Auslandsreise

Schmid reist mit Wirtschaftsdelegation in den Irak

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Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid reist am 25. Mai mit einer 23-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach Erbil in den Irak. Schmid führt die erste offizielle Delegation eines deutschen Bundeslandes in den Irak.

Auf der viertägigen Reise bis zum 28. Mai erkundet der Minister mit Unternehmern, Verbandsvertretern, den Landtagsabgeordneten Jörg Fritz und Joachim Kößler sowie Medienvertretern die Marktchancen in der Föderalen Region Kurdistan-Irak. Die Wirtschaft der politisch relativ stabilen Region im Norden des Iraks mit der Hauptstadt Erbil entwickelte sich im letzten Jahrzehnt sehr dynamisch.

„Wirtschaftsdelegationen sind immer Türöffner für Wachstumsmärkte. Für diese Reise trifft das wohl besonders zu, weil wir Baden-Württemberger die erste Länderdelegation aus Deutschland im Irak sind“, sagte Schmid vor der Abreise. „Die Reise hat zwei Ziele: wir erkunden die Marktchancen im Nordirak und bauen den Kontakt auf politischer Ebene auf. Gerade in einem Markt wie Kurdistan-Nordirak ist die politische Flankierung für die Wirtschaft wesentlich“.

Auf dem Programm stehen politische Gespräche mit der kurdischen Regionalregierung in Erbil, bei denen Schmid mit seinen kurdischen Gesprächspartnern die wirtschaftlichen Perspektiven vor allem für die Branchen Bau, Transport, Logistik und Gesundheit erörtern will. Am Montag (27. Mai) wird die Delegation die 50 km von der türkischen Grenze entfernte Stadt Dohuk besuchen, um sich dort mit Vertretern der Regionalpolitik und der örtlichen Industrie- und Handelskammer auszutauschen. In Dohuk will die Delegation auch eines der wichtigsten Investitionsprojekte mit deutscher Beteiligung, eine Müllsortieranlage, besichtigen.

Rund 12 Prozent Wirtschaftswachstum in der Region

Das Wirtschaftswachstum der Region wird für das Jahr 2012 auf rund 12 Prozent geschätzt, das Bruttoinlandsprodukt betrug 2011 rund 23,6 Milliarden US-Dollar. Rund ein Drittel des Budgets der Regionalregierung fließt in den Ausbau der Infrastruktur, allen voran in den Ausbau von Verkehrswegen, dem Aufbau von Krankenhäusern, Schulen und Wohnungen oder dem Ausbau der Energieversorgung.

Durch die instabile Sicherheitslage im Zentralirak siedelten sich viele Unternehmen in der Region Kurdistan an. In der kurdischen Hauptstadt Erbil finden die wichtigsten irakischen Messen statt. Im Februar 2009 eröffnete in Erbil ein deutsches Generalkonsulat, seit 2010 unterstützt ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Deutsches Wirtschaftsbüro deutsche Unternehmen beim Markteintritt.

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