Betriebs- und Personalräte

Wirtschafts- und Arbeitsministerin empfängt rund 250 Vertreterinnen und Vertreter der Betriebs- und Personalräte im Land

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Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut beim Betriebs- und Personalräteempfang am 16. Oktober 2017

Als Anerkennung für ihr Engagement in den Unternehmen und Verwaltungen hat Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag (16. Oktober) rund 250 Vertreterinnen und Vertreter der Betriebs- und Personalräte im Land zu einem Empfang ins Neue Schloss in Stuttgart eingeladen.

„Die Betriebs- und Personalräte leisten für ihre Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und in der Verwaltung tagtäglich wichtige Arbeit im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung und tragen entscheidend zu einem Gelingen der Sozialpartnerschaft in Baden-Württemberg bei. Dafür möchte ich mich im Namen der Landesregierung bedanken“, sagte die Ministerin.

Wirtschaftlicher Erfolg und Wohlstand im Südwesten seien nicht zuletzt auch auf das gute Miteinander und den Betriebsfrieden in den Unternehmen zurückzuführen: „Es braucht Menschen, die Veränderungen frühzeitig und mit Sachverstand wahrnehmen, die mitreden und die tatkräftig mitgestalten.“

Dies sei vor allem mit Blick auf die aktuell dynamischen Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt entscheidend. Hoffmeister-Kraut: „Es muss uns gelingen, die Arbeit der Zukunft so zu gestalten, dass am Ende immer ein Interessensausgleich stattfinden kann.“ Hier seien Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen gefragt. Die Ministerin warb in diesem Zusammenhang auch für eine Stärkung der Tarifbindung, denn ein partnerschaftlicher Interessensausgleich der unmittelbar Betroffenen sei staatlichen Regelungen vorzuziehen. Hoffmeister-Kraut ermunterte die Gäste gleichzeitig zu einem intensiven Dialog auch mit der Politik, da Betriebsräte nicht nur die Stimme der Belegschaften im Betrieb, sondern auch gegenüber der Politik seien.

Der ebenfalls anwesende DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann dankte den Vertreterinnen der Betriebs- und Personalräte für ihr tagtägliches Engagement: „Demokratie am Arbeitsplatz kann nur mit aktiven Betriebs- und Personalräten gelebt werden. Dies geht nur mit hohem Einsatz, Kompetenz und Streitbarkeit. Es ist wissenschaftlich belegt: Betriebsräte steigern die Produktivität eines Unternehmens. Es ist daher nicht akzeptabel und auch durch nichts zu rechtfertigen, dass Arbeitgeber immer wieder versuchen, Betriebsratsgründungen im Keim zu ersticken. Von Politikerinnen und Politikern erwarte ich, dass sie sich aktiv für die Stärkung der Mitbestimmung einsetzt. Die Digitalisierung und der Strukturwandel können nur erfolgreich bewältigt werden, wenn alle Beteiligten auf Augenhöhe eingebunden sind. Dazu gehören selbstverständlich die Betriebs- und Personalräte.“

Die Wirtschafts- und Arbeitsministerin appellierte an ihre Gäste, sich auch weiterhin aktiv in ihren Gremien einzusetzen und für das Engagement in Betriebs- und Personalräten zu werben, „damit sich auch künftig genug Menschen finden, die bereit sind, sich als Teil einer Verantwortungsgemeinschaft für andere und für ihre Betriebe stark zu machen.“

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