Förderung

Schillerhalle und Sieben-Keltern-Schule in Metzingen erhalten insgesamt 277.680 Euro aus dem Denkmalförderprogramm

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Staatssekretär Peter Hofelich hat am 5. November 2015 bei seinem Besuch in Metzingen zwei Denkmalförderbescheide an Dr. Ulrich Fiedler, Oberbürgermeister der Stadt Metzingen, übergeben. Die Instandsetzung der Sieben-Keltern-Schule wird mit 218.280 Euro unterstützt. Für die Sanierung der Schillerhalle stehen 59.400 Euro Fördermittel zur Verfügung.

„Sowohl die Sieben-Keltern-Schule als auch die Schillerhalle sind erhaltenswerte baden-württembergische Kulturdenkmale“, sagte Staatssekretär Hofelich bei der Übergabe der Förderbescheide. „Darum freue ich mich sehr, dass die Landesregierung mit den Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm die Restaurierungsarbeiten unterstützen und so zum Erhalt der historischen Gebäude beitragen kann“, so Hofelich weiter.

Bei der Schillerhalle werden die Fassaden, der Turm und der Innenraum restauriert sowie Dach und Dachtragewerk statisch saniert. Die laufenden Maßnahmen bei der Sieben-Keltern-Schule umfassen die Instandsetzung des Tragwerks und der Dachhaut, eine Sanierung der Fassaden, brandschutztechnische und energetische Modernisierung und die Umgestaltung zu einer behindertengerechten Einrichtung.

Die Denkmalpflege ist in Baden-Württemberg eine Aufgabe mit Verfassungsrang. In Baden-Württemberg existieren schätzungsweise über 90.000 Bau- und Kunstdenkmale sowie über 60.000 archäologische Denkmale. Zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen stehen im Staatshaushaltsplan 2015 rund 16 Millionen Euro aus dem Denkmalförderprogramm zur Verfügung. Die Mittel für diese Landesdenkmalförderung werden aus den Erträgen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH finanziert.

Weitere Informationen
Die heutige Sieben-Keltern-Schule wurde 1907/08 als Volksschulgebäude von Stadtbaumeister Rumpp errichtet. Der Bau der Schule wurde durch eine großzügige Stiftung des Metzinger Fabrikanten Kommerzienrat Chritian Völter unterstützt. Charakteristisch für Schulgebäude dieser Zeit sind die großen Fenster und die zurückhaltende Fassadengestaltung. Im Untergeschoss der Schule waren ursprünglich die Baderäume für die Schüler untergebracht. Zum 75-jährigen Jubiläum der Schule 1983 wurden bereits umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen, bei denen auch die Fenster und die Ausstattung erneuert wurden.

Die Schillerhalle wurde ebenfalls von Stadtbaumeister Rumpp als Hallenbau mit Krüppelwalmdach und Treppenturm konzipiert. Der Turm an der Südseite diente ursprünglich zum Trocknen der Feuerwehrschläuche. Auch dieser Bau wurde erst möglich durch eine großzügige  Stiftung des Metzinger Fabrikanten  Kommerzienrat Christian Völter. Die Nutzung der Halle war von Anfang an als Mehrzweckhalle vorgesehen, erst seit der Sanierung und dem Umbau 1981/82 dient die Halle ausschließlich sportlichen Zwecken. Bei diesem Umbau wurden die heutigen Fenster eingebaut und das Innere funktional umgestaltet.

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