EU-Verordnung

Wirtschaftsministerin begrüßt Erlass der EU-Verordnung zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen und Kontrollmechanismus zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, betonte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (22. März). „Gleichzeitig stellt die neue EU-Verordnung eine notwendige Ergänzung des seit 29. Dezember 2018 verschärften deutschen Investitionsprüfungsrechts dar.“ Sie reagierte damit auf die gestrige (21. März) Verkündung der Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union. „Mit der neuen EU-Verordnung wird es zukünftig unter anderem möglich sein, Übernahmen im Bereich der kritischen Technologien, wie künstliche Intelligenz oder Robotik, einfacher zu überprüfen und zu untersagen“, begründet die Ministerin.

„Mit Blick auf eine sichere Infrastruktur und auf den Erhalt von Kernkompetenzen baden-württembergischer Unternehmen in Schlüsseltechnologien wie etwa der Automatisierung, Digitalisierung und KI sind wir nun besser gewappnet. So sind wir in der Lage, strategische Übernahmebemühungen aus dem Ausland auf ihre Vereinbarkeit mit einem fairen Wettbewerb und den Sicherheitsinteressen Deutschlands zu prüfen“, so die Ministerin. Daher sei es erforderlich, dass Firmenkäufe von Investoren aus Drittstaaten auch dann geprüft und Übernahmen untersagt werden können, wenn die tatsächliche Eigentümerstruktur des Käufers verschleiert wird oder wenn Kaufinteressenten auf unterschiedliche Weise unter Kontrolle eines Staates stehen, erläuterte Hoffmeister-Kraut. Die neue EU-Verordnung ermöglicht es, dies bei der Prüfung von Firmenkäufen durch Investoren aus Drittstaaten zu berücksichtigen.

Auch in Zukunft werde es notwendig sein, das Instrumentarium zur Investitionsprüfung entlang den sich stets verändernden Marktbedingungen und -strukturen laufend zu prüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Dabei werde sich Baden-Württemberg auch weiterhin für den Erhalt der Investitionsfreiheit einsetzen. Denn in der Summe profitiere Baden-Württemberg von ausländischen Investitionen. „Daher tritt Baden-Württemberg weiterhin für offene Märkte, freien Kapitalverkehr und wechselseitige Investitionen sowie für einen vorhersehbaren, nichtdiskriminierenden und transparenten Kontrollmechanismus für ausländische Direktinvestitionen ein,“ führte die Ministerin aus.

Weitere Informationen:

Mit der am 21. März 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union verkündeten EU-Verordnung zur Schaffung eines Rahmens für die Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen in der Union (Verordnung (EU) Nr. 2019/452, ABl. L 79I vom 21.03.2019, S.1) wird es für die EU-Mitgliedstaaten einfacher, Direktinvestitionen aus Drittstaaten beispielsweise in kritische Infrastrukturen und in kritische Technologien zu untersagen. Außerdem wird durch die EU-Verordnung erstmals ein Kooperationsmechanismus zwischen den Mitgliedstaaten untereinander und zwischen den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission im Bereich der Investitionsprüfung eingerichtet.

Die EU-Verordnung tritt am 10. April 2019, dem zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union, in Kraft. Danach haben die Mitgliedstaaten und die Kommission bis zum 10. Oktober 2020 Zeit, um die notwendigen Vorkehrungen für die Anwendung des neuen Mechanismus zu treffen.

Die Verordnung ist hier abrufbar

Weitere Meldungen

Radarsatellit umrundet die Erde.
Förderung

Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro unterstützt

Baden-Württemberg unterstützt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2026 mit 9,7 Millionen Euro.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Bundesrat

Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Jahrelanger Einsatz zahlt sich aus: Bundesrat billigt Baden-Württembergs Forderung zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit HANDWERK BW und baden-württembergischen Handwerksunternehmen nach Rumänien.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Berufliche Ausbildung

„Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird weiter ausgebaut

Das Ministerium für Wirtschaft Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg baut das Förderprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ weiter aus.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Zumeldung

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe – Klares Bekenntnis zum Standort in Baden-Württemberg.

Start-up WOW Challenge 2026
Start-up BW

BLACKPIN.IOT GmbH agewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026"

Bühne frei für Innovation: BLACKPIN.IOT GmbH aus Aalen/Hüttlingen gewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2026/27“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Ministerin Hoffmeister-Kraut in der Mitte mit einem symbolischen Förderscheck
Förderung

Land fördert Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS mit zehn Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert mit rund zehn Millionen Euro das Embodied AI Center als Teil des künftigen IPAI CAMPUS.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026

Gründerwasen 2026: Baden-Württembergs Start-up-Ökosystem in einem Festzelt vereint.

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Förderung

Land fördert Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vor-habens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro.

Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaftsgipfel Afrika

5. Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsgipfel Afrika stehen die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den Ländern Afrikas.

Auftaktveranstaltung Frauenwirtschaftstage 2026
Frauenwirtschaftstage

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial steht im Mittelpunkt.

Verleihung der Wirtschaftsmedaille
Wirtschaftsmedaille

Wirtschaftsmedaille des Landes für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Gründer und Inhaber der BeneVit Gruppe, Kaspar Pfister, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin dazu mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo
Industrial Accelerator Act (IAA)

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Pharmastandort

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Start-up BW Family Day: Land bringt Start-up Ökosystem zusammen

Rund 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren diskutierten beim ersten Start-up BW Family Day über Finanzierung, Venture Clienting und die Zukunft des Start-up-Ökosystems in Baden-Württemberg.