Wettbewerb

Mittelstandsbeauftragter Peter Hofelich zeichnet Sieger des MINT-Wettbewerbs aus

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Gruppenbild der Preisverleihung

Der Landesbeauftragte für Mittelstand und Handwerk Peter Hofelich hat am 17. Juli 2014 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft die Sieger des Unternehmenswettbewerbs „Frauen in MINT-Berufen“ ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden kreative und innovative Konzepte von Unternehmen zur Förderung von Frauen in den Berufsfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

„Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, auf qualifizierte Frauen zu verzichten. Die Sieger des Wettbewerbs haben kreative Konzepte zur Förderung von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen in ihren Unternehmensalltag integriert. Mit der Auszeichnung wollen wir diese Projekte bekannt machen und deren Verbreitung fördern“, sagte Hofelich. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ statt.

Die Sieger des Unternehmenswettbewerbs im Überblick
Kategorie „Berufsorientierung und Recruiting“: Conz + Straßer GmbH, Spaichingen, Endress+Hauser InfoServe GmbH & Co. KG GmbH, Weil am Rhein, E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, Oberderdingen

Kategorie „Wiedereinstieg in den Beruf“: Alfred Arnold Verladesysteme, Stuttgart, tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH, Reutlingen, Fraunhofer IZS/IWM, Stuttgart

Kategorie „Personalentwicklung und -bindung“: HAMPF CONSULT, Offenburg, CeGaT GmbH, Tübingen, Hewlett-Packard GmbH, Böblingen

Sonderkategorie „Regionale Initiativen zur Förderung von Frauen in MINT-Berufen“: Innovationsregion Hohenlohe e.V., Künzelsau (Sieger Sonderpreis), Lernende Region Heilbronn-Franken e.V., Heilbronn (Sieger Sonderpreis)

Mehr Informationen zu den Siegern
Das Siegerunternehmen in der Kategorie „Berufsorientierung und Recruiting“ der Größenklasse 1-50 Beschäftigte ist die Conz + Straßer GmbH aus Spaichingen. Die Präsenz auf regionalen Kontaktmessen und Ausbildungsbörsen, der Austausch mit örtlichen (Hoch-)Schulen, die gezielte Ansprache von Schülerinnen und jungen Frauen über Facebook oder Xing sowie das Angebot Praktika im Unternehmen zu absolvieren, um frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt eines Oberflächen- und Härtetechnikunternehmens zu gewinnen, zeigen ihren Erfolg: 56 Prozent der Beschäftigten im MINT-Bereich bei Conz + Straßer sind weiblich.

Die Endress+Hauser InfoServe GmbH & Co. KG aus Weil am Rhein überzeugte die Jury in der Kategorie „Berufsorientierung und Recruiting“ der Größenklasse 51-500 Beschäftigte unter anderem mit ihrem Engagement in den Schulpartnerschaften mit dem Kant-Gymnasium in Weil am Rhein sowie dem Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach und dem Netzwerk „Mehr Frauen in Führungspositionen – Regionales Bündnis Lörrach“. Dass sich der Einsatz für die Berufsorientierung und das Recruiting von weiblichen MINT-Fachkräften lohnt, spiegelt sich in dem Frauenanteil des Unternehmens wider: ein Drittel der Belegschaft von Endress+Hauser InfoServe ist weiblich.

In der Größenklasse über 500 Beschäftigte konnte die E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH aus Oberderdingen den Preis der Kategorie „Berufsorientierung und Recruiting“ gewinnen. Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem breiten Engagement des Unternehmens zur Gewinnung weiblicher MINT-Fachkräfte, dass sich in der Teilnahme an Informationsmessen und am Girls´ Day, in Partnerschaften mit Schulen und Universitäten sowie der Beteiligung an verschiedenen Netzwerken zur Förderung von Frauen in MINT-Berufen wie beispielsweise dem Arbeitskreis Hochschule Wirtschaft vom Arbeitgeberverband Südwestmetall niederschlägt.

In der Kategorie „Wiedereinstieg in den Beruf“ der Größenklasse 1-50 Beschäftigte heißt das Siegerunternehmen Alfred Arnold Verladesysteme aus Stuttgart. Unter dem Motto „Gelebte Familienfreundlichkeit“ hat das Familienunternehmen zahlreiche Maßnahmen für den Wiedereinstieg implementiert, die mit einem intensiven Kontaktpflegeprogramm während der Elternzeit beginnen und danach eine problemlose Rückkehr in den Berufsalltag zum Beispiel durch individuelle Arbeitszeitmodelle ermöglichen. Dieses Engagement zahlt sich aus: Bisher kehrten alle Beschäftigten nach der Elternzeit wieder in das Unternehmen zurück.

Den Preis der Größenklasse 51-500 Beschäftigte in der Kategorie „Wiedereinstieg in den Beruf“ gewann die tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH aus Reutlingen. Im Fokus der Maßnahmen stehen der kontinuierliche Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Teilnahme an Schulungen und Veranstaltungen auch während der Pflege- und Elternzeit: So bleiben alle Beschäftigten stets über unternehmensinterne Vorgänge informiert und weiterhin ein aktiver Bestandteil der Firma. Die Rückkehrquote von 100 Prozent bestätigt den Erfolg dieser Maßnahmen.

Sieger der Größenklasse über 500 Beschäftigte in der Kategorie „Wiedereinstieg in den Beruf“ sind die Fraunhofer Institute am Institutszentrum Stuttgart IZS und das Fraunhofer IWM, die mit verschiedenen Konzepten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach der Rückkehr in den Beruf unterstützen. So stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beispielsweise in Notfällen Kinderbetreuungsprogramme und ein Mit-Kind-Büro zur Verfügung. Die hundertprozentige Rückkehrrate der Beschäftigten nach der Elternzeit spricht für den Erfolg dieser Konzepte.

Den Preis der Kategorie „Personalentwicklung und -bindung“ der Größenklasse 1-50 Beschäftigte konnte HAMPF CONSULT aus Offenburg für ihre Programme zur individuellen Förderung und Karriereentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen im MINT-Bereich gewinnen. Potenzialanalysen, regelmäßige Entwicklungsbeurteilungen, Mentoring-Initiativen, Job-Enrichment-Programme oder auch Management-Trainings für Frauen in Führungspositionen sind fest in den Unternehmensalltag integriert. Den Erfolg der unternehmensinternen Maßnahmen zur Personalentwicklung und -bindung bestätigt nicht zuletzt der Frauenanteil von 63 Prozent in den MINT-Berufen.

Sieger in der Größenklasse 51-500 Beschäftigte der Kategorie „Personalentwicklung und -bindung“ ist die CeGat GmbH aus Tübingen, die die Jury mit einem beeindruckend hohen Frauenteil in den oberen Führungspositionen überzeugte: 50 Prozent der Stellen sind hier von Frauen besetzt. Zum hohen Anteil an weiblichen Führungskräften tragen insbesondere regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Schulungen für Führungskräfte bei. Dabei spielt auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Rolle. Die Erstellung von individuellen Lösungen steht für das Unternehmen im Fokus jeder beruflichen Beziehung.

Die Hewlett-Packard GmbH aus Böblingen gewinnt den Preis für die Kategorie „Personalentwicklung und -bindung“ der Größenklasse über 500 Beschäftigte. Mit der eigens initiierten Workshop-Reihe „Female Talents Explore Leadership“ unterstützt das Unternehmen Mitarbeiterinnen mit Führungspotenzial sowie dem Interesse an einer Management-Laufbahn dabei, sich bewusst mit ihrer Karriereplanung auseinanderzusetzen und diese aktiv in die Hand zu nehmen.

In der Sonderkategorie „Regionale Initiativen zur Förderung von Frauen in MINT-Berufen“ überzeugten zwei Bewerber die Jury: die Lernende Region Heilbronn-Franken e.V. und die Innovationsregion Hohenlohe e.V.. Die Lernende Region Heilbronn-Franken e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, durch Beratungs- und Bildungsangebote zur positiven Entwicklung der Region beizutragen. Seit 2006 organisieren die Mitglieder daher unter anderem die Projektwoche „MuT – Mädchen und Technik“, die Schülerinnen durch das Austesten ihrer Fähigkeiten bei Experimenten und praktischen Übungen frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Berufe begeistern möchte.

Fotos erhalten Sie auf Anfrage bei der Pressestelle.

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