in die Esslinger Innenstadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

Prof. Walter Carnetzki, Prorektor der Hochschule Esslingen freut sich über den vom Ministerium favorisierten Neubau: „Die Hochschule Esslingen feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen am Standort Esslingen. Vor hundert Jahren war der Bau ein finanzieller Kraftakt, der sich im Rückblick für alle gelohnt hat. Der Neubau der Hochschule Esslingen ist in jeder Hinsicht eine Investition in unsere Zukunft, eine Investition in die Bildung, in die Forschung und Entwicklung, in den Standort Baden-Württemberg sowie in die Entwicklung der Stadt Esslingen.“

Hochschule Esslingen Pläne Neue Weststadt

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