Lernfabriken 4.0

Offizielle Einweihung der Lernfabrik 4.0 an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen

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Ministerialdirektor Hubert Wicker bei der Einweihung der Lernfabrik in Aalen, die das Ministerium mit bis zu 500.000 Euro fördert. (Foto: Technische Schule Aalen)

„Die Arbeitskräfte müssen gut auf den mit der Industrie 4.0 einhergehenden Strukturwandel vorbereitet werden. Die neue Lernfabrik 4.0 an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule am Gewerblichen Schulzentrum in Balingen ist dafür ein Leuchtturm der beruflichen Ausbildung auf der Höhe der Zeit. Die Auszubildenden sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungslehrgängen können hier auf der Basis hochaktueller Industriestandards fit gemacht werden für die digitale Produktion der Zukunft“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 18. November 2016 bei der offiziellen Einweihung der Lernfabrik, die das Ministerium mit bis zu 484.000 Euro fördert.

„Die Digitalisierung der Wirtschaft und die intelligente Fabrik der Zukunft brauchen ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, so Hoffmeister-Kraut. Die Anforderungen an die Arbeitskräfte würden sich dabei verändern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „Die Lernfabriken 4.0 sind praxisnahe Lernorte, in denen das abstrakte Konzept der Industrie 4.0 fassbar wird“, so die Ministerin.

In der Lernfabrik in Balingen sind innovative Technologien eingebunden, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. Zur Ausstattung gehören beispielsweise zwei Roboter-Stationen und eine Schnittstelle, mit der die Anlage über Tablets gesteuert werden kann. Simulationswerkzeuge ermöglichen es, beliebige Prozesse zunächst virtuell zu testen und dann real ablaufen zu lassen. „Das große Engagement der Wirtschaft zeigt die Bedeutung, die sie den Lernfabriken 4.0 als ideale Vorbereitungszentren für die Digitalisierung der Produktion beimisst“, so Dr. Hoffmeister-Kraut.

Neben dem Wirtschaftsministerium bringt der Zollernalbkreis als Schulträger einen weiteren Finanzierungsbeitrag ein. Darüber hinaus unterstützen wesentliche Unternehmen der Region das Lernfabrik-Konzept und haben eine Eigenbeteiligung mit über zehn Prozent der Gesamtkosten zugesagt. Weitere Kooperationspartner sind die IHK Reutlingen, die Handwerkskammer Reutlingen, die WFG Zollernalbkreis und die Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Weitere Informationen
Das Projekt der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule am Gewerblichen Schulzentrum in Balingen war eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des ehemaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 eine Bewerbung eingereicht hatten und letztendlich von der Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurden. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Millionen Euro.

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