global verantwortlich BW

Online-Veranstaltung zu nachhaltigen Lieferketten

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hafen mit Containerschiffen von oben

In einer Online-Veranstaltung unter dem Titel "Verantwortung in Lieferketten: Regulierung als Risiko und Chance" wurden die Chancen und Risiken der Regulierung durch das neue deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und den von der Europäischen Kommission vorgelegten Richtlinienentwurf über Nachhaltigkeitspflichten für Unternehmen in den Blick genommen. Betriebe sind künftig stärker gefragt, Risiken entlang globaler Wertschöpfungs- und Lieferketten zu identifizieren, richtig einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut betonte: „Ich bin davon überzeugt, dass gelebte gesellschaftliche Verantwortung mit entscheidend dafür ist, dass wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Um diese neuen Anforderungen erfüllen zu können, brauchen unsere Unternehmen aber Unterstützung. Denn sie müssen ihre Lieferketten künftig systematisch bewerten und entsprechende Maßnahmen entwickeln. Genau hier setzt unserer Praxisreihe ‚global verantwortlich BW‘ an.“ Das Programm soll Unternehmen Handlungs- und Umsetzungswissen für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement vermitteln. „Wir setzen dabei auf die gelebte gesellschaftliche Verantwortung unserer Unternehmen und wollen deren Anstrengungen mit unserer Initiative konkret unterstützen. Nur dann können unsere Betriebe ihre gesellschaftliche Verantwortung im globalen Handel auch effektiv wahrnehmen“, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut wies aber auch darauf hin, dass zusätzliche Belastungen für Unternehmen angesichts der international dramatischen Lage in Verbindung mit der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und dem inflationären Umfeld sorgfältig geprüft werden müssten. „Die Durchsetzung von Nachhaltigkeitszielen in den Lieferketten ist richtig und wichtig. Es gilt aber, auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bürokratischen Formalismen und den erreichbaren Verbesserungen zu achten. Denn überzogene Anforderungen können für Mensch und Umwelt zum Bumerang werden“, betonte die Ministerin. Wenn gerade mittelständische Unternehmen sich aus Entwicklungs- und Schwellenländern zurückziehen würden, wäre wenig gewonnen. Denn diese seien mit ihrem gesellschaftlichen Engagement dort für ein global verantwortliches Wirtschaften unerlässlich.

Das vom Bund verabschiedete Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Es regelt unternehmerische Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten in internationalen Wertschöpfungs- und Lieferketten. Die Europäische Kommission hat am 23. Februar 2022 nun ebenfalls einen Richtlinienentwurf über Nachhaltigkeitspflichten von Unternehmen vorgelegt, welches hinsichtlich Geltungsbereich und Anforderungen gegenüber Unternehmen in Teilen deutlich über das deutsche Lieferkettengesetz hinausgeht.

Praxiseinblicke für nachhaltiges Lieferkettenmanagement

Am Vormittag der Veranstaltung boten Vertreterinnen und Vertreter baden-württembergischer Unternehmen konkrete Praxiseinblicke und Umsetzungsbeispiele hinsichtlich eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements, bevor die Paneldiskussion am Nachmittag sich insbesondere mit den Entwicklungen des regulatorischen Umfelds aus wirtschaftlicher, politischer und zivilgesellschaftlicher Perspektive auseinandersetzte.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Praxisreihe global verantwortlich BW – Lieferketten nachhaltig gestalten des Ministeriums für für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg statt. Das Unterstützungsprogramm hat das Ziel, kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg praktisches Handlungs- und Umsetzungswissen für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement zu vermitteln. 

Kontakt

Weitere Meldungen

Radarsatellit umrundet die Erde.
Förderung

Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro unterstützt

Baden-Württemberg unterstützt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Bundesrat

Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Jahrelanger Einsatz zahlt sich aus: Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit HANDWERK BW und baden-württembergischen Handwerksunternehmen nach Rumänien.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Berufliche Ausbildung

„Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird weiter ausgebaut

Das Ministerium für Wirtschaft Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg baut das Förderprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ weiter aus.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Zumeldung

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe – Klares Bekenntnis zum Standort in Baden-Württemberg.

Start-up WOW Challenge 2026
Start-up BW

BLACKPIN.IOT GmbH agewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026"

Bühne frei für Innovation: BLACKPIN.IOT GmbH aus Aalen/Hüttlingen gewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2026/27“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Ministerin Hoffmeister-Kraut in der Mitte mit einem symbolischen Förderscheck
Förderung

Land fördert Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS mit zehn Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert mit rund zehn Millionen Euro das Embodied AI Center als Teil des künftigen IPAI CAMPUS.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026

Gründerwasen 2026: Baden-Württembergs Start-up-Ökosystem in einem Festzelt vereint.

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Förderung

Land fördert Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vor-habens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro.

Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaftsgipfel Afrika

5. Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsgipfel Afrika stehen die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den Ländern Afrikas.

Auftaktveranstaltung Frauenwirtschaftstage 2026
Frauenwirtschaftstage

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial steht im Mittelpunkt.

Verleihung der Wirtschaftsmedaille
Wirtschaftsmedaille

Wirtschaftsmedaille des Landes für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Gründer und Inhaber der BeneVit Gruppe, Kaspar Pfister, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin dazu mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo
Industrial Accelerator Act (IAA)

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Pharmastandort

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Start-up BW Family Day: Land bringt Start-up Ökosystem zusammen

Rund 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren diskutierten beim ersten Start-up BW Family Day über Finanzierung, Venture Clienting und die Zukunft des Start-up-Ökosystems in Baden-Württemberg.