Förderung

Rund 14 Millionen Euro für „Innovationslabor K15“ des fem in Schwäbisch Gmünd

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Mit rund 14 Millionen Euro fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus das fem Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie in Schwäbisch Gmünd für das Neubauvorhaben „Innovationslabor K15“.

„Mit der Förderung dieses Projekts leisten wir einen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Von der gezielten Investition in den Ausbau der Forschung zur Rohstoff- und Ressourceneffizienz sowie Energietechnik profitiert auch unser Mittelstand“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Mittel für die Förderung stammen aus dem Programm REACT-EU, mit dem die Europäische Union die Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie unterstützt. Das „Innovationslabor K15“ ist dabei die finanziell größte Einzelinvestition, die vom Wirtschaftsministerium im Zuge von REACT-EU getätigt wird. „Mit den Mitteln der EU können wir gezielt in die Leistungsfähigkeit unserer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen investieren. Das ermöglicht den Ausbau des Technologietransfers und stärkt dadurch direkt auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, so die Ministerin.

Das fem bearbeitet Fragestellungen der Materialwissenschaften und Oberflächentechnik. Das Institut hat in den vergangenen Jahren seine Arbeitsschwerpunkte kontinuierlich weiterentwickelt und in einem Zukunftskonzept „Strategie 2027“ zusammengefasst. Das „Innovationslabor K15“ mit seinen 3.300 qm Netto-Raumfläche ist das Herzstück dieser Strategie und versetzt das Institut in die Lage, neue Forschungsfelder zu erschließen. „Die Forschungsthemen des fem haben große Bedeutung für mehr Nachhaltigkeit und Resilienz und leisten einen Beitrag, unsere Unternehmen unabhängiger von der Versorgung mit knappen Rohstoffen zu machen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

So sollen bespielweise im Bereich „Energietechnik“ die Forschung an Brennstoffzellen, sowie an der Lithium-Schwefel-Batterie, intensiviert werden. Der Bereich „Rohstoff- und Ressourceneffizienz“ kann seine Bemühungen bei der Entwicklung neuartiger Recyclingverfahren, sowie der Wiedergewinnung von wichtigen Materialien, verstärken. Im Fokus des Zukunftsfeldes „Leichtbau“ steht die Entwicklung von intelligenten Oberflächen mit innovativen Eigenschaften.

Ziel ist eine CO2-freie, digitale und resiliente Wirtschaft

„Die Corona-Pandemie hat unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt hart getroffen. Herausforderungen wie die Beschleunigung der Digitalisierung, die Nutzung der Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und die Transformation von Industrie und Gesellschaft hin zu einer CO2-freien Wirtschaft haben sich durch die Krise nochmals stark verdeutlicht. Für die Mittel der EU sind wir sehr dankbar. Sie helfen uns entscheidend dabei, Projekte für den Übergang zu einer klimafreundlichen, digitalen und resilienten Wirtschaft auf den Weg zu bringen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Die Mittel aus REACT-EU ermöglichten es, Vorhaben umzusetzen, die aufgrund fehlender Bundes- oder Landesmittel ansonsten nur schwer oder gar nicht möglich wären. Die Förderung aus REACT-EU sei umso hilfreicher, weil keine ergänzende Finanzierung seitens des Landes oder der geförderten Forschungseinrichtungen nötig sei, so die Ministerin. „Mit diesen Vorhaben setzen wir zielgerichtet Impulse mit möglichst hoher Multiplikator-Wirkung für eine stabile Erholung der Wirtschaft im Sinne des European Green Deal. Zugleich unterstützen wir die Innovationsfähigkeit Baden-Württembergs.“

Das Programm REACT-EU

REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas) und ist Teil des Aufbauinstruments „NextGenerationEU“, mit dem die EU 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen bereitstellt. REACT-EU wird in Baden-Württemberg unter anderem über das Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) umgesetzt, an dem das Wirtschaftsministerium beteiligt ist. Dem Wirtschaftsministerium stehen aus REACT-EU zirka 47 Millionen Euro zur Förderung von Forschungsinfrastruktur mit Ausrichtung auf den Übergang zu einer digitalen und klimafreundlichen Wirtschaft zur Verfügung.

Das fem Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg e.V. Die 12 Institute der Innovationsallianz sind wichtige Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen. Sie forschen erfolgreich in den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die neue Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Das fachliche Spektrum der Forschungsarbeit reicht von Mikroelektronik, Informatik, Biotechnologie und Medizintechnik bis hin zu Lasertechnik und Erneuerbaren Energien. Die Institute werden durch das Wirtschaftsministerium jährlich in ihrer Grundfinanzierung mit insgesamt rund 36 Millionen Euro gefördert.

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